„Hilfe für Senegal“: Einsatz in Afrika
In Gad Khaye sprudelt ein Brunnen

Lüdinghausen -

nach zwei Wochen ist der Einsatz der Ehrenamtlichen des Vereins „Hilfe für senegal“ beendet. Dort wurde viel erledigt und Neues auf den Weg gebracht – wie etwa der Nutzgarten für die Gesundheitsstation in Kaba.

Sonntag, 07.04.2019, 08:00 Uhr
Viele soziale Einrichtungen wurden wieder bei der jüngsten Reisaktion mit Spenden bedacht.
Viele soziale Einrichtungen wurden wieder bei der jüngsten Reisaktion mit Spenden bedacht. Foto: Hilfe für Senegal

Wenn die Mitglieder des Vereins „Hilfe für Senegal“ einmal im Jahr zu einem 14-tägigen Hilfseinsatz nach Westafrika starten, ist an sich ein „touristischer Abstecher“ Bestandteil des Aufenthalts. „Dafür hatten wir in diesem Jahr aber keine Zeit. Wir hatten ein zu strammes Programm“, blickt Gudula Gotzes , Vorsitzende des Vereins, in einem Reisebericht der Hilfsorganisation auf die vergangenen zwei Wochen zurück. Für Erholungspausen reichte es für die 15 Aktiven also nicht.

Umso zufriedener war die Gruppe nach ihrer Rückkehr ins Münsterland, denn wichtige Dinge wurden erledigt, Neues vorbereitet. Vier Mitglieder des Vereins waren zum ersten Mal mit von der Partie, eines feierte ein Jubiläum: Karl Pollecker aus Billerbeck war zum 25. Mal im Senegal.

Gartenbauprojekt in Kaba

Neben der offiziellen Eröffnung der Brunnenanlage in Babak, die mit Unterstützung der Soroptimistinnen aus dem gesamten Münsterland finanziert wurde (WN berichteten), stand das Gartenbauprojekt in Kaba im Mittelpunkt. Albert Guntermann hatte federführend die Organisation übernommen. Vor Ort wurde der Lüdinghauser jetzt von Josef Reckmann, Garten- und Landschaftsbauer aus Capelle, unterstützt. Der Garten wurde im Schatten der Gesundheitsstation angelegt. Diese Station betreut monatlich zwischen 3000 und 4000 Patienten und gilt im Senegal mittlerweile als Vorzeigeobjekt.

Der Gebäudekomplex, den der Verein errichtete, wird jetzt durch den Garten komplettiert. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Ziergarten. Im Gegenteil: Unter der Regie des Stationsleiters gedeihen dort verschiedene Gemüse- und Obstsorten, die nicht nur direkt der Ernährung der Bevölkerung dienen.

Hebammenhaus eröffnet

Ein besonderer Höhepunkt des Aufenthalts in Kaba war die Eröffnung des Hebammenhauses, das durch Mittel des Vereins finanziert worden war. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der neue Krankenwagen, den der Verein organisiert hatte, offiziell übergeben. In die Tat umgesetzt wurde während des Aufenthaltes auch die Baum-Patenschafts-Aktion. Während die benachbarte Grundschule demnächst in das Gartenbauprojekt einbezogen werden soll, kommen gleich zwei andere Grundschulen in benachbarten Dörfern in den Genuss von Erweiterungstrakten.

„Das werden wir alle nie vergessen“, beschreibt Gotzes die Gefühlslage beim Besuch in Gad Khaye: Eine private Spende ermöglichte dort den Bau eines Brunnens. Tradition für die Aktiven des Vereins „Hilfe für Senegal“ hat die Verteilung von Spenden im Rahmen der Aktion „1000 Sack Reis für 1000 Familien“.

Blockflöten für Gymnasium Malik Sy

Zwei andere Aktionen, die künftig eine Wiederholung finden werden, feierten ihre Premiere: Erstmals wurde Babykleidung, die in Lüdinghausen von mehreren Kindergärten und Privatpersonen gesammelt worden war, den Kranken- und Geburtsstationen übergeben. Begeisterung löste die Spende von Blockflöten aus, die die Kolpingsfamilie Lüdinghausen vor einiger Zeit gesammelt hatte. Die Flöten wurden dem Gymnasium Malik Sy übergeben, heißt es abschließend in dem Bericht.

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