Spiele für Demenzkranke
„Glück, Verstand und Edelsteine“

Lüdinghausen -

Sie heißen „Rummikub“, „Obstgarten“, „Raben stapeln“ oder „Glück, Verstand und Edelsteine“ – Spiele, die nicht nur, aber auch von Demenzkranken gespielt werden können. In der Bücherei St. Felizitas wurden sie Betreuern älterer Menschen jetzt vorgestellt.

Freitag, 12.07.2019, 13:00 Uhr
Zehn neue Spiele für Demenzkranke, von Uli Rietmann (l.) angeschafft, nahmen Betreuer von Alterseinrichtungen in Lüdinghausen und Seppenrade in Augenschein. Doch auch ältere Spiele seien geeignet, so Rietmann, wie etwa „Vier gewinnt“.
Zehn neue Spiele für Demenzkranke, von Uli Rietmann (l.) angeschafft, nahmen Betreuer von Alterseinrichtungen in Lüdinghausen und Seppenrade in Augenschein. Doch auch ältere Spiele seien geeignet, so Rietmann, wie etwa „Vier gewinnt“. Foto: Christian Besse

Brettspiele sind nicht nur bei Kindern und Familien, sondern auch bei Älteren beliebt. Auch Demenzkranke können und sollen spielen, um den Kopf im Rahmen der Möglichkeiten fit zu halten und sich der Gesellschaft von Mitspielern zu erfreuen.

Mit Spielen kennt sich Büchereiassistentin Ulrike Rietmann aus, auch mit solchen, die für Menschen „mit eingeschränkter Alterskompetenz“ geeignet sind. Einige von ihnen stellte sie nun in der Bücherei St. Felizitas zehn Betreuerinnen und einem Betreuer von Alterseinrichtungen in Lüdinghausen und Seppenrade vor. Sie kamen vom Ludgerus- und vom Antoniushaus, dem Clara-Stift, von Haus Sonnenschein, dem Wohnpark im Disselhook und dem Caritas-Wohnhaus, um sich von den Vorzügen der Neuanschaffungen zu überzeugen.

„Rummikub“ oder „Obstgarten“

Der Hintergrund: Der Verein „Spiel des Jahres“ hatte der Bücherei in Lüdinghausen, wie vielen anderen Büchereien bundesweit auch, einen Zuschuss von 800 Euro zur Verfügung gestellt. Rietmann, die von den meisten regelmäßigen Büchereikunden in Lüdinghausen und Seppenrade nur „die Spiele-Uli“ genannt wird, kaufte von dem Geld Strategie- und Familienspiele – sowie Spiele für Demenzkranke, zehn an der Zahl. Sie heißen „Rummikub“, „Obstgarten“, Raben stapeln“ oder „Glück, Verstand und Edelsteine“ und laden zum Puzzlen, zum Schwelgen in Nostalgie mit Stars der 50er- und 60er Jahre oder zu einer Schattenriss-Variante des guten alten Memory ein.

Doch man müsse nicht unbedingt auf die Neuerwerbungen zurückgreifen, um den älteren Menschen Spaß und Kurzweil zu verschaffen, so Rietmann. Auch Klassiker wie „Vier gewinnt“ seien durchaus eine geeignete Herausforderung für Menschen mit Demenz.

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