Workshop für Zusatzbezeichnungen aus Ortseingangsschildern
Wasser-Burgen-Stadt und Rosendorf

Lüdinghausen -

Bei einem Workshop machten sich Bürger Gedanken über mögliche Zusatzbezeichnungen auf den Ortsschildern. Seppenrade könnte danach offiziell das Rosendorf sein und Lüdinghausen mit dem Zusatz Wasser-Burgen-Stadt für seine Besonderheiten werben.

Freitag, 14.06.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 15:46 Uhr
Gut ein Dutzend Bürger beteiligte sich an dem Workshop für die Zusatzbezeichnungen an den Ortseingangsschildern.
Gut ein Dutzend Bürger beteiligte sich an dem Workshop für die Zusatzbezeichnungen an den Ortseingangsschildern. Foto: Marion Fenner

Wasser-Burgen-Stadt Lüdinghausen und Rosendorf Seppenrade – so könnten noch in diesem Jahr Zusatzbezeichnungen auf den Ortseingangsschildern lauten. Bei einem Workshop im St.-Antonius-Gymnasium waren Bürger aufgefordert worden, Ideen für diese Zusätze zu entwickeln. Unterstützt wurden die Teilnehmer dabei von Prof. Dr. Vanessa Haselhoff und Prof. Dr. Hartmut Holzmüller vom Institut für Marketingberatung aus Dortmund. Gut ein Dutzend Bürger war gekommen, darunter Vertreter von Heimat- sowie von Sport- und Kulturvereinen ebenso wie Stadtführer.

Alleinstellungsmerkmale

Zunächst sollten die Stärken und Alleinstellungsmerkmale von Lüdinghausen und Seppenrade herausgestellt werden. Wasser, Natur, die Schullandschaft, natürlich die Burgen, der Rosengarten, die weltweit einzigartigen Ammonitenfunde, die Gastronomie und Kultur waren Begriffe, die auf Karten geschrieben wurden und anschließend an der Pinnwand landeten. Schon dabei zeichnete sich ab, dass Burgen, Rosen und Ammoniten zu den Favoriten gehörten.

Ammoniten

  Foto: Marion Fenner

In einer zweiten Runde waren konkrete Vorschläge für eine Zusatzbezeichnung auf einem Schild gefragt. Haselhoff und Holzmüller hatten Beispiele gezeigt, die des schon gibt: „Glockenstadt Gescher“, Stadt der Fernuniversität Hagen“, „Klingenstadt Solingen“ oder „Horstmar Stadt der Burgmannshöfe“. Für Seppenrade kristallisierte sich schnell heraus, dass es die Rosen und der Rosengarten sind, die Touristen locken und auf die der Ort stolz ist. Zwar seien die Ammoniten auch etwas ganz besonderes, doch vielleicht für Auswärtige erklärungsbedürftig, so der Tenor unter den Teilnehmern. Einigkeit bestand darüber, Seppenrade auf jeden Fall mit einem eigenen Zusatz auszuzeichnen. Das fördere nicht die Trennung zwischen beiden Orten, sondern lasse dem Stadtteil seine eigene Identität.

  Foto: Marion Fenner

Für Lüdinghausen sind die Burgen das Alleinstellungsmerkmal. Doch sind es heute wirklich drei, oder doch nur zwei? „Früher waren es neun“, sagte ein Workshop-Teilnehmer. Aber Wasser sei das Verbindende. Steverstadt, war auch ein Vorschlag, aber ein Begriff, den auch andere Orte für sich beanspruchen könnten. Bleiben die Wasserburgen.

Ich fände es mit einem Punkt zwischen den Worten sexy.

Prof. Dr. Hartmut Holzmüller

Diskutiert haben die Bürger über die Schreibweise. „Ich fände es mit einem Punkt zwischen den Worten sexy“, sagte Holzmüller augenzwinkernd. Darüber, wie es nun geschrieben werden soll, wurde nicht entschieden. „Wir müssen uns noch erkundigen, was aus rechtlichen Gründen auf dem Ortsschild stehen muss“ erklärte Stadt-Pressesprecherin Anja Kleykamp. Ob zwingend der Kreis Coesfeld erwähnt werden müsse oder auf dem Schild in Seppenrade zu erwähnen sei, dass es sich um einen Ortsteil von Lüdinghausen handelt. Jetzt soll, möglichst in der Sitzung am 11. Juli (Donnerstag), dem Rat eine entsprechende Vorlage zur Entscheidung vorgelegt werden. Dann bedarf es noch der Zustimmung des Landes.

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