Kurzinterview
Drei Fragen an Richard Borgmann

In seiner Funktion als Sprecher der Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld war Bürgermeister Richard Borgmann am Dienstag im NRW-Umweltministerium zu Besuch. Der Anlass ist ein ungenehmer: die immer weiter fortschreitende Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners.

Donnerstag, 13.06.2019, 09:00 Uhr
Nur in Schutzausrüstung lassen sich die Gespinste gefahrlos entfernen. Bürgermeister Richard Borgmann (r.) hofft auf finanzielle Unterstützung durch das Land.
Nur in Schutzausrüstung lassen sich die Gespinste gefahrlos entfernen. Bürgermeister Richard Borgmann (r.) hofft auf finanzielle Unterstützung durch das Land. Foto: nit/pi

Richard Borgmann , Bürgermeister der Stadt Lüdinghausen und Sprecher der Bürgermeister im Kreis Coesfeld:

Sie waren gerade in Düsseldorf, um in Ihrer Funktion als Sprecher der Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld im Umweltministerium wegen der Problematik des vermehrten Befalls durch den Eichenprozessionsspinner vorzusprechen. Was haben Sie sich davon versprochen?

Richard Borgmann: Unser Anliegen war, deutlich zu machen, dass dieses Problem auf kommunaler Ebene alleine nicht mehr gelöst werden kann. Das übersteigt bei Weitem die Möglichkeiten der hiesigen Kommunen. Denn der Eichenprozessionsspinner kennt keine Stadt- und Gemeindegrenzen. Da müssen konzertierte Maßnahmen ergriffen werden. Alles andere würde keinen Sinn ergeben.

Und mit welchem Ergebnis sind Sie zurückgekommen?

Borgmann: Zunächst mal mit einem sehr positiven. Man hat im Umweltministerium den Ernst der Lage erkannt und will die Problematik auch auf Landesebene und darüber hinaus angehen. Schließlich stellt sich das Problem ja nicht nur in Nordrhein-Westfalen. Am Dienstag haben wir im Ministerium zudem in einer Expertenrunde, unter anderem auch mit Vertretern des Landesbetriebs Straßen sowie des Landesbetriebs Wald und Forst, die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Bekämpfung diskutiert. Darüber hinaus ist geplant, Experten aus den Niederlanden zu hören. Dort hat man mit diesem Phänomen schon länger zu tun. Nach den Sommerferien wird es dann ein erneutes Treffen geben, bei dem die nächsten Schritte besprochen werden sollen.

Die Bekämpfung des Schädlings ist aufwendig und kostenintensiv. Gab es Zusagen, dass das Land den Kommunen finanziell helfen wird?

Borgmann: Bislang noch nicht. Aber da es sich um ein landesweites Problem handelt, sollte eine finanzielle Beteiligung – von welcher Seite auch immer – auf der Hand liegen.

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