GPA-Prüfbericht im Rat vorgestellt
Eine Vorzeigekommune

Lüdinghausen -

Beste Zeugnisnoten stellte die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) der Stadt Lüdinghausen aus. Sie sei eine „lebens- und liebenswerte“ Kommune, attestierte der GPA-Präsident Heinrich Böckelühr. Handlungsbedarf sahen die Prüfer nur in wenigen Bereichen, etwa bei der Einbindung der Unionisten in der Pflege der Sportanlagen.

Samstag, 13.04.2019, 08:00 Uhr
Lüdinghausen sei eine „lebens- und liebenswerte Stadt“, sagte Heinrich Böckelühr, der Präsident der Gemeindeprüfungsanstalt NRW, in der Ratssitzung am Donnerstag und machte dies auch fest an den vielfältigen Aktivitäten in der Stadt. Positiv wurden zudem die Aufwendungen für den Schulbereich, etwa im Offenen Ganztag und beim Schulbau.
Lüdinghausen sei eine „lebens- und liebenswerte Stadt“, sagte Heinrich Böckelühr, der Präsident der Gemeindeprüfungsanstalt NRW, in der Ratssitzung am Donnerstagabend und machte dies auch fest an den vielfältigen Aktivitäten in der Stadt. Positiv wurden zudem die Aufwendungen für den Schulbereich, etwa im Offenen Ganztag und beim Schulbau gesehen. Foto: WN

Hätte Heinrich Böckelühr, der Präsident der Gemeindeprüfungsanstalt NRW ( GPA ), eine Schulnote zu vergeben, würde er die Stadt Lüdinghausen mindestens mit einer glatten Eins, wenn nicht gar besser bewerten. Das ist die Quintessenz des Berichts der GPA, den er mit seinen Mitarbeitern Johannes Thielmann und Thomas Maleka am Donnerstagabend in der Sitzung des Stadtrates detailliert vorstellte. Untersucht wurden im vergangenen Oktober die Jahre 2010 bis 2016.

„An vielen Stellen sind sie beispielgebend“, attestierte Böckelühr der Stadt, die er als „lebens- und liebenswert“ bezeichnete. Und das drücke sich auch in Zahlen aus. In fünf von sieben Jahren im Untersuchungszeitraum habe die Stadt Überschüsse erwirtschaftet, stellte GPA-Prüfer Thielmann heraus. Sein Kollege Malek verwies in seinem Part darauf, dass Lüdinghausen in Sachen Gebühren noch nicht alle Möglichkeiten ausschöpfe. So seien die Beitragssätze etwa bei den Straßenbaubeiträgen unter dem Mittelwert der Mustersatzung des Städte- und Gemeindebundes angesetzt. Da gebe es noch Potenzial zur Erhöhung, das die Stadt nutzen sollte. Ähnliches gelte im Bereich Friedhof und Stadtreinigung.

An vielen Stellen sind sie beispielgebend.

GPS-Präsident Heinrich Böckelühr

Dem hielt SPD-Fraktionssprecher Michael Spiekermann-Blankertz entgegen, dass es auch ein Standortvorteil sein könne, die Bürger nicht über Gebühr zur Kasse zu bitten. Böckelühr erklärte, dass die Gebührenfrage eine „Entscheidung der kommunalen Selbstverwaltung“ durch den Rat sei, die er nicht bewerten wolle.

Im Bereich Schulen wurden die Elternbeiträge für den Offenen Ganztag als zu niedrig angesehen. Zudem sei der Aufwand für die Gebäude sowie deren Umfang überdurchschnittlich hoch. GPA-Prüfer Thielmann empfahl etwa eine „dynamische Anpassung der Elternbeiträge“. Mit Sporthallen sei die Stadt „auskömmlich für den Schulsport“ versorgt, berichtete Thielmann. Mit Fertigstellung der neuen Leistungssporthalle verfüge die Stadt sogar über ein „überdurchschnittliches Angebot“.

Deutlich wurde er in dem Bericht bei der Pflegeaufwendung für die Sportplätze der Stadt. Während die Fortunen diese Aufgabe gänzlich in Eigenregie übernähmen, sei bei den Unionisten der städtische Bauhof im Einsatz. Die GPA-Forderung: „Die Stadt sollte auch hier den Sportverein stärker in die Pflege der Anlage einbinden.“

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