20 Jahre Seniorenbeirat Lüdinghausen
Lobbyarbeit für ältere Menschen

Lüdinghausen -

Der Seniorenbeirat Lüdinghausen besteht seit 20 Jahren. Das achtköpfige Gremium versteht sich als Interessenvertretung der Menschen über 60 Jahre, so der Vorsitzende Dr. Norbert Lütke Entrup. Man sei die Lobbyvertretung dieser Generation, erklärt er.

Montag, 24.06.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 24.06.2019, 16:04 Uhr
Gerda Danz und Dr. Norbert Lütke Entrup stellen noch bis 2020 den Vorstand des Seniorenbeirats Lüdinghausen.
Gerda Danz und Dr. Norbert Lütke Entrup stellen noch bis 2020 den Vorstand des Seniorenbeirats Lüdinghausen. Foto: Peter Werth

Der demografische Wandel habe sich schon in den 1990er Jahren abgezeichnet. „Das hat nur keiner wahrgenommen“, sagt Dr. Norbert Lütke En­trup. Insofern sei auch die Gründung des Seniorenbeirats in Lüdinghausen im Jahr 1999 ein logischer Schritt gewesen, so der aktuelle Vorsitzende des Gremiums. „Wir machen Öffentlichkeitsarbeit“, beschreibt er die Arbeit des Seniorenbeirats. Die acht gewählten Mitglieder verstünden sich als Lobbyvertretung der älteren Menschen in der Steverstadt, erklärt der Vorsitzende, der seit 2009 im Amt ist. Und seine Stellvertreterin Gerda Danz , Vorsitzende von 2004 bis 2009, ergänzt: „Wir wenden uns auch gegen Diskriminierung der Älteren.“ Dabei erinnert sie an frühere Forderungen aus dem politischen Raum, dass Menschen mit über 70 doch keine neue Hüfte mehr bräuchten. Ein Unding, wie sie findet.

Wir wenden uns auch gegen Diskriminierung der Älteren.

Gerda Danz

Zugleich verfolge der Seniorenbeirat in seiner Arbeit einen „intergenerationellen Ansatz“, so Lütke Entrup: „Das ist wichtig, um Anerkennung zu erhalten.“ Der Beirat sei Ansprechpartner für die Politik. Zudem sorge er dafür, dass diese Bevölkerungsgruppe an politischen Entscheidungen teilhaben könne. In NRW-Kommunen gebe es mittlerweile 165 Seniorenbeiräte.

Auf die Initiative des Seniorenbeirats geht die Einrichtung des Bürgerbusses zurück.

Norbert Lütke Entrup

Die Themen der Arbeit in Lüdinghausen seien vielfältig, erläutert Danz. Da gehe es zum einen um Barrierefreiheit, ein Anliegen, das nicht nur für Senioren gelte. Außerdem beschäftigten sich die Seniorenvertreter mit Fragen der Pflege. „Auf die Initiative des Seniorenbeirats“, so Lütke Entrup, „geht die Einrichtung des Bürgerbusses zurück.“ Darüber hinaus wurde das Büro des Ehrenamts ins Leben gerufen. Wichtig sei auch das „Forum der Generationen“, zu dem der Seniorenbeirat seit 2010 einlädt. Dabei verweist Lütke Entrup auf namhafte Referenten wie den ehemaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering oder den langjährigen Bremer Bürgermeister Henning Scherf und den CDU-Minister Karl-Josef Laumann.

Ihre Motivation beschreibt Danz so: „Seniorenarbeit ist mir ein persönliches Anliegen. Die Pflege ist mein Steckenpferd.“ Lütke Entrup, der als Universitäts-Professor 40 Jahre in Forschung und Lehre tätig war, beschreibt seinen eigenen Antrieb prägnant und knapp in einem Satz: „Ich bin kein Sofa-Typ.“

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