Projekt zur Berufsorientierung
Einmal im Bogen gemauert

Lüdinghausen -

Achtklässler der Sekundarschule durften auf der Burg Vischering mit Maurer Matthias Krusel verschiedene Bögen herstellen. Dabei handelte es sich um ein Projekt zur Berufsorientierung, das den Schülern viel Spaß gemacht hat.

Donnerstag, 20.06.2019, 14:00 Uhr
Maurer für einen Tag: Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil
Maurer für einen Tag: Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil Foto: Marion Fenner

Mit einfachen Dingen halten sich die Achtklässler der Technikgruppe der Sekundarschule gar nicht erst auf. Wenn sie Maurerkelle und Ziegelsteine in die Hand nehmen, dann wird nicht einfach geradeaus gemauert. Dann dürfen es auch anspruchsvolle Bögen sein. Die Schüler, die sich für den technischen Bereich an der Sekundarschule entschieden haben, waren jetzt eingeladen, auf der Burg Vischering das Maurerhandwerk kennenzulernen. Matthias Krusel vom gleichnamigen Hochbauunternehmen aus Seppenrade stand den Schülern dabei zur Seite.

Architektur

Dabei handelte es sich um ein Pilotprojekt zur Berufsorientierung, das vom MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)-Projekt, gemeinsam mit dem Netzwerk „Zukunft durch Innovation“ (zdi-Netzwerk) des Kreises Coesfeld entwickelt wurde und zu 50 Prozent von der Regionaldirektion NRW gefördert wird. „Ziel ist es, bei Schülern das Interesse für technische und naturwissenschaftliche Bereiche zu wecken“, erklärt Detlef Schütt vom Dezernat für Arbeit und Soziales, Schule und Kultur, Jugend und Gesundheit beim Kreis Coesfeld.

Projekt zur Berufsorientierung an der Sekundarschule

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  • Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil.

    Foto: Marion Fenner
  • Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil.

    Foto: Marion Fenner
  • Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil.

    Foto: Marion Fenner
  • Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil.

    Foto: Marion Fenner
  • Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil.

    Foto: Marion Fenner
  • Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil.

    Foto: Marion Fenner
  • Achtklässler der Sekundarschule nahmen an einem besonderen Pilotprojekt zur Berufsorientierung auf der Burg Vischering teil.

    Foto: Marion Fenner

Los ging der Tag mit einer Führung über die Burg, bei der es schon sehr viele gemauerte Bögen zu sehen gab. Norma Sukup, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Kreis Coesfeld, gab den Schülern eine Einführung zur Architektur und Statik. Zusätzlich erhielten die Jugendlichen Informationen zur Tragkraft von Bögen und dazu, wie diese berechnet wird. Dafür gab es Unterstützung vom kreiseigenen Pictorius-Berufkolleg und dem ehemaligen Mathe-Lehrer Gregor Leydag.

Das ist Physik und hat etwas mit Kraftverteilung zu tun.

Schüler der Sekundarschule

Beim anschließenden praktischen Teil waren die Schüler voll in ihrem Element. Die meisten hatten Arbeitshosen, Sicherheitsschuhe und sogar einen Zollstock mitgebracht und fühlten sich in der Rolle des Maurers ganz offensichtlich wohl. „Es war wirklich toll, wie die Jungen bei der Sache waren, ich habe mir die Aufgabe heute weit schwieriger vorgestellt“, sagte Krusel mit einem Augenzwinkern nachdem die fertigen Bögen präsentiert wurden. Segment- und Rundbögen hatten die Schüler gebaut. Ein Bogen war nicht gemauert, sondern hielt ausschließlich mit Holzkeilen zwischen den Steinen. „Das ist Physik und hat etwas mit Kraftverteilung zu tun“, erklärte einer der Schüler stolz.

Tragkraft

Die anderen Bögen wurden gemauert. Ob es nun stimmt, dass so ein Bogen viel Gewicht tragen kann, musste zum Abschluss ausprobiert werden. „Ich setzte mich freiwillig drauf, sagte ein Junge. „Ich wiege nur 40 Kilo.“ Auf dieses Experiment ließ sich Krusel nicht ein, sondern legte vorsichtig einen Ziegelstein nach dem anderen auf den Bogen. Bei 22 Steinen krachte der Bogen in sich zusammen. „Das waren etwa 50 Kilogramm“, sagte Krusel. Den Jungen hätte der noch nicht fertig getrocknete Bogen also doch getragen.

Im Namen aller Teilnehmer bedankte sich Florian zum Abschluss für den Tag: „Wir haben hier heute sehr viel Spaß gehabt.“

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