Fazit der Organisatorinnen
Frauen lassen nicht locker

Lüdinghausen -

Eine Woche Kirchenstreik liegt hinter den Mitgliedern der drei Frauengemeinschaften St. Felizitas, St. Ludger und St. Dionysius. Mit Mahnwachen, Menschenketten und Infoständen haben sie im Rahmen der Aktion „Maria 2.0“ ihrer Forderung nach einer Erneuerung der Institution Kirche Ausdruck verliehen. Dabei wollen sie es jedoch nicht belassen.

Samstag, 18.05.2019, 10:00 Uhr
Nach der Mahnwache vor der St.-Felizitas-Kirche zogen die streikenden KFD-Frauen am Donnerstagabend zur Abschlussandacht an der Borg.
Nach der Mahnwache vor der St.-Felizitas-Kirche zogen die streikenden KFD-Frauen am Donnerstagabend zur Abschlussandacht an der Borg.

Sie haben viele Gespräche geführt, auch mit Menschen, die der Kirche kritisch gegenüber stehen oder sich ganz von ihr abgewandt haben. Sie haben große Unterstützung erfahren, sich Gehör verschafft und eine ganz neue Gemeinschaft erfahren. Kurz­um: Die Organisatorinnen der Aktion „Maria 2.0“ in Lüdinghausen ziehen ein positives Fazit ihres einwöchigen Kirchenstreiks. Alle drei örtlichen Frauengemeinschaften haben sich der von einer Gruppe Frauen in Münster angestoßenen Initiative angeschlossen und fordern eine grundsätzliche Erneuerung der Kirche als Institution, unter anderem durch die Öffnung aller Kirchenämter für Frauen ( WN berichteten).

399 Unterschriften für diese Anliegen sind an den Infoständen in Lüdinghausen und Seppenrade zusammengekommen. „Viele Leute – auch Männer – sind von sich aus auf uns zugekommen und haben direkt unterschrieben. Sie waren zum Teil bereits bestens informiert über die Aktion, auch dank der Zeitungsberichte“, erzählte Franziska Ritter bei einem Pressegespräch in der WN-Redaktion am Freitag. Die Unterschriftenlisten schickt das Organisationsteam nun an den KFD-Diözesanverband nach Münster. „Dort wird es einen ,runden Tisch‘ dazu geben. Anschließend geht das dann gebündelt an die Bischofskonferenz“, berichtete Dorothea Tappe .

Wir können hier nicht stehen bleiben, sondern müssen unsere Anliegen zur Erneuerung der Kirche auch hier vor Ort ganz konkret weitertreiben.

Dorothea Tappe

Doch damit ist die Aktion für die Vertreterinnen der Frauengemeinschaften St. Felizitas, St. Ludger und St. Dionysius keineswegs abgeschlossen. Im Gegenteil, wie Ritter, Tappe und auch Hildegard Medding am Freitag unisono betonten. „Wir können hier nicht stehen bleiben, sondern müssen unsere Anliegen zur Erneuerung der Kirche auch hier vor Ort ganz konkret weitertreiben“, so Tappe. Dafür sei es jedoch wichtig, dass Frauen auch bereit sind, Verantwortung zum Beispiel in Form von Leitungsaufgaben zu übernehmen.

Aktion „Maria 2.0“ in Lüdinghausen

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  • Mit einer Mahnwache an der Felizitaskirche und einer Abschlussandacht an der Borg endete der einwöchige Kirchenstreik im Rahmen der Aktion "Maria 2.0".

    Foto: Arno Wolf Fischer
  • Mit einer Mahnwache an der Felizitaskirche und einer Abschlussandacht an der Borg endete der einwöchige Kirchenstreik im Rahmen der Aktion "Maria 2.0".

    Foto: Arno Wolf Fischer
  • Mit einer Mahnwache an der Felizitaskirche und einer Abschlussandacht an der Borg endete der einwöchige Kirchenstreik im Rahmen der Aktion "Maria 2.0". Im Folgenden weitere Impressionen.

    Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer
  • Abschluss der Aktion „Maria 2.0“ Foto: Arno Wolf Fischer

Eine Lanze brechen die KFD-Frauen für das hauptamtliche Team der Pfarrgemeinde St. Felizitas. Anders als in anderen Orten hätten sie von Anfang an Unterstützung für die Aktion erfahren. „In den einzelnen Gruppen liefen schon länger Gespräche darüber, dass sich etwas ändern muss. Der Missbrauchsskandal war jetzt vielfach der Anlass, gemeinsam die Stimme zu erheben“, machte Pastoralreferentin Alice Zaun deutlich. Ihre Kollegin Ruth Reiners fügte hinzu: „Anders als die ehrenamtlichen Kräfte können wir Hauptamtlichen ja nicht in den Streik treten, aber wir können das Ganze ideell unterstützen. Wenn es darum geht, an Ideen zu arbeiten, wie sich die Kirche verändern lässt, bin ich dabei.“ Eines hat sie besonders beeindruckt: „Das Thema ist offenbar allen so wichtig, dass die drei Frauengemeinschaften erstmals eine konzertierte Aktion gestartet haben.“

Wenn es darum geht, an Ideen zu arbeiten, wie sich die Kirche verändern lässt, bin ich dabei.

Ruth Reiners

Dabei wollen es die KFD-Vertreterinnen nicht belassen. „Wir werden das Organisationsteam in Kürze wieder an einen Tisch holen, um zu schauen, was wir gemeinsam tun können, was einzelne KFDs vielleicht nicht können“, erläuterte Tappe. Und das gelte sowohl im Hinblick auf „Maria 2.0“ als auch für andere Belange.

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