Problem an der Ludgeristiege besteht nach wie vor
Ratten zieht es in die Gärten

Lüdinghausen -

Trotz Giftködern in den Abwasserschächten und oberirdischen Kontrollen tummeln sich die Ratten weiter an der Ludgeristiege – vor allem in den Gärten der Anlieger. Die ergreifen nun selbst Maßnahmen, um die ungebetenen Gäste loszuwerden.

Samstag, 04.05.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 13:16 Uhr
Alles andere als schön: Im Garten der Familie Uth tummeln sich die Ratten.
Alles andere als schön: Im Garten der Familie Uth tummeln sich die Ratten. Foto: Maria Uth

Vor über zwei Wochen hat ein Schädlingsbekämpfer in Kanalschächten an der Ludgeri­stiege Giftköder ausgelegt – bislang offenbar ohne sichtbaren Erfolg. „Es ist schrecklich“, beschrieb Maria Uth die Situation, als die WN bei der Anliegerin jetzt noch einmal nachhakten. „Die Ratten kommen durch die Hecke zu uns in den Garten und tummeln sich hier.“ Deshalb hat sie jetzt auf eigene Kosten einen Schädlingsbekämpfer bestellt. Glücklicherweise zögen zwei Nachbarn mit, sodass man sich die Kosten teilen könne.

Die Ratten kommen durch die Hecke zu uns in den Garten und tummeln sich hier.

Maria Uth

Am Donnerstag hat der Fachmann auf den Privatgrundstücken stärkere Giftköder ausgelegt, um das Problem endlich in den Griff zu bekommen. Seit Monaten sorgen die Nagetiere an der Ludgeristiege für Ärger (WN berichteten). „Der Schädlingsbekämpfer hat auf unserem Grundstück kein Rattenloch gefunden“, berichtete Uth. Vielmehr kämen die Tiere aus Löchern in dem städtischen Grünstreifen vor den Grundstücken. „Ich war ja schon froh, als Mitarbeiter des Bauhofs Ende vergangener Woche dort die Sträucher heruntergeschnitten haben. Aber scheinbar reicht das nicht, die Ratten können sich dort immer noch verstecken“, so die Anliegerin.

Hinzu komme, dass die Schule wieder begonnen habe und damit der Müll – vor allem Speisereste – zunehme. „Dass man Rattengift nicht einfach so auslegen kann, ist vollkommen klar. Allerdings hat der Schädlingsbekämpfer in unserem Garten verschlossene Köderboxen eingesetzt, an die kein anderes Tier rankommt. Die könnte man doch auch in dem Grünstreifen verwenden“, schlug Uth vor. „Oder man sät dort gleich Rasen ein. Den würden wir sogar mähen.“

Ohne Befund ist es schwierig, weitere konkrete Maßnahmen zu ergreifen, außer den Kontrollen und den ausgelegten Giftködern in den Abwasserschächten.

Stefan Geyer

Eine Anregung, die die Verwaltung aufnehme und prüfen werde, wie Stefan Geyer von der städtischen Pressestelle am Freitag auf Anfrage mitteilte. „Wir stehen in ständigem Kontakt zu unserem Schädlingsbekämpfer, und auch die Kollegen vom Ordnungsamt kontrollieren den oberirdischen Bereich rund um die Ludgeristiege regelmäßig. Bislang jedoch ohne Befund.“ Und das sei genau das Problem, so Geyer: „Ohne Befund ist es schwierig, weitere konkrete Maßnahmen zu ergreifen, außer den Kontrollen und den ausgelegten Giftködern in den Abwasserschächten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6584609?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Wie viel Lärm ist für Anwohner zumutbar?
Ob auf diesem Parkplatz an der Ostbeverner/Einener Straße eine Garage für zwei Feuerwehrfahrzeuge gebaut werden darf, damit beschäftigte sich am Montag das Oberverwaltungsgericht Münster.
Nachrichten-Ticker