Förderschule des Kreises
Arbeiten werden rechtzeitig fertig

Nottuln/Lüdinghausen -

Während Schüler und Lehrer die Sommerferien genießen, herrscht für die Handwerker in der früheren Geschwister-Scholl-Schule in Nottuln Hochbetrieb. Sie bauen das einstige Hauptschulgebäude derzeit zur neuen Heimat der Steverschule, der bislang unter dem Namen Astrid Lindgren in Lüdinghausen beheimateten Förderschule des Kreises, um. Der Zeitplan dafür ist ambitioniert.

Freitag, 26.07.2019, 20:00 Uhr
Josef Wolber vom Gebäudemanagement steht in der fast fertigen Lehrküche der Steverschule. Auch dieser Raum erfüllt großzügig die Anforderungen des Lehrbetriebs. Das frühere Hauptschulgebäude, so sagt Wolber, sei ein „optimaler Standort“ für die Steverschule.
Josef Wolber vom Gebäudemanagement steht in der fast fertigen Lehrküche der Steverschule. Auch dieser Raum erfüllt großzügig die Anforderungen des Lehrbetriebs. Das frühere Hauptschulgebäude, so sagt Wolber, sei ein „optimaler Standort“ für die Steverschule. Foto: Ludger Warnke

Es ist nicht zu übersehen: Das denkmalgeschützte Gebäude der früheren Geschwister-Scholl-Hauptschule in Nottuln ist noch eine große Baustelle. Überall lagert Baumaterial, im ganzen Gebäude sind die Handwerker unterwegs. Und dennoch: So manchem Unkenruf zum Trotz wird die neue Nottulner Heimat der Steverschule, der bislang unter dem Namen Astrid Lindgren in Lüdinghausen beheimateten Förderschule des Kreises, rechtzeitig zum Schuljahresbeginn fertig werden.

„Bei der Baubesprechung am Donnerstag haben mir alle Beteiligten versichert, dass unser ambitionierter Zeitplan eingehalten wird“, freut sich Josef Wolber vom Gebäudemanagement des Kreises Coesfeld. Was bedeutet: Am 19. August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, damit am 28. August die Schule starten kann. Lediglich einige für den Schulbetrieb nicht hinderliche Restarbeiten werden sich wohl bis in den Herbst hinziehen.

„Baustelle Steverschule“ in Nottuln kurz vor der Fertigstellung

1/14
  • Noch sieht alles aus wie eine Baustelle. Dennoch: Das Gebäude der früheren Geschwister-Scholl-Hauptschule in Nottuln wird die neue Heimat der Steverschule, Förderschule des Kreises Coesfeld.

    Foto: Ludger Warnke
  • Die umfangreichen Arbeiten sollen weitgehend zum 19. August abgeschlossen sein.

    Foto: Ludger Warnke
  • Das Projekt wird zu 100 Prozent aus dem NRW-Programm „Gute Schule“ gefördert.

    Foto: Ludger Warnke
  • Blick ins große Forum. Noch lagert an vielen Stellen Baumaterial.

    Foto: Ludger Warnke
  • Josef Wolber vom Gebäudemanagement des Kreises Coesfeld schaut von der Galerie im ersten Stock in das Forum hinunter.

    Foto: Ludger Warnke
  • Blick von der Galerie in das Forum.

    Foto: Ludger Warnke
  • Das Baumaterial für die noch unerledigten Arbeiten liegt bereit.

    Foto: Ludger Warnke
  • Baustellenbesuch am Freitag (v.l.): Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Schulabteilungsleiter Gregor Twilling.

    Foto: Kreis Coesfeld
  • Die neue Sanitäreinheit am Rande des Forums.

    Foto: Ludger Warnke
  • Blick in das Lehrerzimmer.

    Foto: Ludger Warnke
  • An diese Stelle kommt der neue Plattform-Lift. Er verbindet die zwei Ebenen des Forums mit der Galerie im Obergeschoss und dem Schutzbunker im Keller.

    Foto: Ludger Warnke
  • Blick in den alten Sanitärbereich der früheren Hauptschule. Hier entstehen nun zwei neue Werkräume für die Steverschule.

