Unterricht wird nicht an allen Schulen eher beendet
„Hitzfrei gilt nicht für die Lehrer“

Lüdinghausen -

Zu Heiß für den Unterricht: Bei Temperaturen weit über 30 Grad ist Lernen nicht einfach. Eine Umfrage unter Lüdinghauser Schulen ergab, dass nicht alle Schüler nach Hause geschickt werden. Für Oberstufen- und Sekundarschüler gilt diese Regelung nicht, und an der Marienschule findet eine lang geplante Projektwoche statt.

Montag, 24.06.2019, 19:00 Uhr
Über hitzefrei können sich in dieser Woche nicht alle Schüler freuen, Sekundar-, Oberstufen- und die Marienschüler müssen bleiben.
Über hitzefrei können sich in dieser Woche nicht alle Schüler freuen, Sekundar-, Oberstufen- und die Marienschüler müssen bleiben. Foto: dpa

Heiß wird es in dieser Woche, da sind sich die Meteorologen einig. Hitzerekorde für den Juni mit weit über 30 Grad, vielleicht sogar bis 39 oder gar 40 Grad können laut den Vorhersagen möglich sein. Einige Schulen in Lüdinghausen haben deshalb für ihre Schüler am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch (25. und 26. Juni) hitzefrei angeordnet. Am gestrigen Montag fand sowohl in der Ludgeri- als auch der Ostwallschule planmäßiger Unterricht statt, erklärte Tanja Grewe , Leiterin der Ludgerischule, die solche Regelungen mit der Ostwallschule abspricht. Allerdings mit an die Wärme angepassten Anforderungen.

Eltern informieren

„Wir müssen erst die Eltern informieren, bevor wir unsere Kinder eher nach Hause schicken“, sagte Grewe auf Anfrage der WN . Schulschuss für die Grundschulkinder in Lüdinghausen ist nach der vierten Stunde um 11.40 Uhr. „Wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihr Kind eher in Empfang zu nehmen, dann werden Schüler selbstverständlich bis zur gewohnten Zeit weiter betreut.“ Denn, so Grewe weiter, „hitzefrei gilt ausschließlich für die Schüler und nicht für die Lehrer.“

Über die weiteren Tage und, ob das Sportfest an der Ludgerischule am Freitag (28. Juni) stattfindet, werde zeitnah entschieden und die Eltern auf jeden Fall rechtzeitig informiert, betonte die Schulleiterin. Die Grundschulen sprechen sich bei Hitzfrei-Regelung untereinander ab, damit keine Irritationen entstehen.

Wer kein Handy dabei hatte, musste im Schulsekretariat Schlange stehen.

Cani-Chef Michael Dahmen

Für die Grundschüler in Seppenrade gilt diese Regelung in dieser Woche ausnahmsweise jedoch nicht. „Wir haben unsere Projektwoche unter dem Motto ,König der Löwen‘, dafür wird eifrig geprobt“, berichtete Schulsekretärin Iris Kunst. Für Samstag (29. Juni) sei die große Aufführung geplant und drauf bereiteten sich die Mädchen und Jungen auch bei warmem Wetter vor. Hitzefrei sei bei diesem lang geplanten Projekt nicht möglich, aber es werde darauf geachtet, die Proben dem Wetter anzupassen.

Zuhause anrufen

Im St.-Antonius-Gymnasium und am Gymnasium Canisianum durften die Schüler der Sekundarstufe I am gestrigen Montag ab 12.30 Uhr nach Hause gehen. Am heutigen Dienstag und am Mittwoch endet der Unterricht bereits um 11.30 Uhr. Als Cani-Chef Michael Dahmen das am Montag verkündete, mussten die Schüler zunächst ihre Eltern informieren. „Dafür haben wir das Handy-Verbot kurzfristig aufgehoben“, sagt der Schulleiter mit einem Schmunzeln. Wer kein Handy dabei hatte, musste im Schulsekretariat Schlange stehen.“ Auch an den Gymnasien gilt, dass die Schüler bis zu Ende des offiziellen Unterrichts bleiben können und von den Lehrern betreut werden. Oberstufenschüler haben übrigens normalen Unterricht, sie sind von der Hitzefrei-Regel ausgenommen.

Kein Unterrichtsausfall

Hitzefrei ist an der Sekundarschule ebenfalls kein Thema. „Wir bieten den gebundenen Ganztag an und dürfen unsere Schüler nicht eher nach Hause schicken“, erklärte Schulleiter Mathias Pellmann. „Bei uns ist noch keine Stunde ausgefallen, und daran ändert auch das Wetter nichts. Darauf sind wir stolz.“ Dennoch werde der Unterricht dem Wetter angepasst, so der Schulleiter.

Busunternehmen regiert

Eine besondere Herausforderung ist „Hitzefrei“ für das Busunternehmen RVM, das die Schüler nach Hause bringt. „Wir werden kurzfristig informiert und müssen das dann entsprechend planen“, sagt RVM-Pressesprecher Björn Lindner. „Wir sind Dienstleiter und reagieren auf die Wünsche der Kunden – auch in diesem Fall. Wir planen und disponieren um, und ich bin zuversichtlich, dass alle Schüler gut nach Hause kommen.“

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