Klimaschutzkonzept für Lüdinghausen
Eine energetische Gesamtschau

Lüdinghausen -

Das Essener Fachbüro Gertec erstellt im Auftrag der Stadt Lüdinghausen ein Klimaschutzkonzept. Die Vorgehensweise stellte am Dienstagabend im Planungsausschuss Geschäftsführer Andreas Hübner vor.

Donnerstag, 11.07.2019, 12:00 Uhr
Andreas Hübner
Andreas Hübner Foto: privat

Der Enthusiasmus von Grünen-Fraktionssprecher Eckart Grundmann war unüberhörbar: „Wir haben lange auf diesen Tag gewartet, dass wir in Lüdinghausen diesen Weg beschreiten“, reagierte er auf den Vortrag von Andreas Hübner . Dessen Essener Büro Gertec wird im Auftrag der Stadt Lüdinghausen ein „integriertes Klimaschutzkonzept“ erstellen. Seine Vorgehensweise stellte der Stadtplaner am Dienstagabend im Planungsausschuss vor.

Dabei erklärte Hübner, dass sein Team die Stadt Lüdinghausen gleichsam von oben betrachten werde. Es gehe nicht darum, beispielsweise Einsparpotenziale im Energieverbrauch für einzelne Objekte – sei es eine Schule oder ein privates Wohnhaus – zu benennen. Vielmehr sollten nach der Erfassung von Gesamtverbräuchen von öffentlichen Einrichtungen wie auch nach dem Blick auf den privaten Energieverbrauch in der Stadt Möglichkeiten aufgezeigt werden, Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu werde auch eine Treibhausgas-Bilanz erstellt (THG): „Wir machen eine energetische Gesamtschau.“

„Klimacafé“ für die Bürger

In den Prozess eingebunden werden auch die Lüdinghauser selbst. Zudem sollte, so Hübners Idee, eine sogenannte „Lenkungsgruppe“ installiert werden. Vorstellbar seien eine Auftakt- oder Abschlussveranstaltung, die dem gesamten Geschehen einen Rahmen verliehen. In ein „Klimacafé“ sollten die Bürger eingeladen werden.

Am Ende des Prozesses sollte ein Maßnahmenkatalog stehen, der konkrete Projektvorschläge beinhalte. Und: Ganz wichtig, so Hübner, sei die Installierung eines Klimaschutz-Managers, der sich für die Umsetzung verantwortlich zeige.

Michael Spiekermann-Blankertz (SPD) fragte nach der Zeitachse für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes. Ziel sei es, dies bis zum Frühjahr 2020 zu realisieren, sagte Hübner, der darauf verwies, dass schon eine ganze Reihe Arbeiten geleistet worden seien. Bernhard Möllmann, (CDU) begrüßte das Verfahren ausdrücklich. Zugleich verwies er darauf, dass die Stadt „auch schon früher Klimaschutz praktiziert“ habe. Insgesamt befand er: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Für die Erstellung des Konzeptes stehen 25 000 Euro Fördermittel des Bundesumweltministeriums – das entspricht 65 Prozent der Kosten – bereit, 13 000 Euro verbleiben bei der Stadt.

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