    Foto: Ludger Warnke
  • Josef Wolber vom Gebäudemanagement des Kreises Coesfeld in der Lehrküche der Steverschule.

    Foto: Ludger Warnke
  • Sind zufrieden mit dem Baufortschritt (v.l.): Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Schulleiter Brigitte Siehoff, Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau und Schulabteilungsleiter Gregor Twilling.

    Foto: Kreis Coesfeld

Wer mit Wolber über die Baustelle geht, merkt schnell, dass der Experte vom Kreis die preisgekrönte Architektur der Schule aus den 70er-Jahren zu schätzen gelernt hat. Wolber spricht von einem „optimalen Standort“ für die Steverschule. Die frühere Hauptschule sei einst für rund 500 Schüler konzipiert gewesen, jetzt ziehe die Steverschule mit rund 100 Schülern ein, die Platzverhältnisse sind großzügig und durch die Modernisierung dem Bedarf der Förderschule optimal angepasst. Rund 4,3 Millionen Euro investiert der Kreis Coesfeld in das Projekt. Geld, das zu 100 Prozent aus dem Förderprogramm „Gute Schule“ des Landes stammt. Zwar lägen noch nicht alle Schlussrechnungen vor, „aber im Moment sieht es so aus, dass wir den Kostenrahmen im Groben einhalten werden“, sagt Wolber.

Dabei ist der Umbau alles andere als eine Standardmaßnahme. Die größte Herausforderung sei sicherlich der ambitionierte Zeitplan gewesen, erzählt Wolber. Am 10. Dezember 2018 habe man mit einer Schadstoffsanierung angefangen. So hatte das Gebäude noch schadstoffhaltige Versiegelungen und Dämmungen. In Teilen enthielt der Bodenbelag Asbestfasern. Allerdings in gebundener Form, für den Menschen ungefährlich. „Das hätten wir nicht sanieren müssen, aber unser Landrat hat entschieden: Alle Schadstoffe müssen raus.“ Erst Mitte Februar begannen dann die eigentlichen Modernisierungsarbeiten.

Das hätten wir nicht sanieren müssen, aber unser Landrat hat entschieden: Alle Schadstoffe müssen raus.

Josef Wolber

Es mussten allerdings auch Abstriche gemacht werden. Die Kosten für einen Aufzug waren extrem hoch, weshalb man sich für einen günstigeren Plattform-Lift entschied. Der verbindet das Forum im Erdgeschoss sowohl mit der Galerie im Obergeschoss als auch mit dem Schutzbunker im Keller. Außerdem wird es einen Treppenlift im Gebäude geben. Wenn der Plattform-Lift bis zum Herbst eingebaut ist, darf sich die Schule als „barrierearm“ bezeichnen. Übrigens: Auch einige Arbeiten an den Außenanlagen sowie die Arbeiten zur Umwandlung der früheren Sanitärräume in zwei moderne Werkräume werden sich bis in den Herbst hinziehen.

Landrat informiert sich vor Ort

Zusammen mit Schulleiterin Brigitte Siehoff, Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau und Gregor Twilling, Leiter der Schul- und Kulturabteilung des Kreises Coesfeld, hat Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr am Freitag noch einmal die „Baustelle Steverschule“ in Nottuln in Augenschein genommen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die wesentlichen Arbeiten bis zum Beginn des neuen Schuljahres fertig haben werden, damit der ,Rück-Umzug‘ der Schule von Lüdinghausen wieder nach Nottuln und auch der Schulbeginn starten können“, erklärte der Landrat. Für die Schule, aber auch für das bisher leerstehende Gebäude sei diese umfassende Sanierung durch den Kreis Coesfeld ein „Glücksfall“. Schulze Pellengahr betonte: „Durch die zentralere Lage der Schule wird sich auch das Einzugsgebiet auf das ganze Kreisgebiet erstrecken können, so dass wir hier für diesen Förderbedarf eine sehr gute Lösung gefunden haben.“ -luw-

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6807313?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt Klimaschutz-Paket
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt im Gespräch mit unserer Zeitung die Beschlüsse des Klimakabinetts.
Nachrichten-Ticker