Udo Arntzen tritt mit „Rockin‘ 1000“ im Frankfurter Stadion auf
Die größte Band der Welt

Lüdinghausen -

Udo Arntzen hat am 7. Juli seinen ganz großen Auftritt. Eigentlich spielt der Hobby-Schlagzeuger aus Lüdinghausen in der Band „blendWERK“. Gerade probt er für das Konzert mit den „Rockin‘ 1000“ im Frankfurter Stadion.

Samstag, 22.06.2019, 10:00 Uhr
Udo Arntzen spielt Schlagzeug bei „blendWERK“ – und hat am 7. Juli als einer der „Rockin‘ 1000“ im Frankfurter Stadion einen Auftritt vor großem Publikum.
Udo Arntzen spielt Schlagzeug bei „blendWERK“ – und hat am 7. Juli als einer der „Rockin‘ 1000“ im Frankfurter Stadion einen Auftritt vor großem Publikum. Foto: Heidrun Riese

Eigentlich hätte Udo Arntzen am ersten Juli-Wochenende einen Auftritt mit seiner Band gehabt. Doch nun nehmen „blendWERK“ ohne ihren Schlagzeuger an der „ Grünflächenunterhaltung “ teil. Denn statt auf der Promenade in Münster macht der Lüdinghauser bei „Rockin‘ 1000“ mit und will es vor großem Publikum in der Commerzbank-Arena in Frankfurt so richtig krachen lassen.

„Rockin‘ 1000“ – das ist das italienische Projekt, das 2015 im Internet mit einem Video für Furore sorgte, in dem 1000 Musiker zusammen „Learn to fly“ von den Foo Fighters spielten, um die US-Band um Dave Grohl für ein Konzert in ihre Region zu holen. Auch bei Arntzen sprang der Funke damals sofort über. „Ich habe das Video zig mal geguckt und war so begeistert, dass ich fast Tränen in den Augen hatte“, erzählt er. Im folgenden Jahr versammelten die Macher von „Rockin‘ 1000“ über 1200 Musiker in Cesana, um mit der größten Band der Welt ein abendfüllendes Konzert zu spielen. Genau so eines findet am 7. Juli (Sonntag) in Frankfurt statt, mit Arntzen an einem der vielen Schlagzeuge.

Ich habe das Video zig mal geguckt und war so begeistert, dass ich fast Tränen in den Augen hatte.

Udo Arntzen

Darauf aufmerksam wurde der Hobby-Musiker, der als Architekt seine Brötchen verdient, durch einen Artikel in der Fachzeitschrift „Sticks“. Er meldete sich über die Webseite des Projekts an, schickte ein Video von „blendWERK“ mit und erhielt noch am selben Tag eine Zusage. Seit knapp zwei Monaten übt der 59-Jährige nun für seinen großen Auftritt. „Für jedes Instrument gibt es online Tutorials“, erklärt er. 18 Songs studiert Arntzen für das Konzert ein. Darunter ist auch der Titel, mit dem alles angefangen hat: „Learn to fly“. Er geht die Sache mit großem Ehrgeiz an. „Man muss sich schon mit den Liedern auseinandersetzen, auch wenn man sie kennt“, betont der Lüdinghauser. „Denn die Breaks und die versetzten Takte sollten sitzen.“

Aus dem „Rockin‘ 1000“-Konzert wird für Arntzen übrigens ein verlängertes Wochenende. Er plant, bereits am Donnerstag anzureisen. Denn um 10.30 Uhr ist am Freitag der Check-In für die Schlagzeuger. Danach wird aufgebaut und geprobt. Und am Sonntag ist der große Auftritt, bei dem dann auch seine Frau, Martina Jakob, im Publikum sitzt.

Zwischen 1985 und 2000 habe ich gar nicht mehr gespielt.

Udo Arntzen

Am liebsten spielt Arntzen übrigens akustisches Schlagzeug, so wie beim Konzert in Frankfurt. Er übt zu Hause aber am elektrischen Instrument. Zum ersten Mal zu Drumsticks griff der Lüdinghauser im Alter von etwa 13 Jahren, als Autodidakt. Er probierte sich also zunächst auf eigene Faust an Schlagzeug und Percussion aus, nahm später aber noch privaten Unterricht. Nach dem Studium war erstmal Schluss mit der Musik, wegen eines längeren Auslandsaufenthalts und des Berufs. „Zwischen 1985 und 2000 habe ich gar nicht mehr gespielt“, erzählt Arntzen. Als aktiver Musiker feierte er 2000 mit „Earl Grey & the tin cups“ sein Comeback. Aus der Coverband ist 2011 dann „blendWERK“ entstanden, die mittlerweile eigene Rock-Pop-Songs mit deutschen Texten spielen.

Selbst hört der 59-Jährige, der begeisterter Konzertgänger ist, am liebsten den Classic Rock von Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre, kann sich generell aber für viele verschiedene Musikstile begeistern. Er mag es melodisch und rockig, gerne auch ein bisschen komplizierter. „Wie bei Yes oder Dream Theater“, nennt Arntzen zwei Beispiele.

Wenn man sieht, was die Profi-Musiker können, fühlt man sich selbst wie ein i-Männchen.

Udo Arntzen

Sein großes Vorbild als Schlagzeuger ist Simon Phillips von Toto, dessen Präsentation in Köln er 2018 besuchte. „Wenn man sieht, was die Profi-Musiker können, fühlt man sich selbst wie ein i-Männchen“, verrät der Hobby-Musiker, der in den vergangenen Jahren mehrere Schlagzeug-Workshops mitmachte und seit Januar dieses Jahres wieder Unterricht nimmt. An der Rockakademie in Dortmund lernt er unter anderem von Hendrik Lensing, Profi-Schlagzeuger aus Lüdinghausen. „Ich will keinen Stillstand“, betont Arntzen.

Auch das ist ein Grund, aus dem sich der 59-Jährige so sehr für die „Rockin‘ 1000“-Aktion begeistert. „Es ist immer spannend, andere Musiker kennenzulernen“, findet er. Aber vor allem freut er sich auf das Konzert selbst – „auf das Gefühl, im Stadion zu spielen“. Da packt ihn der Ehrgeiz. „Ich mache gerne Musik und ich liebe Herausforderungen“, sagt Arntzen. „Ich möchte nicht nur vor mich hin spielen, ich will auch auf die Bühne.“ Und in Frankfurt hat er sogar die ganz große Bühne.

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