Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes
Jobverlust und Altersarmut

Lüdinghausen -

Knapp 1000 Menschen wandten sich im vergangenen Jahr kreisweit an die Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes. 135 davon kamen aus Lüdinghausen. Häufigste Ursache für Schuldenprobleme: der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Eintritt in die Rente.

Mittwoch, 22.05.2019, 15:00 Uhr
Das Team der Schuldnerberatung hat im vergangenen Jahr allein aus Lüdinghausen 135 Hilfesuchende beraten.
Das Team der Schuldnerberatung hat im vergangenen Jahr allein aus Lüdinghausen 135 Hilfesuchende beraten. Foto: Diakonisches Werk

Im Jahr 2018 nahmen 948 Bürger aus dem gesamten Kreis Coesfeld die Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werks des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken in Anspruch. Zu deren Aufgaben zählt es, Haushalte zu stabilisieren, Existenzen zu sichern, Lösungen mit Gläubigern zu finden und bei Zahlungsunfähigkeit und auf Wunsch die Hilfesuchenden in ein Insolvenzverfahren zu begleiten, heißt es im Pressetext der Diakonie.

Aus den Orten Lüdinghausen (135), Senden (74) und Ascheberg (61) wurden insgesamt 270 Ratsuchende durch die Schuldnerberater unterstützt. Besonders auffällig sei, so der Bericht, dass circa zehn Prozent der Ratsuchenden über 60 Jahre alt waren. Betroffene dieser Altersgruppe benötigten häufig Unterstützung, um mit Einkommenseinbußen zurecht zu kommen. Dies hing einerseits mit einem zum Beispiel unerwartet frühen Wechsel vom Berufsleben in die Rente oder auch mit dem Verlust des Partners zusammen.

Abrupter Einkommensrückgang

Ähnlich wie in den Vorjahren, lag der Hauptgrund für eine Ver- oder Überschuldung in dem Verlust der Arbeit. „Einen solchen abrupten Einkommensrückgang können viele Haushalte nicht stemmen und geraten daher schnell in Zahlungsschwierigkeiten“, schreibt die Diakonie. Die Suche nach einer neuen Anstellung und auch die damit verbundenen Hürden stellten für viele Verschuldete zusätzliche finanzielle wie psychische Belastungen dar. Das Suchen und Halten einer Arbeitsstelle beschäftige daher viele der Klienten. Besonders schwierig sei es für den Teil der Ratsuchenden, der keine abgeschlossene Ausbildung besitzt.

Neben den offenen Sprechzeiten bietet die Diakonie in Lüdinghausen und Senden zusätzliche, feste Termine an, welche über die Dülmener Zentrale vereinbart werden können. Das Diakonische Werk des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken wird durch den Kreis Coesfeld und das Land NRW gefördert. Das Beratungsangebot ist für alle Bürger des Kreises Coesfeld kostenlos, heißt es abschließend.

Zum Thema

Telefonischer Kontakt und flexible Terminabsprache: Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8.30 bis 14 Uhr unter ' 0 25 94 /91 35 60. Offene Sprechstunden ohne Voranmeldung: Lüdinghausen, evangelischen Gemeindezentrum, jeden ersten Mittwoch, von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie in Senden, Komm-Center, jeden dritten Dienstag von 14 bis 16 Uhr.

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