„70 Jahre Grundgesetz“ am Antonius-Gymnasium
Liebesbriefe, Dank und Mahnungen

Lüdinghausen -

Das Grundgesetz feiert runden Geburtstag. Zum 70-jährigen Bestehen der deutschen Verfassung fand St.-Antonius-Gymnasium eine Veranstaltung mit Schülern der Jahrgangsstufe EF statt. Besonders eindrucksvoll war der Appell des ältesten Teilnehmers einer Fragerunde.

Freitag, 24.05.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 18:17 Uhr
70 Jahre Grundgesetz: Die Schüler des St.-Antonius-Gymnasiums sangen zum Abschluss die Europahymne.
70 Jahre Grundgesetz: Die Schüler des St.-Antonius-Gymnasiums sangen zum Abschluss die Europahymne.

Wiedervereinigung, Warschauer Kniefall, deutliche Veränderungen bei der Rolle der Frau: Seit dem Erlass des Grundgesetzes vor 70 Jahren ist viel passiert, wie die Schüler der Jahrgangsstufe EF des St.-Antonius-Gymnasiums in einem längeren Film bei der Veranstaltung „Demokratie braucht Demokraten“ zum 70. Verfassungsgeburtstag am Donnerstag präsentierten.

Vorteile der Demokratie

Mit „Liebesbriefen an die Demokratie“ und dem Verlesen von Gedanken älterer Mitbürger durch Schülerinnen wurde deutlich, welche Vorteile die Demokratie mit sich bringt. Freie Wahlen für einen ehemaligen DDR-Bürger, Bildung für alle, aber auch die Zerbrechlichkeit der Demokratie im Rückblick auf die Weimarer Republik wurden thematisiert. „Danke, Grundgesetz, dass es dich gibt“, hieß es in einem der verlesenen Texte.

Das demokratische Gefühl muss wach bleiben.

Zeitzeuge Johannes Suttrup

„Das demokratische Gefühl muss wach bleiben“, mahnte Zeitzeuge Johannes Suttrup in der voll besetzten Aula. „Seid wach, unterscheidet und wählt“, appellierte der 98-Jährige eindrucksvoll an die junge Generation. Der Demokratie drohten derzeit große Gefahren durch populistische Gruppierungen. In einer von den Schülern Jan Drees und Maja Potthink moderierten Fragerunde erläuterten neben Suttrup auch Bürgermeister Richard Borgmann und Anton-Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt ihre persönlichen Verbindungen zur Demokratie und die Bedeutung, die das Grundgesetz für sie hat.

Wiedervereinigung

„Unser aller stetige Aufgabe ist es, das Grundgesetz zu verteidigen. Für die Demokratie müssen wir arbeiten“, meinte Borgmann und nannte die Wiedervereinigung als sehr entscheidenden Moment in der deutschen Geschichte.

„Ich hätte nicht gedacht, dass zu meinen Lebzeiten die Wiedervereinigung möglich ist“, bekräftigte auch Suttrup. Hüttenschmidt stellte die Möglichkeiten, die durch Bildung für alle entstehen, in den Vordergrund und freute sich mit den Schülern: „Es ist schön, dass ihr diese Möglichkeiten habt. Hoffentlich nutzt ihr sie.“ Zum Finale der Veranstaltung wurde vor dem Eingang ein Gedenkbaum, an dem Bänder mit Werten des Grundgesetzes wie „Meinungsfreiheit“ angebracht sind, eingeweiht. Dazu griffen Borgmann, Suttrup und Hüttenschmidt jeweils symbolisch zum Spaten.

Einige Schüler brachten weitere Bänder an und lasen Texte vor. Zusammen mit den Schülern der fünften Klassen intonierten die Anwesenden gemeinsam zum Schluss die National- und die Europahymne.

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