Alexander Pernhorst modelt
Gebürtiger Lüdinghauser startet in L.A. durch

Lüdinghausen -

Der gebürtige Lüdinghauser Alexander Pernhorst, der lange in Münster gelebt hat, ist weltweit als Model aktiv. Kürzlich ist er in die kalifornische Metropole Los Angeles gezogen. Dort waren die T-Shirts, die er mittlerweile selbst entwirft, auch bei der Oscar-Verleihung gefragt.

Donnerstag, 21.03.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 15:10 Uhr
Model Alexander Pernhorst in Aktion: Der gebürtige Lüdinghauser lebt seit einigen Jahren in den USA.
Model Alexander Pernhorst in Aktion: Der gebürtige Lüdinghauser lebt seit einigen Jahren in den USA. Foto: privat

Alexander Pernhorst wurde in Lüdinghausen geboren, lebte mehrere Jahre in Münster, arbeitet seit zwei Jahrzehnten rund um den Globus als Model – und durfte am Rande der jüngsten Oscar-Verleihung in Hollywood Produkte seines Mode-Labels präsentieren. Der 44-Jährige ist ein wahres Multitalent, hat bereits in London, Paris, Barcelona, Amsterdam, Mailand und New York gelebt – und fühlt sich neuerdings unter der Sonne Kaliforniens, in Los Angeles, wohl.

Ein weiter Weg, nicht nur geografisch. „Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden“, erzählt Pernhorst. „Mit den Pferden meiner Eltern bin ich durchs Münsterland geritten.“ Später machte er eine Lehre als Industriekaufmann, stellte jedoch schnell fest, dass er „nicht so der Bürotyp“ ist. Pernhorst entschloss sich, parallel zum Job an Mister-Wahlen teilzunehmen – und brachte es 1997 zum „Mr. Nordrhein-Westfalen“. „Das war mein Einstieg ins Model-Business“, sagt er. Für den Unterhalt reichte das Modeln zunächst nicht, Pernhorst mixte fünf Jahre an der Bar des „Grand Café“ in Münster Getränke.

Das war ziemlich eng. Ich konnte kaum atmen.

Alexander Pernhorst

Dann allerdings kam seine Model-Karriere so richtig in Schwung. Er heuerte bei Agenturen an, ließ sich für große Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Levi’s, Davidoff, Jockey, Thomas Cook, Air Berlin, Otto, Neckermann, Henkel, Lacoste und Esprit ablichten. Zudem war er zehn Jahre lang das „Hausmodel“ für den aus Münster stammenden Modemacher Guido Maria Kretschmer.

In dieser Zeit wechselte er ständig den Wohnsitz, um dort zu sein, wo es gerade attraktive Aufträge für Models gab. Vor fünf Jahren zog er dann nach New York, stand für den weltberühmten Fotografen Steven Klein zusammen mit Schauspielerin Gwyneth Paltrow vor der Kamera. Er selbst ist nicht zu erkennen – Pernhorst steckte in einem roboterähnlichen Kostüm samt Maske. „Das war ziemlich eng“, sagt der 44-Jährige. „Ich konnte kaum atmen.“

In New York stellte sich Pernhorst breiter auf. Er begann, Kunst-Events zu organisieren, widmete sich vermehrt der Fotografie. Seine Aufnahmen waren bereits in etlichen Ausstellungen zu sehen, unter anderem in der Galerie Nolte in Münster.

Bei einigen Schauspielern habe ich noch eine persönliche, handschriftliche Notiz in die Tasche geschmuggelt.

Alexander Pernhorst

Neuerdings zieren seine Fotografien auch T-Shirts. Pernhorst hat ein eigenes Modelabel gegründet – mit dem er kürzlich einen Erfolg verbuchte. Bei der Oscar-Verleihung in Hollywood erhielten die 36 Nominierten eine Tasche mit allerlei Geschenken, der Gesamtwert liegt laut Pernhorst bei rund 100 000 Euro. Der Münsterländer durfte jede Tasche mit einem seiner T-Shirts bestücken. „Bei einigen Schauspielern habe ich noch eine persönliche, handschriftliche Notiz in die Tasche geschmuggelt“, verrät er. Zum Beispiel bei Lady ­Gaga. Der schrieb Pernhorst, dass er sie „amazing“, also großartig, finde. Ob sie die Notiz gefunden hat, ist nicht bekannt. Egal – „für mich war das eine gute PR-Aktion“, sagt er.

Seit ein paar Monaten lebt er nun in Los Angeles, hat sich bereits gut eingelebt, ist für erste Model-Agenturen tätig – und das mit 44. „Ich mache viel Sport, halte mich fit, Gym, Yoga, Joggen. Ich habe den Körper eines Dreißigjährigen“, sagt Pernhorst. „Und immer noch ein ­Sixpack und ein Super-Lachen. Das kommt hier in Los Angeles gut an.“ Ebenso wie sein „Salz-und-Pfeffer-Look“: die dunklen Kopfhaare etwas weniger angegraut, die Barthaare etwas mehr.

„Als Nächstes“, sagt Pernhorst, „werde ich die Green Card beantragen.“ Mit der darf er sich dauerhaft in den USA aufhalten. Was wird dann aus seinem geliebten Münsterland? „Vielleicht wird das ja mein Zweitwohnsitz.“

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