Ausstellung „Plastik in den Weltmeeren“
Schüler gehen alarmierendes Thema künstlerisch an

Lüdinghausen -

Die Ausmaße des Plastikmülls in den Weltmeeren sind alarmierend. Jetzt hat sich die Klasse 7c des St.-Antonius-Gymnasiums des Themas angenommen – auf ungewöhnliche Weise.

Dienstag, 02.04.2019, 17:00 Uhr
Freuen sich auf die Ausstellungseröffnung am Montag (8. April): Merle Ickhorn (v.l.), Nora Hellermann und Katharina Busche.
Freuen sich auf die Ausstellungseröffnung am Montag (8. April): Merle Ickhorn (v.l.), Nora Hellermann und Katharina Busche. Foto: Anne Eckrodt

Dass sich Schüler im Politik- oder Erdkundeunterricht mit dem Thema Plastikmüll im Meer befassen, ist nichts Ungewöhnliches. Aber im Kunstunterricht? Maren Limberg, Lehrerin am St.-Antonius-Gymnasium, hat genau das mit der Klasse 7c gemacht. „Ich habe selbst eine Studienarbeit zu dem Thema geschrieben und fand es wichtig, das auch mal visuell im Kunstunterricht aufzugreifen“, erläuterte die Pädagogin bei einem Pressegespräch in den Räumen des Vereins „Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden“ am Montag. Dort, an der Kleinen Münsterstraße, sind die Ergebnisse des Kunstprojektes ab dem 8. April in einer Ausstellung zu sehen.

Für den Verein ist das der Auftakt zu einer Kooperation mit den Schulen. „Wir sind in den vergangenen Jahren fast nur noch als Arbeitskreis Asyl wahrgenommen worden. Jetzt wollen wir verstärkt wieder an unsere ursprünglichen Themen ran, wozu auch Nachhaltigkeit gehört. Und da passt die Ausstellung ,Plastik in den Weltmeeren‘ hervorragend“, machte Konrad Kleyboldt, Vorsitzender der Arbeitsstelle, deutlich.

Wir haben in jedem Bild zwei Meere dargestellt, eines im gesunden Zustand und eines im verschmutzten.

Katharina Busche

Die Ausstellung umfasst 16 Exponate der Siebtklässler, darunter auch die von Katharina Busche , Nora Hellermann und Merle Ickhorn. „Wir haben in jedem Bild zwei Meere dargestellt, eines im gesunden Zustand und eines im verschmutzten“, erzählte Katharina. Und ihre Lehrerin ergänzte: „Zudem gibt es immer einen Querschnitt, denn 70 Prozent des Plastikmülls befinden sich unter der Wasseroberfläche.“ Die Schülerinnen hatten eine ganze Reihe alarmierender Zahlen parat: „Nach Schätzungen landen pro Jahr zehn bis 13 Millionen Tonnen Plastik im Meer, der größte Teil davon stammt aus Ländern, in denen es keine kontrollierte Abfallsammlung gibt“, berichtete Nora. Das, so führte Merle aus, führe nicht nur dazu, dass viele Tiere qualvoll verenden, weil sie das Plastik mit Nahrung verwechseln. Mikroplastikpartikel würden auch auf unseren Tellern landen. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, gibt es im Jahr 2050 mehr Plastikteile als Fische im Meer“, warnte Limberg.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Die Ausstellung wird am Montag (8. April) um 10.30 Uhr eröffnet und ist bis einschließlich 28. April (Sonntag) zu folgenden Zeiten zu sehen: dienstags, mittwochs und freitags von 11 bis 12.30 Uhr, samstags von 10.30 bis 13 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr. Karfreitag sowie Ostersonntag und -montag bleibt die Ausstellung geschlossen.

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