Dritter Bauabschnitt der „StadtLandschaft“
Mehr Platz zum Boulen

Lüdinghausen -

Bauabschnitt Nummer zwei der „StadtLandschaft“ ist gerade fertig geworden. Im Bauausschuss war am Donnerstagabend der dritte und letzte Abschnitt des Regionale-Projektes ein Thema. Die Pläne dafür dürften unter anderem Boulespieler freuen.

Samstag, 06.07.2019, 12:00 Uhr
Die „StadtLandschaft“ geht in die letzte Baurunde: Im Zuge des Regionale-Projektes entstehen im Parc de Taverny unter anderem zusätzliche Bouleplätze.
Die „StadtLandschaft“ geht in die letzte Baurunde: Im Zuge des Regionale-Projektes entstehen im Parc de Taverny unter anderem zusätzliche Bouleplätze. Foto: wer

Kaum ist der zweite Bauabschnitt der „StadtLandschaft“ fertig, befasste sich der Bauausschuss am Donnerstagabend mit dem dritten und letzten Teil dieses Regionale-Projektes. Der erstreckt sich von der Burg Lüdinghausen bis zur Steverstraße. Professor Dirk Junker , dessen Büro JKL (Osnabrück) das Gesamtprojekt seit Jahren betreut, stellte den Politikern jetzt die Ausführungsplanung vor.

Der Bereich der Pferdewiese bleibt hinter den Stellplätzen weitgehend unangetastet. „Dort ist nur ein Steg vorgesehen, der die Besucher in einen kleinen Teil dieser Naturfläche führt“, so Junker. Er schlug zudem vor, die Feuchtwiesen in kalten Wintern zu fluten, um eine natürliche Eislauffläche zu bekommen.

Die Situation rund um das Torhaus funktioniert als Ensemble erst mal ganz gut.

Dirk Junker

„Die Situation rund um das Torhaus funktioniert als Ensemble erst mal ganz gut“, befand der Planer. „Hier werden wir den Blick etwas öffnen, um die Burg stärker ins Blickfeld zu nehmen.“ Die eine oder andere Müllecke wird beseitigt. Und zwei private Parkplätze sollen weichen.

Die meisten Veränderungen sieht der Vorschlag des Büros JKL im Parc de Taverny vor. „Ein Raum, der viele Optionen hat, aber kaum genutzt wird“, meinte Junker. Boulespieler dürfen sich künftig über deutlich mehr Platz freuen. „Wir sind dazu auch im Kontakt mit dem Bouleverein“, berichtete Verwaltungsmitarbeiter Heinz-Helmut Steenweg. Neben zwei Plätzen, die der Normgröße für Spielfelder entsprechen, sind mehrere kleinere Plätze vorgesehen. Junker: „Der Baumbestand bleibt erhalten.“ Einige der Spielgeräte im hinteren Bereich des Parks sollen im Zuge der Umgestaltung erneuert werden. Dazu zählt die Seilbahnrutsche. Außerdem ist dort eine neue Brücke über die Peperlake zum Rathaus vorgesehen. Der Vorgänger musste vor einigen Jahren abgerissen werden.

Der Baumbestand bleibt erhalten.

Dirk Junker

Für den Garten hinter dem VHS-Gebäude hatte Junker eine ganze Reihe von Ideen. Neben einer Terrasse schwebt ihm dort eine Art Mitmach-Garten vor. „In Hochbeeten könnten Teilnehmer der VHS-Kurse oder auch andere, die Spaß am Gärtnern haben, etwas anpflanzen“, so seine Vorstellungen. Als Highlight präsentierte Junker einen Wasserspielplatz: „Alles soll ganz natürlich wirken – mit und in der Natur.“ Von der Straße Amt­haus aus, wo es bislang noch eine Stufe gibt, werde der Garten künftig auch barrierefrei zu erreichen sein, kündigte er an. Der Hauptweg durch den Parc de Taverny wird auch künftig gepflastert sein. Die übrigen Wege sind so vorgesehen, wie in den beiden ersten Bauabschnitten der „StadtLandschaft“.

Der Doppelwendelturm ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtplanung und damit auch der Förderung.

Richard Borgmann

Apropos: Der bereits für den ersten Bauabschnitt vorgesehene Aussichtsturm war am Donnerstagabend auch ein Thema. Aufgrund von Problemen unter anderem bei der Statik musste die Planung mehrfach überarbeitet werden. Sie liegt zwar jetzt vor, ist mit 500 000 Euro allerdings um ein Vielfaches teurer als anfangs geplant. „Der Doppelwendelturm ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtplanung und damit auch der Förderung. Allerdings haben auch wir uns jetzt erschrocken, dass die Kosten derart weglaufen“, machte Bürgermeister Richard Borgmann deutlich. Die Verwaltung schlägt daher vor, den Turm zunächst zurückzustellen und die Gesamtkostenentwicklung dieses Regionale-Projektes abzuwarten. „Gleichzeitig bemühen wir uns noch um andere Fördertöpfe“, kündigte Borgmann an.

Wir beantragen eine Vertagung, da wir die Detailplanungen jetzt zum ersten Mal sehen und darüber erst in der Fraktion beraten wollen.

Dennis Sonne

Apropos Förderung: Die Stadt muss nach der Sommerpause bei der Bezirksregierung eine entscheidungsreife Planung vorlegen, damit die Mittel für den dritten Bauabschnitt fließen. Bis auf die CDU-Fraktion sahen sich die Politiker allerdings am Donnerstagabend nicht in der Lage, zu entscheiden. „Wir beantragen eine Vertagung, da wir die Detailplanungen jetzt zum ersten Mal sehen und darüber erst in der Fraktion beraten wollen“, so Dennis Sonne (Grüne). Den engen Zeitrahmen begründete Borgmann unter anderem damit, dass im Vorfeld noch viele Gespräche mit beteiligten Behörden geführt werden mussten und die Pläne des Büros JKL erst am Morgen der Sitzung fertig geworden seien. Jetzt wird der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag (11. Juli) entscheiden.

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