Tafel Lüdinghausen vor dem Umzug
Warten auf die Baugenehmigung

Lüdinghausen -

Die Tafel Lüdinghausen hat in ihrem künftigen Quartier, dem Gebäude des ehemaligen Getränkehandels Möllerfeld, wesentlich mehr Platz als am jetzigen Standort. Dass sich die Genehmigung des Kreises unter anderem für die Nutzungsänderung der Halle hinzieht, sorgt bei einigen Tafel-Mitarbeitern für Unmut. Vorsitzender Bruno Bierschenk versucht, die Wogen zu glätten.

Donnerstag, 18.07.2019, 08:00 Uhr
In dieses Gebäude des ehemaligen Getränkehandels Möllerfeld zieht die Tafel Lüdinghausen. Der Standort an der Alten Valve muss aufgegeben werden.
In dieses Gebäude des ehemaligen Getränkehandels Möllerfeld zieht die Tafel Lüdinghausen. Der Standort an der Alten Valve muss aufgegeben werden. Foto: Peter Werth

Die Tage der Tafel Lüdinghausen am Standort Alte Valve sind gezählt. Der Eigentümer der Halle hatte Eigenbedarf angekündigt, sodass die Fläche ab November nicht mehr zur Verfügung steht. Inzwischen sind die Tafel-Verantwortlichen fündig geworden ( WN berichteten).

Ehemaliger Getränkehandel Möllerfeld als neue Ausgabestelle

Es handelt sich um die Räumlichkeiten des ehemaligen Getränkehandels Möllerfeld an der Maximilian-Kolbe-Straße. Das traditionsreiche Unternehmen hatte im vergangenen Jahr seinen Betrieb nach über 100 Jahren aus Altersgründen eingestellt. Mit dem Angebot, der Tafel die Fläche zur Verfügung zu stellen, habe sie auf deren Notlage bei der Quartiersuche reagiert, erklärte Mitinhaberin Annette Möllerfeld gegenüber den Westfälischen Nachrichten.

Künftig, so der Tafel-Vorsitzende Bruno Bierschenk , werde der Tafel nahezu die doppelte Fläche zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich um rund 300 Qua­dratmeter. Um den Jahreswechsel soll der Umzug über die Bühne gehen. Bis es allerdings soweit ist, müssen noch einige Hürden genommen werden.

So verlangt die Bauaufsicht des Kreises Coesfeld umfangreiche Unterlagen. Dabei muss die Nutzungsänderung für die Lagerung von Lebensmitteln und deren Ausgabe genehmigt werden. Unter anderem, so Bierschenk, muss ein Lageplan der Halle eingereicht werden, der nicht älter als ein halbes Jahr sein darf.

Da müssen bestimmte Spielregeln eingehalten werden. Die Baubehörde tut nur ihre Pflicht.

Tafel-Vorsitzender Bruno Bierschenk

In den Reihen der Tafel-Mitarbeiter hat sich in den vergangenen Wochen in Teilen Unmut breit gemacht, erfuhren die WN. Einigen geht es nicht schnell genug mit der Genehmigung. Sogar mit dem Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann wurde in der Angelegenheit schon Kontakt aufgenommen.

Bierschenk indes ist daran gelegen, die Wogen zu glätten. Er sei selbst im öffentlichen Dienst tätig gewesen und wisse um die Zwänge. „Da müssen bestimmte Spielregeln eingehalten werden. Die Baubehörde tut nur ihre Pflicht“, sagte er. Schließ­­lich müsse das Verfahren nach der neuen Bauordnung abgewickelt werden. Dabei geht es unter anderem um Pkw-Stellplätze auf dem Areal, um die Löschwasserversorgung, das Brandverhalten der Baustoffe und andere Aspekte mehr. Aber da sei man jetzt auf einem guten Weg, so Bierschenk. Erst am Montag habe er einen Brief des Kreises erhalten, in dem eine zeitnahe – positive – Entscheidung avisiert werde.

Ein Vertrag mit den Eigentümern der Halle sei noch nicht unterzeichnet, sagte der Vorsitzende. Schließlich wolle man zunächst die Genehmigung durch den Kreis abwarten. Und: „Wir hoffen, dass wir die Weihnachtsausgaben noch in der alten Halle über die Bühne bekommen.“ Für den Umzug in das neue Quartier seien dann rund zwei Wochen geplant.

In die Pläne sei auch die Stadt Lüdinghausen einbezogen. Nicht umsonst sei Bürgermeister Richard Borgmann ja Schirmherr der Tafel. Es gebe, so Bierschenk, zumindest eine mündliche Zusage, dass die Stadt sich an den Mietkosten für das neue Objekt beteiligen werde.

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