Neubau und Sanierung der Ludgerischule
Stadt nimmt viel Geld in die Hand

Lüdinghausen -

Seit gut drei Jahren beschäftigen sich Verwaltung und Politik mit der Ludgerischule. Am Donnerstag wurde der erste Aufschlag für Sanierung und Neubau der Grundschule getan. Rund 6,5 Millionen Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand. Mit der Planung beauftragt wurde das Büro „Lindner Lohse Architekten“, das auch schon die Sekundarschule betreut.

Freitag, 14.06.2019, 09:00 Uhr
Zum ersten Aufschlag des geplanten Neubaus und der Sanierung an der Ludgerischule trafen sich am Donnerstag (v.l.) die Verwaltungsmitarbeiter Friedhelm Beck und Daniel Ackermann, Architektin Wibke Evert, André Hülsheger (Verwaltung), Schulleiterin Tanja Grewe, die Schulpflegschaftsvorsitzende Eva Rethmann und der städtische Beigeordnete Matthias Kortendieck.
Zum ersten Aufschlag des geplanten Neubaus und der Sanierung an der Ludgerischule trafen sich am Donnerstag (v.l.) die Verwaltungsmitarbeiter Friedhelm Beck und Daniel Ackermann, Architektin Wibke Evert, André Hülsheger (Verwaltung), Schulleiterin Tanja Grewe, die Schulpflegschaftsvorsitzende Eva Rethmann und der städtische Beigeordnete Matthias Kortendieck. Foto: wer

Tief in die Kasse greift die Stadt bei der Sanierung und dem Neubau der Ludgerischule. Rund 6,5 Millionen Euro werden in die Hand genommen, kündigte am Donnerstag der städtische Beigeordnete Matthias Kortendieck im Rahmen eines Pressegesprächs in der Grundschule an. „Das ist eine außerordentliche Summe. Die Schule ist uns wichtig, wir wollen sie für die Zukunft sichern“, begründete er diese Investition, die nach Ansicht aller Beteiligten auch dringend nötig ist. Bereits seit 2016 sind Verwaltung, Politik und Schule mit dem Thema beschäftigt.

Die Schule ist uns wichtig, wir wollen sie für die Zukunft sichern.

Matthias Kortendieck

Mit einer ersten Bestandsaufnahme sowie der grundsätzlichen Planung wurde das Dortmunder Büro „Lindner Lohse Architekten“ beauftragt, das auch schon für die Sekundarschule auf der gegenüberliegenden Straßenseite tätig ist. Es würden zunächst verschiedene Varianten für den Neubau erarbeitet, erklärte Architektin Wibke Evert : „Wir ermitteln Bedarfe, dafür nehmen wir die Gegebenheiten auf.“

Baustart für den Neubau soll im Jahr 2020 sein, erläuterte Friedhelm Beck, Mitarbeiter des städtischen Gebäude- und Immobilienmanagements. Bis zum Sommer 2022 solle dieser dann fertiggestellt sein. Anschließend gehe es um die Sanierung des Altbaus der Schule. Erst wenn dieses Projekt abgeschlossen sei, werde der andere noch aus den 1960er Jahren stammende Gebäudetrakt abgerissen. Bis zur Jahresmitte 2023 werde schließlich noch das Umfeld der Schule gestaltet. Das Grundstück umfasst immerhin eine Fläche von rund 13 800 Quadratmetern.

Wir wollen keine Containerlösung.

Tanja Grewe

Dieses etappenweise Vorgehen ist Tanja Grewe besonders wichtig. „Wir wollen keine Containerlösung“, betonte die Schulleiterin und ist sich da mit Elternvertreterin Eva Rethmann einig. „Das bekommen wir hin", versicherte Evert. Offen ist noch, ob die neue Ludgerischule auch eine eigene Mensa beziehungsweise einen Multifunktionsraum erhält. Den befürworten Grewe und Rethmann im Namen von Kollegium und Elternschaft ausdrücklich. Diese wichtige Entscheidung dürfe keine reine Frage der Kosten sein. Aber, bekräftigte Kortendieck: „Wir gehen ergebnisoffen an die Sache heran.“

Wir gehen ergebnisoffen an die Sache heran.

Matthias Kortendieck

Nach Fertigstellung und Sanierung stehen der Grundschule im Neubau 1500 Quadratmeter und im Altbau 750 Quadratmeter zur Verfügung. Im alten Gebäudeteil kommt dann auch die Offene Ganztagsbetreuung unter. Zudem entstehen dort Klassenräume, berichtete die Architektin weiter. In welchem Bereich des Grundstücks der Neubau realisiert werden soll, steht noch nicht fest. Es gebe verschiedene Gedankenspiele, sagte Evert.

Der Unterricht wird während der Bauphase nicht beeinträchtigt.

Tanja Grewe

In jedem Fall wird es eine Verbindung zum bestehenden Altbau geben. Die Baumaßnahme soll im laufenden Schulbetrieb umgesetzt werden. Wichtig sei dabei allerdings, so betonte die Schulleiterin: „Der Unterricht wird während der Bauphase nicht beeinträchtigt.“

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