Eine Ehemalige am Anton
Aus Gespräch entwickelt sich Kunstprojekt

Lüdinghausen -

Zu einem regen Austausch zwischen aktuellen Abiturienten des St.-Antonius-Gymnasiums und Maria Höning, die vor 50 jahren ihr Abi am Anton baute, kam es jetzt. Ein Ergebnis war besonderes ein Kunstprojekt.

Donnerstag, 11.04.2019, 12:00 Uhr
Mit einer individuell gestalteten Landkarte Europas nach dem Zweiten Weltkrieg trugen die Q2-Geschichtskursler des Anton zum Kunstprojekt von Maria Höning bei.
Mit einer individuell gestalteten Landkarte Europas nach dem Zweiten Weltkrieg trugen die Q2-Geschichtskursler des Anton zum Kunstprojekt von Maria Höning bei. Foto: St.-Antonius-Gymnasium

Eine andere Form des Geschichtsunterrichts erlebte jetzt der Geschichtszusatzkurs der Q 2 von Theresa Raesfeld, als dieser Besuch von Maria Höning bekam. Die ehemalige Schülerin nutzte den Anlass ihres 50-jährigen Abiturjubiläums, um sich künstlerisch mit Themen des vergangenen und aktuellen Schullebens am St.-Antonius-Gymnasium auseinanderzusetzen, teilt die Schule mit.

Während der Vorbereitung zu ihrer Ausstellung „Folge dem Algorithmus“ besuchte Höning den Zusatzkurs, um in einem generationsübergreifenden Gespräch mehr über die Gedanken der Schüler zur Digitalisierung in Schule und Alltag – insbesondere vor dem Hintergrund der historischen Entwicklungen– zu erfahren.

Schulalltag gestern und heute

Schnell wurden viele Unterschiede zwischen der Schulzeit Hönings und der des aktuellen Abiturjahrgangs deutlich. Sehr angeregt berichtete Höning dabei von ihren Erfahrungen, als das Anton noch eine reine Mädchenschule war. Im Laufe dieses Gesprächs der Generationen entstand die Idee des Zusatzkurses, einen Beitrag für die Ausstellung zu gestalten. Höning stellte den Schülern dazu eine Geschichtskarte zur Verfügung, die die europäischen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg zeigt.

Mit viel Engagement entwickelten die Schüler eigenständig kreative Ideen zur Gestaltung der Karte. Insbesondere die Entwicklung der Frauenrechte in Europa spielte dabei eine große Rolle. Begeistert von dem Gleichberechtigungsthema und der erfrischend-ironisch gestalteten Geschichtskarte, die sie nun als „stille Post“ an ihre ehemaligen Mitschülerinnen weitergeben kann, bedankte sich Höning mit bestickten Krawatten bei den Schülern: „I have a dream“, der legendäre Ausruf von Martin Luther King, steht darauf. „Damit ihr eure Träume, besonders die beruflichen, auch so gut verwirklichen könnt, wie wir das in den letzten 50 Jahren machen konnten“, so die Ehemalige, „mit herzlichen Grüßen vom Abiturjahrgang 1969“.

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