Klassentreffen und Ausstellungseröffnung
Ein halbes Jahrhundert später ist alles anders

Lüdinghausen -

50 Jahre nach dem Abitur trafen sich ehemalige Schülerinnen des Antonius-Gymnasiums zu einem Klassentreffen. Die Künstlerin Maria Höning, die ebenfalls zu den Abiturjubilaren gehört, eröffnete anlässlich des Klassentreffens in der Schule ihre Ausstellung „Folge dem Algorithmus“.

Montag, 20.05.2019, 21:00 Uhr
50 Jahre nach ihrem Abitur am St.-Antonius-Gymnasium trafen sich 21 ehemalige Schülerinnen wieder, um gemeinsam mit Jörg Schürmann die Schule zu erkunden und die Ausstellung von Maria Höning zu eröffnen.
50 Jahre nach ihrem Abitur am St.-Antonius-Gymnasium trafen sich 21 ehemalige Schülerinnen wieder, um gemeinsam mit Jörg Schürmann die Schule zu erkunden und die Ausstellung von Maria Höning zu eröffnen. Foto: Justus Zentek

 Die Vergangenheit bewältigen und die Zukunft gestalten – diese Ziele verfolgt die Künstlerin Maria Höning mit ihrer Ausstellung „Folge dem Algorithmus“, die jetzt im St.-Antonius-Gymnasium eröffnet wurde. Anlässlich des Klassentreffens des Abiturjahrgangs 1969, dem Höning selbst angehörte, präsentierte die gebürtige Olfenerin ihre Werke im Kellerflur des historischen Gebäudes. Im Vorfeld informierte Jörg Schürmann, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums, die 21 Frauen zunächst über die Veränderungen und zukünftigen Pläne der Schule. Das Anton, damals eine reine Mädchenschule, habe sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem gefragten Bildungsstandort für jedermann entwickelt.

„Unsere Schule befindet sich momentan auf dem Weg der Digitalisierung“, betonte Schürmann und verwies auf das Vorhaben, in den Sommerferien das gesamte Schulgebäude mit WLAN auszustatten. Auf die Frage einer ehemaligen Schülerin, die vor 50 Jahren das Abitur ablegte, wie es um den Anteil weiblicher und männlicher Lehrer stehe, da es früher lediglich acht männliche Lehrer gegeben habe, erläuterte Schürmann, dass der Anteil heutzutage nahezu ausgeglichen sei.

Immer wenn ich die Zeitung aufschlage, erhalte ich neue Ideen.

Maria Höning

Viel Gesprächsstoff und ausreichend zu lachen gab es dann, als Höning einen Film abspielte, der die ehemaligen Schülerinnen während eines Theaterstücks in ihrer Schulzeit zeigte, bei dem sich die Frauen wiedererkennen konnte. Bei dem ein oder anderen Glas Sekt folgte anschließend die Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Maria Höning.

Maria Höning (r.) eröffnete die Ausstellung mit ihren Werken im Keller des St.-Antonius-Gymnasiums.

Maria Höning (r.) eröffnete die Ausstellung mit ihren Werken im Keller des St.-Antonius-Gymnasiums. Foto: Justus Zentek

Bei ihrer Arbeit fokussiert sich Höning auf aktuelle Themen und verarbeitet in ihren Materialcollagen die gesellschaftlichen Veränderungen mit besonderem Hinblick auf die Rolle und Emanzipation der Frau. „Immer wenn ich die Zeitung aufschlage, erhalte ich neue Ideen“, so Höning, die allerlei Stoffe und Materialien verwendet, um die Aussagen ihrer Collagen zu betonen. Dabei stellt sie die Stilblüten und Kuriositäten traditioneller Mädchenerziehung oft mit einem Hauch von Ironie infrage. Mit ihrer

Kunst möchte Höning, die selbst viele Jahre als Lehrerin tätig war, alle Generationen ansprechen. „Ich würde gerne mit Schülern ins Gespräch kommen und eine generationsübergreifende Kommunikation ermöglichen, bei der sich zeigt, dass auch die älteren Generationen Interesse daran haben, die Welt zu verbessern“, fasst sie ihre Intention zusammen und macht dabei auch vor kon­troversen Themen wie dem Klimawandel und der Verhüllung von Frauen nicht Halt.

Von nun an bietet sich den Schülern des Gymnasiums demzufolge die Möglichkeit, im Kellerflur mehr über die Geschichte ihrer eigenen Schule zu erfahren und dabei zu sehen, wie viel sich zwischen den Jahren 1969 und 2019 in der Gesellschaft verändert hat.

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