Wasserstand der Ostenstever abgesenkt
Stauwehr ist wieder dicht

Lüdinghausen -

Viele Spaziergänger rieben sich ob des Wasserstandes in der Ostenstever verwundert die Augen. Da Mitarbeiter des Baubetriebshofes am Montag ein Leck im Solbereich des Stauwehrs in Höhe der Mühlenstraße abdichteten, musste der Pegel deutlich abgesenkt werden. Das rief den Fischereiverein auf den Plan – nicht wegen der Tiere, sondern aufgrund unvorstellbarer Müllmengen.

Dienstag, 02.07.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 18:26 Uhr
Kaum noch Wasser in der Ostenstever: Für die Abdichtung des Stauwehrs musste der Pegel deutlich abgesenkt werden.
Kaum noch Wasser in der Ostenstever: Für die Abdichtung des Stauwehrs musste der Pegel deutlich abgesenkt werden. Foto: Peter Werth

Ebbe in der Ostenstever: Damit Mitarbeiter des Baubetriebshofs ein Leck im Solbereich des Stauwehrs in Höhe der Mühlenstraße abdichten konnten, wurde der Wasserstand dort am Montag rapide abgesenkt. „Die Undichtigkeit war schon länger bekannt, musste aber nicht sofort beseitigt werden. In Absprache mit dem Fischereiverein und mit Rücksicht auf die Laichzeiten der Fische ist das nun passiert“, teilte Anja Kleykamp auf Anfrage der WN mit. Sukzessive werde der Wasserstand der Ostenstever nun wieder auf das normale Maß ansteigen, so die Pressesprecherin der Stadt weiter.

Der Fischereiverein hat am Montagabend spontan eine mehrstündige Aktion organisiert, als sich zeigte, wie viel Unrat in dem Bereich der Stever „schlummerte“. Unter der Leitung von Gewässerobmann Matthias Scholz machten sich rund 15 Gewässerwarte an die Arbeit. „Wir machen das ja regelmäßig einmal im Jahr, aber was sich in dem Abschnitt der Stever seitdem angesammelt hat, ist erschreckend – einfach unglaublich“, war der Vereinsvorsitzende Ulrich Scholz auch am Tag nach der Aktion noch spürbar schockiert.

Unmengen an Müll holte der Fischereiverein aus der Ostenstever.

Unmengen an Müll holte der Fischereiverein aus der Ostenstever. Foto: Fischereiverein

Rund 50 Fahrräder, einen Motorroller, zahlreiche Einkaufswagen, Reifen und diversen anderen Müll fischten die Mitglieder aus der Ostenstever. „Hinzu kommt, dass Anlieger zum Teil ihren Grünschnitt illegal an die Steverböschung kippen, der dann nach und nach eingeschwemmt wird, was zu einem Zersetzungsprozess führt“, kritisierte Scholz. Und er fügte hinzu: „Grünabfälle gehören in die Biotonne oder zum Recyclinghof, aber nicht in die Natur.“

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