Tai Chi im Parc de Taverny
„Runterkommen“ als menschliche Statuen

Lüdinghausen -

Gerhard Milbrat hat sich in den asiatischen Kampfkünsten einen Namen gemacht. Leute aus ganz Deutschland kommen eigens nach Lüdinghausen, wenn er dort einen mehrtägigen Kursus anbietet.

Freitag, 19.07.2019, 13:00 Uhr
Wie Statuen wirken diese Menschen im Parc de Taverny.
Wie Statuen wirken diese Menschen im Parc de Taverny. Foto: Erhard Kurlemann

Ein bisschen „Runterkommen“ – Gerhard Milbrat hat genaue Anweisungen gegeben. Der 64-Jährige ist Lehrer für asiatische Kampfkunst. Rund 30 Menschen stehen auf dem Rasen im Parc de Taverny und bewegen sich nicht. „Die stehen ja da wie Statuen“, ruft ein Mädchen, das an der Hand der Mutter durch den Park läuft.

Der Lehrer geht durch die Reihen und korrigiert die Haltung der „Statuen“, wenn nötig. Dort wird der Kopf leicht gehoben, hier der Arm nach unten gebrückt. „Möglichst viel Fläche schaffen, um auszuatmen, auch über die Muskeln“ erläutert er seine Hilfestellung.

„Ich freue mich immer, wenn wir hier im Park sind“, erzählt Milbrat. Es gebe Tage, da stellten sich einfach Passanten dazu und machten mit. Seit 24 Jahren bietet Milbrat jetzt die mehrtägigen Kurse an. Viele der Teilnehmer wohnen auf einem Campingplatz, leihen sich dort Räder und erkunden außerhalb der Kurszeiten zudem die Gegend. „Der Besuch einer Eisdiele in Lüdinghausen ist inzwischen legendär“, verweist Milbrat darauf, dass es viele Stammgäste unter den Teilnehmern gebe.

Gesundheit, Meditation und Selbstverteidigung seien die wesentlichen Elemente in seinem Kurs. „Heute Nachmittag etwa machen wir eine Übung mit Stöcken aus dem Wald. Das könnten dann auch Waffen sein“, erläutert Milbrat ein Stück seiner Philosophie.

Gerhard Milbrat beschäftigt sich seit 1975 mit asiatischen Kampfk

Kursleiter Gerhard Milbrat hat eine Übung in der Kampfkunst Tai Chi vorgestellt. Er geht durch die Reihen und korrigiert.

Kursleiter Gerhard Milbrat hat eine Übung in der Kampfkunst Tai Chi vorgestellt. Er geht durch die Reihen und korrigiert. Foto: Erhard Kurlemann

ünsten und hat selbst einige Jahre in Asien gelebt. Nach der Rückkehr nach Deutschland habe sich das Paar entschieden, sich im „gemütlichen Münsterland“ niederzulassen.

1991 hat er seine eigenen Praxis eröffnet, seit Ende der 90er Jahre gehören die Kurse zum Angebot der Volkshochschule. Zudem biete er in Zusammenarbeit mit Krankenkassen Präventionskurse an.

Über seine Heil- und Lehrtätigkeit hinaus ist er ein international ausgezeichneter Künstler (Bildhauerei und Malerei) und hat sich als Autor mit Veröffentlichungen in der Fachpresse profiliert. National und international wird er nach eigenen Angaben als Referent oder Seminarleiter eingeladen.

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