Lauftreff zu Besuch in Nysa
Mehr als nur ein Sporterlebnis

Lüdinghausen -

Bereits zum fünften Mal nahmen Mitglieder vom Lüdinghauser Lauftreff am „Bieg Nyski“ in der Partnerstadt Nysa teil. Doch das war nur der sportliche Teil einer interessanten Stippvisite.

Mittwoch, 12.06.2019, 12:00 Uhr
Tomas Spurny (vorne r. mit Fahrrad), Bürgermeister des benachbarten Sumperk, ließ es sich nicht nehmen, die Läufer aus Lüdinghausen zu begrüßen.
Tomas Spurny (vorne r. mit Fahrrad), Bürgermeister des benachbarten Sumperk, ließ es sich nicht nehmen, die Läufer aus Lüdinghausen zu begrüßen. Foto: privat

„Wenn Sie im kommenden Jahr wieder nach Nysa kommen, werden sie ein ganz anderes Stadtbild vorfinden“, sagte Bürgermeister Kordian Kolbiarz , als er das Team des Lauftreffs Lüdinghausen vor der Rückreise nach Deutschland im Rathaus von Nysa am Montagmorgen empfing und als Dank für den Besuch und die Teilnahme am Stadtlauf „Bieg Nyski“ Geschenke überreichte. Dabei betonte er die gute Freundschaft der Sportler beider Städte. Bereits zum fünften Mal nahmen die Lüdinghauser Läufer am „Bieg Nyski“ teil (siehe gesonderten Bericht im Lokalsport).

Mit Champagner begrüßt

Nach der rund elfstündigen Anreise und dem Abendessen im Diözesanhaus, das im September zu einem Altenheim umgebaut wird, stand der erste Höhepunkt der Reise auf dem Programm. Robert Leszczynski , Besitzer des Court Park Hotels und den anderen Gebäuden im ehemaligen Bischofshof, begrüßte die Lüdinghauser Gäste nicht nur mit Champagner, sondern lud zu einer Besichtigung der großen Anlage und den Restaurants mit dem Ballsaal ein. Im großen illuminierten Innenhof ging der erste Abend zu Ende.

Wasser war das Thema am Samstag. Slawomir Janik, Direktor „Polnische Wasser“ mit Sitz in Oppeln, erläuterte seinen Gästen den Sinn und Zweck der fünf Stauseen im Großraum Nysa. Zwei Wasser-Kraftwerke, die nicht nur Strom gewinnen, sondern auch für den Wasserausgleich in den Flüssen Neisse und Oder sorgen, wurden mit ihren unterschiedlichen Techniken besichtigt.

Stadtrundgang in Sumperk

Nach dem Lauf am Samstagabend trafen sich die Lüdinghauser Läufer und ihre Begleiter mit den Athleten aus der tschechischen Partnerstadt Sumperk (Schönberg) noch spät zu einem gemeinsamen Abendessen. Am Sonntag sah man sich schon wieder, denn der Lauftreff war zu einem Besuch ins gut 80 Kilometer entfernte Sumperk gefahren, wo sie von Bohuslav Vondruska, dem Leiter des Kultur- und Tourismusamtes der Stadt, und ebenfalls am Abend vorher beim „Bieg Nyski“ am Start, zu einem Stadtrundgang eingeladen wurden. Dieser startete vom 55 Meter hohen Rathausturm aus, der einen wunderbaren Rundblick auf das Umland mit seinen knapp 1500 Meter hohen Bergen bot.

Die Dauerausstellung „Hexenprozesse“ im Geschaderhaus war ein weiterer Höhepunkt. Zu einem Kaffeetrinken kam auch der neue Bürgermeister Tomas Spurny vorbei. Einige der Läufer kannten ihn bereits aus früheren Begegnungen in Nysa. Er stellte in gutem Deutsch die Stadt mit ihren 27 000 Einwohnern vor und schwärmte von den guten Bedingungen für den Skisport im Winter und lud die Lüdinghauser ein, im kommenden Jahr beim „Sumperun“, einen Stadtlauf durch die hügelige Stadt, der eine Woche vor dem in Nysa stattfindet, zu starten. Mit einem Bildband von Lüdinghausen und ein paar westfälischen Spezialitäten bedankten sich die Gäste für die herzliche Aufnahme, nachdem auch die Läufer noch beschenkt worden waren.

Am letzten Abend dann trafen sich das Laufteam, Mitglieder des Vereins „Freunde der Neisser Partnerstädte“, mit der Vorsitzenden Regina Stajak, die an allen Tagen das Team aus Lüdinghausen betreute, der stellvertretende Bürgermeister Piodr Bobak, und die stellvertretende Landrätin Joanna Burska zu einem Abendessen.

Jetzt freuen sich alle auf ein Wiedersehen beim Stadtfestlauf im September in Lüdinghausen, bei dem auch Bobak und Burska wieder am Start sein werden.

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