Heimatverein erkundet die Hirsch-Wiese in Ondrup
Es brummt und blüht

Seppenrade -

Die Hirsch-Wiese hat Erich Hirsch zu einer ökologisch wertvollen Ausgleichsfläche umgestaltet. Vertreter der Heimatvereine und der Stadtverwaltung haben gemeinsam mit Bürgermeister Richard Borgmann die Fläche angeschaut, auf der sich seltene Pflanzen, Insekten und Vögel wohl fühlen.

Donnerstag, 13.06.2019, 19:00 Uhr
Vertreter der beiden Heimatvereine aus Lüdinghausen und Seppenrade trafen sich mit Bürgermeister Richard Borgmann und dem städtischen Umweltbeauftragten Heinz-Helmut Steenweg (2.v.r.) auf der HirschWiese. Erich Hirsch (Mitte) und Dr. Detlev Kröger, erster Vorsitzender des NABU Kreisverband Coesfeld (4.v.r.), informierten rund um das Thema Artenvielfalt.
Vertreter der beiden Heimatvereine aus Lüdinghausen und Seppenrade trafen sich mit Bürgermeister Richard Borgmann und dem städtischen Umweltbeauftragten Heinz-Helmut Steenweg (2.v.r.) auf der HirschWiese. Erich Hirsch (Mitte) und Dr. Detlev Kröger, erster Vorsitzender des NABU Kreisverband Coesfeld (4.v.r.), informierten rund um das Thema Artenvielfalt. Foto: Stadt Lüdinghausen

Mitglieder der Heimatvereine Lüdinghausen und Seppenrade haben jetzt in Begleitung von Bürgermeister Richard Borgmann und dem städtischen Umweltbeauftragten Heinz-Helmut Steenweg die Erich-Hirsch-Wiese in der Bauerschaft Ondrup besucht. Erich Hirsch erklärte vor Ort gemeinsam mit Dr. Detlev Kröger, dem ersten Vorsitzenden des NABU-Kreisverbandes Coesfeld, wie er die städtische Ausgleichsfläche mit viel Arbeitseinsatz und Geduld innerhalb von wenigen Jahren zu einer hochwertigen ökologischen Wiese ausgebaut hat, heißt es im Pressetext der Stadtverwaltung.

Pflegemaßnahmen

„Mit bestimmten Pflegemaßnahmen kann man Artenreichtum erhalten“, sagte Hirsch. Am wichtigsten seien das regelmäßige Mähen und Entfernen des Mahdguts. Danach erst käme das Säen. Beim Mähen würden dem Boden Nährstoffe entzogen. So könnten sich auch andere als die üblichen Arten ansiedeln, für die ein nährstoffarmer Boden lebenswichtig ist. Hirsch schwört auf das Prinzip „Null Düngung“. Trotzdem ist das Gras nach zehn Jahren sehr hoch gewachsen. Falter, Raupen und Insekten fühlen sich in Gesellschaft von Margeriten, Habichtskraut und Acker-Witwenblumen wohl. Auch die Wilde Karde, die Hauptnahrungsquelle für Distelfinken, ist auf der „Hirsch-Wiese“ zu entdecken.

Nisthilfen

Einige Insektennisthilfen, dem Laien eher unter dem Namen „Insektenhotel“ bekannt, stehen auf der Wiese. Hier gibt es für die Tiere genug Nektar zu saugen und Pollen zu holen. Die Besucher staunten nicht schlecht, als sie sogar Orchideen und Wiesenglockenblumen zu sehen bekamen. „Die Orchideen sind das Kostbarste, was wir hier haben“, sagte Kröger. Er appellierte an Gartenbesitzer, auch den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Jeder könne etwas für den Artenschutz tun. „Das ist schon eine Augenweide“, war von den Besuchern zu hören, die Erich Hirsch für seine Mühe ein großes Lob aussprachen.

Kröger nutzte die Gelegenheit, um einige Wünsche an die Stadt zu äußern. Borgmann lud ihn daraufhin in eine der nächsten Bürgermeisterkonferenzen als Gast ein, um dort seine Ideen vorzutragen. „Der Artenschutz ist eine Aufgabe, die für alle Kommunen im Kreis Coesfeld eine große Rolle spielt und gemeinsam angegangen werden sollte“, erklärte Borgmann. Außerdem lud er Hirsch und Kröger ein, auf der nächsten Frühjahrstagung der Vereinigung Cittaslow, die in Lüdinghausen stattfinden wird, ihre Projekte vorzustellen.

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