Gymnasium Canisianum
„Sichtbare Spuren hinterlassen“

Lüdinghausen -

Die „drei Essener Jungs“ sind jetzt Ruheständler. Sie unterrichteten zusammen etwas über 100 Jahre, heißt es in einem Bericht des Canisianums zur Verabschiedung der Kollegen.

Montag, 15.07.2019, 19:00 Uhr
Dr. Kurt Stoffel (Vorsitzender des Schulträgerverein, l.) und Schulleiter Michael Dahmen (r.) verabschiedeten die Lehrer Michael Leibold (2.v.l.), Rainer Sockoll (M.) und Rolf Gerdzen in den Ruhestand.
Dr. Kurt Stoffel (Vorsitzender des Schulträgerverein, l.) und Schulleiter Michael Dahmen (r.) verabschiedeten die Lehrer Michael Leibold (2.v.l.), Rainer Sockoll (M.) und Rolf Gerdzen in den Ruhestand. Foto: Gymnasium Canisianum

Etwas mehr als 100 Jahre haben drei Kollegen zusammen am Gymnasium Canisianum unterrichtet. Die „drei Essener Jungs“, wie sie sich selbst in einem Schreiben an das Kollegium genannt haben, sind: Rolf Gerdzen, Michael Leibold und Rainer Sockoll. Alle drei Kollegen haben über Jahrzehnte das Fach Deutsch am Gymnasium Canisianum unterrichtet und somit nicht nur die Fachschaft Deutsch entscheidend geprägt, sondern auch Generationen von Schülerinnen und Schülern, heißt es in einem Pressetext der Schule. Neben ihrer Begeisterung für das Fach Deutsch verbinde die Kollegen auch der Einsatz für die ästhetische Erziehung und kulturelle Bildung der Schülerschaft.

Gerdzen unterrichtete die Fächer Deutsch und Kunst. In seiner Funktion als Studiendirektor koordinierte er zunächst die Mittelstufe und wechselte dann in die Koordination der Sekundarstufe II. In beiden Tätigkeitsfeldern habe er großen Wert auf eine transparente und zielorientierte Laufbahnberatung der Jugendlichen gelegt.

Sie hinterlassen Spuren am Cani, die für uns hoffentlich noch lange sichtbar bleiben.

Michael Dahmen

Leibold unterrichtete die Fächer Deutsch, Philosophie und Literatur. Besonders dem Theaterspiel habe er sich mit großer Begeisterung gewidmet. „Legendär sind die Aufführungen des Literaturkurses, der sich regelmäßig die Klassiker der Bühnenliteratur vornahm“, heißt es in der Pressemitteilung des Gymnasiums weiter. Für den Wahlpflichtbereich II in der Mittelstufe habe er das Fach Darstellen und Gestalten am Canisianum etabliert, das seitdem von den Schülern stark nachgefragt wird. Als Studiendirektor verantwortete Leibold zuletzt die Koordination des kulturellen Lebens am Canisianum.

Sockoll unterrichtete die Fächer Deutsch und Kunst und „fachfremd“, „aber mit großer Hingabe und Fachlichkeit“ Musik. Neben der Stimme waren die Gitarre oder in kleinerer Ausführung die Ukulele seine In­strumente. Unvergessen seien auch die Zirkusprojekte, die Sockoll besonders für die jüngeren Schüler organisierte. Dort entdeckten viele Schüler Talente, die im „normalen“ Unterricht weniger zum Tragen kommen, heißt es in dem Pressetext des Cani.

Sockoll habe regelmäßig die Treffen der Kollegen – auch der ehemaligen – mit seinem Gesang bereichert. Dies habe er sich auch bei seiner Verabschiedung nicht nehmen lassen. Als versierter Literat habe er sich auch in seiner Freizeit dem Schreiben gewidmet und seinen Büchern das Kolorit seiner Heimat, dem Kohlenpott, verliehen.

„Den Weggang dieser drei Kollegen, die in ihrer jeweiligen herausragenden Persönlichkeit für das Canisianum standen, können wir kaum kompensieren. Sie hinterlassen Spuren am Cani, die für uns hoffentlich noch lange sichtbar bleiben,“ wird Schulleiter Michael Dahmen in der Pressemitteilung zitiert.

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