Angebot der Hospizbewegung
Radelnd von Friedhof zu Friedhof

Lüdinghausen -

Die Hospiz-Bewegung bewegt sich – bei einer Fahrradtour. Die führt nicht ins Blaue, sondern ist ein Angebot an alle, sich über die Themen Tod, Trauer und Bestattungen intensiver mit der Stadtgeschichte Lüdinghausens zu befassen.

Donnerstag, 30.05.2019, 12:00 Uhr
Haben das Denkmal für den früheren Amtsgerichtsdirektor Bernard Strotkamp an der St.-Felizitas-Kirche in die Tour eingebaut (v.l.): Margarete Hake, Michael Kertelge und Monika Birkenfeld-Becker.
Haben das Denkmal für den früheren Amtsgerichtsdirektor Bernard Strotkamp an der St.-Felizitas-Kirche in die Tour eingebaut (v.l.): Margarete Hake, Michael Kertelge und Monika Birkenfeld-Becker. Foto: Anne Eckrodt

Es ist kein gewöhnlicher Weg, sich der Stadtgeschichte zu nähern. Umso gespannter sind Margarete Hake und Monika Birkenfeld-Becker , Koordinatorinnen der Hospiz-Bewegung Lüdinghausen/Seppenrade, wie ihr Vorhaben ankommt: Am 17. Juni (Montag) bieten sie erstmals eine Radtour unter dem Motto „Hospiz trifft Stadtgeschichte“ an.

„In meiner Kindheit war der Umgang mit Ritualen rund um das Sterben und den Tod etwas ganz Normales. Das hat sich im Laufe der Zeit jedoch geändert. Diese Radtour soll nun eine ganz andere Form und neue Möglichkeiten bieten, um über das Thema zu reden“, erläuterte Hake bei einem Pressegespräch im Hakehaus die Intention des Angebots. Und Birkenfeld-Becker fügte hinzu: „Sich bei der Annäherung an das Thema zu bewegen, tut sicher gut.“

Auf den ersten Blick ist die Idee sicherlich ungewöhnlich.

Michael Kertelge

Mit der Idee liefen die beiden Koordinatorinnen der Hospiz-Bewegung bei Michael Kertelge offene Türen ein. Schließlich ist er nicht nur Pastoralreferent, sondern auch begeisterter Historiker. „Auf den ersten Blick ist die Idee sicherlich ungewöhnlich, Friedhöfe sind ja nicht so die üblichen Orte für Stadtrundgänge“, räumte Kertelge ein, um direkt hinterher zu schieben: „Gleichzeitig lässt sich am Thema Tod, Trauer und Bestattungen viel an Stadtgeschichte deutlich machen.“

Mit den Teilnehmern der Radtour will er am 17. Juni unter anderem den jüdischen Friedhof, den alten katholischen Friedhof an der St.-Felizitas-Kirche, den neuen Friedhof an der Mühlenstraße (neben dem Kindergarten St. Elisabeth), den aktuellen städtischen Friedhof (Auf der Geest) sowie den evangelischen Friedhof an der Stadtfeldstraße ansteuern. Auch die Stele, die den Standort der ersten Leichenhalle an der Ecke Neustraße/Mühlenstraße markiert, werde eine Rolle spielen, kündigte Kertelge an.

Leihräder stehen zur Verfügung

Die Tour startet um 19 Uhr am Hakehaus, Wolfsbergerstraße 9, und dauert bis 20.30 Uhr. Für Auswärtige besteht die Möglichkeit, ein Fahrrad auszuleihen. Wer davon Gebrauch machen möchte, sollte sich anmelden ( ✆ 01 60/2 61 11 71 oder per E-Mail hake@hospizbewegung-lh.de). „Alle anderen können ohne Anmeldung direkt zum Treffpunkt kommen“, so Kertelge. Sollte es an dem Abend stark regnen, hat er bereits einen Plan B im Hinterkopf: „Dann gibt es eine kürzere Tour, eine Art ,Best of‘.“

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