Tankstellenbau an der Selmer Straße
Westfalen AG bessert nach

Lüdinghausen -

Bei vielen Anliegern des Areals an der Selmer Straße, auf dem die Westfalen AG eine Tankstelle samt Waschstraße errichten will, ist der Unmut über das Bauvorhaben groß. Das zeigte sich nicht zuletzt bei einem Infoabend Ende März. Bei der Veranstaltung hatte der Investor angekündigt, seine Pläne noch einmal zu überprüfen. Jetzt liegen einige Kompromissvorschläge vor.

Samstag, 06.04.2019, 08:00 Uhr
So soll die Tankstelle nach den Plänen der Westfalen AG aussehen.
So soll die Tankstelle nach den Plänen der Westfalen AG aussehen. Foto: Westfalen AG

Nach der Kritik aus den Reihen der Anlieger während des Informationsabends am 27. März hat die Westfalen AG ihre Pläne für eine Tankstelle samt Waschstraße an der Selmer Straße noch einmal überarbeitet. „Wie von der Bürgerinitiative gefordert, verzichten wir auf die Aufstellung eines zwölf Meter hohen Pylons auf dem Tankstellengelände an der B 58“, teilte Helge Wego , Leiter der Unternehmenskommunikation, auf Anfrage der WN mit. Der Kompromissvorschlag des Unternehmens: Stattdessen wird ein zweiter, fünf bis sechs Meter hoher Preismast an der Westseite des Grundstücks aufgestellt.

Wie von der Bürgerinitiative gefordert, verzichten wir auf die Aufstellung eines zwölf Meter hohen Pylons auf dem Tankstellengelände an der B 58.

Helge Wego

Bei den Öffnungszeiten der Waschstraße und Staubsaugerboxen bietet die Westfalen AG einen Verzicht von täglich zwei Stunden an: Statt von 6 bis 22 Uhr sollen diese – bis auf sonntags – von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein. „Die Tankstelle hingegen bleibt rund um die Uhr geöffnet. Dieser Service wird von den Gästen heute als selbstverständlich vorausgesetzt und ist für den wirtschaftlichen Betrieb einer Station unabdingbar“, betonte Wego. Er wies auch darauf hin, dass die alte Eiche aus Umweltschutzgründen nicht gefällt werde.

In Sachen Lärmschutz prüft das Unternehmen weitere Maßnahmen im Einfahrtsbereich der Waschstraße, zum Beispiel eine lärmschluckende Paneele unter der Einhausung. Am Abtragen des nördlichen Sichtschutzwalls auf dem Tankstellengelände hingegen hält die Westfalen AG fest. Diese Maßnahme sei unverzichtbar, damit die Tankstelle für die Autofahrer deutlich erkennbar sei, heißt es in der Stellungnahme. Weitere bauliche Maßnahmen seien innerhalb des Abstandsbereichs von 20 Metern zur Bundesstraße nicht erlaubt.

An der unteren Hälfte schirmt das Gebäude der Waschanlage den Lärm von der Tankstelle ab. Ein weiterer Lärmschutz ist daher dort nicht notwendig.

Helge Wego

Den von der Bürgerinitiative geforderten Ausbau des nördlichen Sichtschutzwalls jenseits des Tankstellengeländes lehnt der Investor ebenfalls ab. Die Zuständigkeit dafür liege beim Landesbetrieb Straßen.NRW, so Wego. Und auch in Sachen Lärmschutz im östlichen Bereich des Grundstücks bleibt die Westfalen AG bei ihrer ursprünglichen Planung: Ein Lärmschutzwall soll nur an der oberen Hälfte der Ostgrenze gebaut werden. „An der unteren Hälfte schirmt das Gebäude der Waschanlage den Lärm von der Tankstelle ab. Ein weiterer Lärmschutz ist daher dort nicht notwendig“, argumentierte Wego.

Bürgermeister Richard Borgmann hatte in der Infoveranstaltung zugesagt, mit Straßen.NRW noch einmal über eine mögliche Erhöhung des Lärmschutzwalls an der Ascheberger Straße zu sprechen. „Diese Gespräche laufen noch. Wir hoffen, dass sich dazu im Planungsausschuss am Dienstag schon etwas sagen lässt“, teilte Anja Kleykamp, Pressesprecherin der Stadt, mit.

Zum Thema

In der Sitzung des Planungsausschusses am Dienstag (9. April) steht der geplante Tankstellenbau erneut auf der Tagesordnung. Die öffentliche Sitzung im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen beginnt um 18 Uhr.

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