Bauausschuss in den Borkenbergen
Denkmalschutz und Naturerlebnis

Seppenrade -

Ein Ausflug nach Seppenrade stand vor der Sitzung des Bauausschusses auf dem Programm der Kommunalpolitiker. Vis-à-vis des Flugplatzes Borkenberge besichtigten sie die ehemalige evangelische Kapelle und den Campingplatz „Naturpott Borkenberge“, der sein Gesicht bereits stark gewandelt hat.

Samstag, 25.05.2019, 09:00 Uhr
Strammes Besichtigungsprogramm: Die Bauausschussmitglieder sahen sich vis-à-vis des Flugplatzes Borkenberge sowohl die ehemalige evangelische Kapelle (Bilder) als auch den Campingplatz „Naturpott“ an, der zurzeit komplett umgestaltet wird.
Strammes Besichtigungsprogramm: Die Bauausschussmitglieder sahen sich vis-à-vis des Flugplatzes Borkenberge sowohl die ehemalige evangelische Kapelle (Bilder) als auch den Campingplatz „Naturpott“ an, der zurzeit komplett umgestaltet wird. Foto: Anne Eckrodt

Ausflug in die Borkenberge: Vor der Sitzung in der Burg Lüdinghausen am Donnerstagabend sah sich der Bauausschuss den neuen Radweg an der Ringstraße, die Umbauarbeiten auf dem Campingplatz und die ehemalige evangelische Kapelle vis-à-vis des Flugplatzes an. Für Letztere hat Eigentümer Jürgen Nachtigall einen Antrag auf Denkmalschutz gestellt.

„Vor allem die Dachkonstruktion ist etwas ganz Besonderes“, betonte der Dülmener bei der Besichtigung. Sie ist ein Hebelstabwerk und besteht ausschließlich aus ineinandergesteckten Holzteilen. Verwaltungsmitarbeiter Bastian Spliethoff wies noch auf einige andere, auch vom Landschaftverband Westfalen-Lippe als denkmalwürdig anerkannte Elemente hin. Dazu zählen zum Beispiel die Originalfensteröffnungen auf der Rückseite des 1936 errichteten Gebäudes, in dem Nachtigall Ferienwohnungen plant. „1938 wurde das Innere der Kapelle von Nationalsozialisten verwüstet“, berichtete Spliethoff.

Hier ist viele Jahre nichts investiert worden.

Thomas Fischer

Einen Steinwurf entfernt arbeitet Thomas Fischer mit seinem Team mit Hochdruck daran, den Campingplatz komplett umzugestalten. Der Betreiber hat das Areal, das dem Graf von Westerholt gehört, Anfang 2018 übernommen. „Hier ist viele Jahre nichts investiert worden. Ich suche nun den Weg zurück zum Tourismus“, erzählte Fischer.

Campingplatz-Betreiber Thomas Fischer (r.) erläuterte den Politikern den Stand der Umbauarbeiten.

Campingplatz-Betreiber Thomas Fischer (r.) erläuterte den Politikern den Stand der Umbauarbeiten. Foto: Anne Eckrodt

180 Parzellen für Jahrescamper wird der „Naturpott Borkenberge“, wie der Platz nun heißt, künftig bieten. Hinzu kommen 80 Kurzzeitplätze sowohl für Wohnwagen als auch für Campingmobile. Mit knapp einer Million Euro schlägt der auf drei Jahre angelegte Umbau laut Fischer zu Buche. Das Rezeptionsgebäude ist bereits so gut wie fertig, der Spielplatz ebenfalls. Daran angrenzend, im vorderen Bereich des Geländes, entsteht derzeit ein Naturbad. „Das ist so angelegt, dass es von 300 Besuchern gleichzeitig genutzt werden kann. Allerdings wird es ausschließlich unseren Gästen zur Verfügung stehen“, machte Fischer deutlich. Den ersten Teil der neugestalteten Stellplätze will der Betreiber im Juli freigeben. Pünktlich dazu soll auch die Gastronomie – in diesem Sommer zunächst nur auf der Außenterrasse – ihren Betrieb aufnehmen.

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