KAKTuS zeigt Werke von George Stefanescu-Ramnic
Eine einmalige Ausstellung

Lüdinghausen -

Einige Lüdinghauser haben George Stefanescu-Ramnic noch persönlich gekannt. Das KAKTuS Kulturforum präsentiert jetzt eine Ausstellung mit Werken des 2007 verstorbenen Künstlers. Bereits jetzt steht fest, dass es eine derartige Schau nicht noch einmal geben wird.

Dienstag, 02.07.2019, 06:00 Uhr
Freute sich über das große Interesse an den Werken seines Vaters: Radu Stefanescu.
Freute sich über das große Interesse an den Werken seines Vaters: Radu Stefanescu. Foto: Inga Kasparek

„Ich hatte das große Glück, George noch persönlich zu kennen. Er war ein ganz feiner, seinem Umfeld zugewandter Mann, der auch zwischenmenschliche Kontakte sehr gerne pflegte.“ Diese Worte fand Dr. Hans Wolfgang Schneider jetzt im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen, wo er in seiner Ansprache zur Eröffnung der George-Stefanescu-Ramnic-Ausstellung auf die große Bedeutung des Malers einging. Umrahmt wurde die Vernissage des KAKTuS Kulturforums durch die rumänischen Volkstänze von Bela Bartok, passend zum Herkunftsland des geehrten Künstlers. Präsentiert wurden sie von Luca Vazgec und Adrian Holtrup am Klavier.

„Eine Ausstellung, die es so noch nie gegeben hat und auch nie mehr so geben wird“, betonte der Sohn des Künstlers, Radu Stefanescu , im Gespräch mit den WN . 2014 ehrte und erinnerte der deutsche Botschafter Werner Hans Lauk im Palast der Nationalbank Rumäniens an das Schaffen und die internationale Bedeutung des rumänischen Künstlers.

Teils noch die gezeigte Werke

Die zu diesem Anlass zusammengestellte Ausstellung wurde jetzt in Lüdinghausen durch zahlreiche Werke, die sich in Privatbesitz der Familie befinden und die teilweise noch nie ausgestellt worden sind, erweitert und dem Publikum vorgestellt. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Josefine Kleyboldt und der stellvertretende KAKTuS-Vorsitzende Herbert Baur hoben die Bedeutung des Malers als Bürger für die Stadt Lüdinghausen hervor.

Wer sich ein wenig durch die Literatur arbeitet, stellt fest, dass viele bedeutende Kunstkritiker schon beinahe alles über den Maler Stefanescu gesagt und geschrieben haben. Aber wer war der Mensch? Vielen Lüdinghausern war er, ähnlich wie auch dem Laudator Schneider, noch persönlich bekannt. Er starb 2007. Einer, der ihm ganz nahe stand und immer noch steht, ist sein Sohn Radu. Er erzählte, wie es dazu kam, dass sein Vater nach Lüdinghausen überwechselte und das immerhin im fortgeschrittenen Alter von 75 Jahren. „Er folgte mir ganz einfach, und ich war 1987 der Liebe wegen in die Steverstadt gezogen. Mein Lebensraumwechsel war es, der meinen Vater dazu motivierte, auch sein eigenes Leben noch einmal ganz neu aufzustellen.“

Umzug nach Lüdinghausen

Ein vertrautes Umfeld mit gewachsenen sozialen Kontakten, ein wunderbares Atelier und große Anerkennung hielten George Stefanescu nicht davon ab, seinem Sohn, der auch sein Vertrauter und engster Mitarbeiter war, zu folgen. Und so nahm die Vita des Künstlers, dessen Werke über die Jahrzehnte in aller Welt zu sehen gewesen sind, noch einmal eine neue Wende, die ihn nach kurzer Eingewöhnungsphase auch künstlerisch wieder zu neuen Ufern aufbrechen ließ.

Die Ausstellung stellt eindrucksvoll die Vielschichtigkeit des Malers unter Beweis. Ergänzend lädt ein QR-Code in den Bildlegenden ein, sich als Betrachter auf eine zusätzliche Entdeckungstour zu begeben, viele Details zu erfahren und die Bilder auch aus einer anderen Perspektive anzuschauen.

„Das Titelbild ist weg“, verkündete Radu Stefanescu unmittelbar vor der eigentlichen Eröffnung. Eine kunstbegeisterte Besucherin wird es demnächst in ihrer eigenen Bildergalerie hängen haben. Noch ein Grund mehr für die anfängliche Äußerung Radu Stefanescus: „Eine solche Ausstellung wird es nicht mehr geben.“

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Die Ausstellung ist bis zum 1. September an den Wochenenden in der Burg Lüdinghausen zu sehen.

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