Eichenprozessionsspinner sorgt weiter für Arbeit
Drei Fachfirmen im Einsatz

Lüdinghausen -

Der Eichenprozessionsspinner sorgt – neben juckenden Hautausschlägen – weiterhin für viel Arbeit. Denn nach wie vor müssen an vielen städtischen Bäumen Nester beseitigt werden. Mittlerweile sind drei Fachfirmen damit beschäftigt. Die Stadt rechnet mit Kosten, die über denen des vergangenen Jahres liegen.

Dienstag, 16.07.2019, 08:00 Uhr
Sorgt noch immer für den Einsatz von Baumpflegeunternehmen: der Eichenprozessionsspinner. In Lüdinghausen werden die Nester abgesaugt.
Sorgt noch immer für den Einsatz von Baumpflegeunternehmen: der Eichenprozessionsspinner. In Lüdinghausen werden die Nester abgesaugt. Foto: Oliver Werner

Auch wenn die „Hauptsaison“ des Eichenprozessionsspinners allmählich ausklingt, für reichlich Arbeit sorgen die haarigen Raupen mit den unangenehmen Nebenwirkungen wie juckenden Hautausschlägen noch immer – auch bei der Stadt. Die ist für die Beseitigung der Nester an den städtischen Bäumen zuständig. „Wir haben mittlerweile drei Fachfirmen im Einsatz“, berichtete Pressesprecherin Anja Kleykamp auf Anfrage der WN am Montag. Seit Ende Mai rücken deren Mitarbeiter den Eichenprozessionsspinnern zu Leibe. Oberste Priorität hatten und haben dabei Bäume an Spielplätzen, Schulhöfen und Kindergärten.

Im vergangenen Jahr sei jede zweite städtische Eiche betroffen gewesen, so die Pressesprecherin. Da die Einsätze der Baumpflegeunternehmen noch laufen, gibt es noch keine abschließenden Zahlen – wohl aber Schätzungen hinsichtlich der Kosten. Die lagen 2018 bei rund 50  000 Euro. „Wir gehen davon aus, dass sich die Summe in diesem Jahr noch darüber bewegen wird“, teilte Kleykamp weiter mit.

Biozide können zum Beispiel Insekten schädigen.

Anja Kleykamp

Die Stadt Lüdinghausen hat sich gegen den Einsatz von Bioziden und für eine mechanische Beseitigung der Nester entschieden – sie werden abgesaugt. „Biozide können zum Beispiel Insekten schädigen“, lieferte die städtische Pressesprecherin die Begründung. Um die Sperrung von Spielplätzen oder Schulhöfen ist die Stadt bislang herumgekommen. Kleykamp: „Das war glücklicherweise nicht erforderlich. Wir haben jedoch überall Hinweisschilder angebracht.“

Als Sprecher der Bürgermeister des Kreises Coesfeld ist der Lüdinghauser Verwaltungschef wegen des Themas auch in Düsseldorf vorstellig geworden (WN berichteten). Denn das Pro­blem lasse sich auf kommunaler Ebene alleine nicht lösen, so die Auffassung von Richard Borgmann. Nach den Sommerferien seien weitere Gespräche geplant, teilte Kleykamp. Zudem habe Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Umweltministerium, zugesagt, sich persönlich des Themas anzunehmen.

Kontakt zum Umweltministerium

„Von den Fachleuten des Ministeriums erhoffen wir uns auch Hinweise, wie sich die Eichenprozessionsspinner am effektivsten bekämpfen lassen“, machte Kleykamp deutlich. Denn, in dem Punkt sind sich alle Fachleute einig: Die Plage mit all ihren unangenehmen Nebenwirkungen wird im nächsten Frühjahr wieder auftreten. Anders als 2018 konnten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung bei der Koordinierung der Einsätze zur Beseitigung der Nester auf genaue Lagepläne der städtischen Eichen zurückgreifen. „Das hat die Sache erleichtert“, sagte Kleykamp. Diese Übersicht dürfte auch im nächsten Jahr wieder gefragt sein.

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