Versammlung der VVG
Überschuss geht zurück – Umsatz unbefriedigend

Lüdinghausen -

Auf ein sehr schwieriges Jahr 2018 blickte Klaus Kortenbusch, Geschäftsführer der VVG Lüdinghausen-Selm, bei der Generalversammlung in der Stadthalle Olfen zurück. So sei der Umsatz um über zehn Prozent gesunken. Aber: „Trotz schwieriger Zeiten ist die VVG aber in jeder Situation ihren Abnahmepflichten nachgekommen“, betonte er.

Samstag, 29.06.2019, 14:00 Uhr
Gut besucht war die Mitgliederversammlung der VVG Lüdinghausen-Selm.
Gut besucht war die Mitgliederversammlung der VVG Lüdinghausen-Selm. Foto: Michael Beer

„Es war ein sehr schwieriges Jahr 2018 für die Schweine- und Ferkelvermarktung, das zu Lasten des Ergebnisses ging“, sagte Klaus Kortenbusch , Geschäftsführer der VVG Lüdinghausen-Selm, anlässlich der Generalversammlung in der Stadthalle Olfen am Donnerstagabend.

Trotz schwieriger Zeiten ist die VVG aber in jeder Situation ihren Abnahmepflichten nachgekommen.

Klaus Kortenbusch

Dr. Jochen Farwick eröffnete die 85. Generalversammlung mit einem Dank an die Mitarbeiter, die durch ihren Einsatz dafür gesorgt hätten, dass sich die VVG im Markt behauptet. Klaus Kortenbusch berichtete in seinem Lagebericht zwar von steigenden Stückzahlen von vier Prozent auf 2 054 865 Stück, der Umsatz aber sank um 10,3 Prozent auf 225 Millionen Euro. Obwohl die Stückzahl der Schlachtschweine gegenüber dem Trend sogar um drei Prozent zunahm, sank hier der Umsatz um 10,5 Prozent. „Das spricht eine klare Sprache. Trotz schwieriger Zeiten ist die VVG aber in jeder Situation ihren Abnahmepflichten nachgekommen“, so Kortenbusch.

Während die Zahl der Kälber fast gleich blieb, stieg sie bei den Jungrindern um 20,5 und bei den Ferkeln um 4,7 Prozent. So glaubt Kortenbusch in seiner Prognose nicht, dass 2019 wieder zwei Millionen Stückzahlen erreicht werden. „Die Marktanteile aber können gehalten werden“, sagte Kortenbusch, der den erwirtschaften Überschuss bei einem Jahresumsatz von 225 Millionen Euro für unbefriedigend hält. Trotzdem wird den 853 Mitgliedern wieder eine Dividende von zwei Prozent ausgezahlt.

Ehrung für Bernhardrd Altenbockum (r.).

Ehrung für Bernhardrd Altenbockum (r.). Foto: Michael Beer

Daniel Übbert, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, legte den Bericht der gesetzlichen Prüfung und des Aufsichtsrates vor. Einstimmig nahm die Versammlung den Jahresabschluss und die Verwendung des Jahresüberschusses 2018 an. Auch die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte ohne Gegenstimme. Farwick und Matthias Schulte-Althoff wurden wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

Als Bernhard Altenbockum 1979 nach seiner Bankausbildung bei der VVG begann, belief sich der Jahresumsatz auf 16 Millionen D-Mark, zum Abschied lag er bei 225 Millionen Euro.

Friedrich Becker

Mit Bernhard Altenbockum und Franz-Josef Brüning aus Senden wurden zwei langjährige Mitarbeiter der VVG in den Ruhestand verabschiedet. Vorstand Franz Koddebusch dankte in seiner Laudatio den beiden Mitarbeitern für ihren Einsatz. Friedrich Becker aus Werl, Aufsichtsratsvorsitzender des Raiffeisenverbandes Westfalen-Lippe, nahm die Ehrung durch den Verband vor: „Als Bernhard Altenbockum 1979 nach seiner Bankausbildung bei der VVG begann, belief sich der Jahresumsatz auf 16 Millionen D-Mark, zum Abschied lag er bei 225 Millionen Euro. Als Franz-Josef Brüning 1984 zur VVG kam, lag die Stückzahl bei Kälbern und Fresser bei etwas über 1000, im Jahr 2019 bei fast 24 000 Stück.“ Brüning und Altenbockum wurden mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet.

Marcus Engbert, designierter Geschäftsführer der VVG, stellte die Idee zur Gründung einer „Jungen VVG“ vor. „Unsere Idee ist es, durch die Gründung der „Jungen VVG“ die Themen, die junge Leute aus der Landwirtschaft bewegen, rechtzeitig zu erfahren und wie gewohnt gemeinsam anzugehen. Um den Grundstein für morgen zu legen, bitte ich die Mitglieder, ermöglichen Sie uns die Chance, junge und motivierte Leute aus der Landwirtschaft an unserem Genossenschaftsleben teilhaben zu lassen. Wir wollen den Blickwinkel ausweiten und uns auf die Anforderungen und Wünsche von morgen gemeinsam einstellen. Zeitnah werden wir zu einer konstituierenden Sitzung nach Lüdinghausen einladen“, sagte Engbert. 35 junge Mitglieder haben bereits ihr Interesse bekundet, in der „Jungen VVG“ mitzumachen.

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