Granulat-Verbot?
Die Stadt wartet noch ab

Lüdinghausen -

Mehrere tausend Fußballvereine in Deutschland bangen zurzeit, ob die EU ein Granulat-Verbot ausspricht – denn das betrifft alle Kunstrasenplätze. Union betreibt einen, Fortuna Seppenrade zwei Plätze mit Granulatbelag. Die Stadt Lüdinghausen wartet noch ab, wie Brüssel nun entscheidet.

Mittwoch, 24.07.2019, 06:00 Uhr
Drei Kunstrasenplätze gibt es in Lüdinghausen – hier der von Union am Westfalenring.
Drei Kunstrasenplätze gibt es in Lüdinghausen – hier der von Union am Westfalenring. Foto: Besse

„Wir wurden von dem Thema etwas überrascht“, sagt Anja Kleykamp , Pressesprecherin der Stadt Lüdinghausen, von den WN zur derzeitigen Diskussion um Granulat auf Kunstrasenplätzen befragt. Wie berichtet, fasst die Europäische Union ein Verbot des angeblich gesundheitsgefährdenden Mikroplastiks ins Auge. Sportminister Horst Seehofer plädiert dagegen für eine Übergangsfrist, um den Spielbetrieb der deutschen Fußballvereine nicht abrupt zu gefährden.

In Lüdinghausen wird auf drei Kunstrasen gekickt – Union verfügt über einen Platz am Westfalenring, Fortuna Seppenrade über zwei auf seiner Anlage an der Reckelsumer Straße.

Noch keine Untersuchungen

Untersuchungen oder Kontrollen hinsichtlich einer Gefährdung durch Granulat durch den zuständigen Fachbereich Planen und Bauen habe es bisher noch nicht gegeben, so Kleykamp. Die Stadt wolle erst einmal abwarten, wie sich die Europäische Union nun endgültig entscheide.

„Dann werden wir uns mit den beiden Fußballvereinen zusammensetzen“, so die städtische Pressesprecherin. Bei einem Granulat-Verbot durch die EU würden die Aufsichtsbehörden der Bezirksregierung Münster beziehungsweise des Kreises Coesfeld in Aktion treten und Untersuchungen der drei Kunstrasenplätze durch die Stadt Lüdinghausen anweisen.

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