Burg Vischering erhöht Einbruchschutz
Picassos wären kein Problem

Lüdinghausen -

Gerade einmal 13 Monate nach der Wiedereröffnung der Burg Vischering sind die Handwerker wieder da. Sie bessern nicht nur bei der Ausstellungstechnik sowie am Geländer des Rettungsstegs ein wenig nach, sondern sorgen auch dafür, dass keine ungebetenen Gäste in das historische Gemäuer eindringen.

Samstag, 30.03.2019, 10:30 Uhr
Staubdicht verpackt: Sämtliche Exponate und die Technik im Rittersaal sowie in den angrenzenden Räumen schlummern unter dicken Plastikfolien.
Staubdicht verpackt: Sämtliche Exponate und die Technik im Rittersaal sowie in den angrenzenden Räumen schlummern unter dicken Plastikfolien. Foto: Anne Eckrodt

13 Monate sind seit der Wiedereröffnung der Burg Vischering vergangen – und die Handwerker sind wieder da. „Nach einem Jahr gibt es den einen oder anderen Punkt, an dem wir nachbessern müssen. Das sind keine Planungsmängel, vielmehr ist das der Beanspruchung und auch Erfahrung geschuldet“, betont Kreisdirektor Joachim Gilbeau bei einem Ortstermin. Und Swenja Janning , Kulturreferentin des Kreises Coesfeld, fügt hinzu: „Die Beschädigungen an einigen Ausstellungsexponaten sind schon erschreckend.“

Neben den Schönheitsreparaturen, Nachbesserungen bei der Technik sowie am Geländer des Rettungsstegs ist es vor allem der Einbruchschutz, der die Handwerker beschäftigt. Das geht nur ohne Museumsbesucher. Deshalb ist die Hauptburg seit Montag geschlossen. „Obwohl hier zeitweise sieben Gewerke gleichzeitig arbeiten, was auf dem engen Raum recht schwierig ist, läuft es gut“, sagt Gregor Twilling , Abteilungsleiter Schule, Bildung und Kultur beim Kreis Coesfeld.

Nachbesserungen auf Burg Vischering

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  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Gut ein Jahr nach der Wiedereröffnung der Burg Vischering sind die Handwerker wieder angerückt. Der Kreis Coesfeld bessert im Bereich Einbruchschutz nach.

    Foto: Anne Eckrodt
  • Gut ein Jahr nach der Wiedereröffnung der Burg Vischering sind die Handwerker wieder angerückt. Der Kreis Coesfeld bessert im Bereich Einbruchschutz nach. Im Folgenden weitere Impressionen.

    Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Kulturreferentin Swenja Janning lüftet kurz den Staubschutz zum Rittersaal..

    Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Einbruchschutz in der Hauptburg verbessert Foto: Anne Eckrodt
  • Freuen sich azf das Ende der Arbeiten (v.l.): Gregor Twilling, Swenja Janning und Joachim Gilbeau.

    Foto: Anne Eckrodt

Das Thema Objektsicherung hatten die Verantwortlichen bereits während des Umbaus der Hauptburg auf der Agenda. „Wir wollten von Anfang an die höchste Sicherheitsstufe“, so Gilbeau. Allerdings seien endlose Abstimmungsgespräche mit der Versicherung, der Denkmalbehörde und den beteiligten Firmen erforderlich gewesen. Deshalb könnten die Arbeiten jetzt erst durchgeführt werden.

In erster Linie sind es die Fenster, die die Handwerker im Visier haben. Die alten Burgfenster stehen unter Denkmalschutz, daher werden sogenannte Vorsatzfenster von innen davor montiert. Sie sind aus Sicherheitsglas, die Metallrahmen werden im Mauerwerk verankert. „All das hat ein enormes Gewicht“, weiß Twilling. Beim Einbau eines Fensterflügels fassen nicht weniger als vier Männer mit an. Da jede Scheibe mit mehreren Sensoren ausgestattet ist, die wiederum mit der Einbruchmeldeanlage verbunden sind, mussten die Handwerker zuvor die Wände aufstemmen, um die Elektroleitungen zu verlegen. Die Folge: feinster Staub. Deshalb mussten zuvor im Flur sowie im Rittersaal sämtliche Vitrinen und Exponate sowie die komplette Technik staubdicht eingepackt werden.

Außerdem denken wir über eine Schrankenanlage am Besucherparkplatz nach.

Kreisdirektor Joachim Gilbeau

Auch auf dem Außengelände hat sich seit Montag noch mal einiges getan. So gibt es seit Freitag ein neues Tor an der Zugbrücke. Zwei Steinbrücken, die zur Hauptburg führen, sollen in nächster Zeit restauriert werden. Geplant ist auch die Erneuerung der Holzbrücke über die Außengräfte sowie der Ausbau und die Sanierung der Gerätescheune. Gilbeau: „Außerdem denken wir über eine Schrankenanlage am Besucherparkplatz nach.“

Am Wochenende arbeiten die Handwerker mit Hochdruck an den letzten Arbeiten. Dann rückt die Reinigungskolonne an. „Am Montag werden wir die zwischenzeitlich abgenommenen Ausstellungsobjekte wieder aufhängen, damit das Museum in der Hauptburg am Dienstag wieder öffnen kann“, erzählt Janning. Auch wenn noch arbeitsreiche Tage vor dem gesamten Team liegen, überwiegt bei der Kulturreferentin die Vorfreude: „Wir haben nun eine so hohe Sicherheitsklasse, dass wir sogar Picassos zeigen könnten.“

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