Fahrradklima-Test
ADFC zieht Schlussfolgerungen für Lüdinghausen

LÜdinghausen -

Der ADFC Lüdinghausen hat die jetzt veröffentlichten Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2018 ausgewertet. Die Steverstadt erreichte darin eine Gesamtbewertung von 3,6. Neben einigen positiven Aspekten listet der Fahrradclub auch Ärgernisse auf.

Dienstag, 16.04.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 11:20 Uhr
Zugeparkte Radwege sind ein häufiges Ärgernis für Fahrradfahrer.
Zugeparkte Radwege sind ein häufiges Ärgernis für Fahrradfahrer. Foto: ADFC

Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2018 liegen – wie bereits kurz berichtet – vor. Allein in Nordrhein-Westfalen haben sich über 41 000 Menschen an der Umfrage beteiligt. Das sind 40 Prozent mehr als bei der letzten Umfrage 2016. Dabei wurden Bewertungen für 169 NRW-Kommunen abgegeben, heißt es in einem Pressetext des ADFC Lüdinghausen.

In der Gesamtbewertung ist NRW durchgängig schlechter als im übrigen Bundesdurchschnitt bewertet. Lag die Bewertung des Fahrradklimas 2016 noch bei der Schulnote 3,9, so ist NRW mittlerweile auf 4,1 abgerutscht. Das gilt insbesondere für die Großstädte über 500 000 Einwohner. Diese landen fast alle auf den hinteren Rängen. Auch der Abstieg der Fahrradstadt Münster liegt in diesem Trend. Münster muss mit der Note 3,3 die langjährige Spitzenposition in seiner Kategorie räumen.

Radwege schlecht in Schuss

Lüdinghausen erreichte eine Gesamtbewertung von 3,6 und landete in seiner Größenklasse auf Platz 67 von 311 Städten. Allein auf NRW bezogen, kommt die Steverstadt auf Platz 24 von 82 ähnlich großen Orten. Von den Teilnehmern positiv bewertet wurde, dass es hier ein gutes Angebot öffentlicher Leihfahrräder gibt, viele Einbahnstraßen geöffnet sind, das Radfahren an der Stever Spaß macht und die Innenstadt gut erreichbar ist.

Negativ wurde die Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln gesehen, genauso wie die schlechte Reinigung und Instandhaltung der Radwege, die zudem häufig von Falschparkern zugestellt sind. „Auch unübersichtliche Führungen an Baustellen und ungünstige Ampelschaltungen ärgern hier im Ort viele Radfahrer, von unsicherem Gefühl im rollenden Autoverkehr ganz zu schweigen“, schreibt der ADFC weiter.

Generell sei die Unzufriedenheit der Radfahrer weiter gestiegen. Deshalb fordert der Fahrradclub die Politik auf, dringend zu reagieren und den Bau von sicheren und geschützten Radwegen anzugehen, damit ungute Gefühle wie Angst und Stress die Menschen nicht vom Radfahren abhalten. „Für Lüdinghausen als Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise (AGFS), muss das Ergebnis des Tests ein starker Ansporn sein, das Radverkehrsklima für die nächste Runde deutlich zu verbessern“, heißt es in der Pressemitteilung des ADFC abschließend.  

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6546184?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Auf den Hund kommen
Die App aus Münster, die Hunderassen erkennt, ist nicht nur in Deutschland erfolgreich. Die Start-up-Gründer haben die Anwendung deshalb schon in zahlreiche Sprachen übersetzen lassen – mal professionell, mal von begeisterten App-Nutzern.
Nachrichten-Ticker