Mitfahrer für Spendenradtour gesucht
Ein Mal Barcelona und zurück

Seppenrade -

Eine Spendenradtour zum Wolfgangsee in Österreich haben sie schon mit großem Erfolg absolviert. Im kommenden Jahr soll eine zweite folgen – nach Barcelona und zurück. Dafür suchen Yvonne Brokop und Olaf Vicktor aus Seppenrade nun Mitstreiter.

Samstag, 27.07.2019, 11:00 Uhr
Von Lüdinghausen nach Barcelona und zurück: Das haben sich Yvonne Brokop und Olaf Vicktor für ihre zweite Spendenradtour vorgenommen, die am 6. Juni 2020 startet.
Von Lüdinghausen nach Barcelona und zurück: Das haben sich Yvonne Brokop und Olaf Vicktor für ihre zweite Spendenradtour vorgenommen, die am 6. Juni 2020 startet. Foto: Kristian van Bentem

Was sie am 6. Juni 2020 machen werden, wissen Yvonne Brokop und Olaf Vicktor schon ganz genau. Sie starten von Lüdinghausen aus zu einer Radtour. Mit einer gemächlichen Pättkestour wird das allerdings nichts zu tun haben – denn das Ziel der beiden Seppenrader heißt Barcelona. Nach ihrer Spendenradtour zum Wolfgangsee 2018 über 2008 Kilometer, bei der insgesamt rund 4000 Euro für das an Leukämie erkrankte und in der Uniklinik Münster behandelte russische Mädchen Alina Kalabukhova zusammenkamen, fahren sie wieder für den guten Zweck – diesmal noch deutlich weiter.

Manche können stricken oder backen – wir können Rad fahren. Und es ist schön, wenn man mit seiner Leidenschaft anderen auch noch helfen kann.

Yvonne Brokop

„Manche können stricken oder backen – wir können Rad fahren. Und es ist schön, wenn man mit seiner Leidenschaft anderen auch noch helfen kann“, beschreibt Brokop ihre Motivation. Dabei wartet ein strammes Programm: 3400 Kilometer quer durch Deutschland, Frankreich und Spanien hin und zurück, 5500 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen – und das ganze in 20 Tagesetappen von jeweils 150 bis 200 Kilometern, wobei am Ziel in Barcelona drei Tage Aufenthalt vorgesehen sind.

Schon 2018 viel Unterstützung

„Im vergangenen Jahr haben wir während der Tour so viel gute Erfahrungen gemacht, dass wir das in noch größerer Form unbedingt noch einmal wiederholen wollen“, schwärmt Brokop. Vor allem die enorme finanzielle, ideelle und praktische Unterstützung im Vorfeld, aber auch während der Tour 2018 hat die beiden darin bestärkt. „Wenn für eine Idee, wie wir sie hatten, so viele brennen und sie unterstützen, lässt sie sich auch umsetzen“, ist sie überzeugt. Sie und ihr Lebensgefährte seien überwältigt davon gewesen, wie viel Öffentlichkeit die Spendentour erzielt habe und wie viele Lüdinghauser beim Start am Kirchplatz dabei gewesen seien, „Das hat uns den nötigen Rückenwind gegeben“, erinnert sich die Seppenraderin.

Spendenradtour von Yvonne Brokop und Olaf Vicktor zum Wolfgangsee 2018

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  • Verabschiedet von zahlreichen Lüdinghausern und auf den ersten Kilometern der Spendenradtour von heimischen Radsportfreunden begleitet, machten sich Yvonne Brokop und Olaf Vicktor 2018 vom Kirchplatz aus auf den Weg zum Wolfgangsee in Österreich.

    Foto: Peter Werth
  • Rund 4000 Euro Spenden für das an Leukämie erkrankte russische Mädchen Alina Kalabuhhova nahmen die beiden Lüdinghauser durch die Tour ein.

    Foto: privat
  • Yvonne Brokop und Olaf Vicktor bei einem Stopp.

    Foto: privat
  • Yvonne Brokop und Olaf Vicktor bei einem Stopp.

    Foto: privat
  • Ziel in Sicht: Yvonne Brokop und Olaf Vicktor kurz vor dem Wolfgangsee.

    Foto: privat
  • Yvonne Brokop und Olaf Vicktor am Ufer des Wolfgangsees.

    Foto: privat
  • In St. Wolfgang wurden die Radler Yvonne Brokop (2.v.l.) und Olaf Vicktor (r.) von der stellvertretenden Bürgermeisterin Petra Wimmer und Tourismusgeschäftsführer Thomas Möslinger empfangen.

    Foto: privat
  • Nach insgesamt 2008,2 Kilometern waren Yvonne Brokop Olaf Vicktor 20018 zurück in der Heimat.

    Foto: privat

Allerdings erfordert das neue Spendenprojekt noch mehr organisatorische Vorbereitung und Training. „Wir sind zwar leidenschaftliche Hobby-Radsportler, die jede Woche 200 bis 500 Kilometer fahren, aber eben keine Profis. Barcelona ist noch mal eine ganz andere Hausnummer als der Wolfgangsee“, gibt Brokop zu bedenken. „Wie ernährt man sich richtig bei so einer Tour? Wie verhindert man es, dass die Muskeln übersäuern?“ Das sind nur einige von vielen Fragen, die zu klären sind. „Ansonsten kann die Tour irgendwann schnell vorbei sein – und das ist keine Option“, versichert Vicktor.

Mitfahrer gesucht

Gerne würden die beiden Seppenrader diesmal mit einem Team fahren und bis zu vier weitere Mitfahrer dafür gewinnen. „Man kann dann nicht nur viele schöne Erfahrungen teilen, sondern sich auch gegenseitig unterstützen und wechselnd Windschatten bieten“, so Brokop. Ideal wäre es, wenn jemand mit einem Fahrzeug – einem Bulli oder Pkw mit Anhänger – die Gruppe begleiten würde. „Dann könnte das Gepäck darin befördert werden, und wir könnten alle mit Rennrädern fahren.“

Benötigt: Zeit, Fitness und Geld

Drei Dinge muss man aber auf jeden Fall mitbringen, so Vicktor: „Die nötige Zeit, die nötige Fitness und das nötige Geld.“ Denn alle tragen die eigenen Kosten selbst. Da komme eine gewisse Summe für Unterkunft und Verpflegung zusammen. „Man verbrennt auf der Strecke ordentlich Kalorien. Da muss man dann auch gut futtern“, gibt Brokop zu bedenken. „Und wenn Hoteliers irgendwo eine kostenlose Übernachtung anbieten, geht das gesparte Geld aufs Spendenkonto.“

Für welchen guten Zweck diesmal gefahren wird, wird übrigens erst im September bekanntgegeben. Eine bestimmte Summe wird dabei nicht anvisiert. „Egal, was zusammenkommt – jeder Euro ist ein bisschen mehr für die gute Sache“, merkt Brokop an. Aber man darf ja mal träumen: „Wenn jeder Lüdinghauser einen Euro gäbe, wären das knapp 25 000 Euro  . . .“

E-Bikes kommen nicht in Frage. Wir wollen es ja alle gemeinsam aus eigener Kraft schaffen.

Olaf Vicktor

Ein Ausschlusskriterium zum Mitfahren gibt es übrigens: „E-Bikes kommen nicht in Frage“, sagt Vicktor mit einem Schmunzeln: „Wir wollen es ja alle gemeinsam aus eigener Kraft schaffen.“

Kontakt

Interessenten, die mitfahren oder sich über das Projekt informieren möchten, können sich bei Olaf Vicktor unter der Telefonnummer 0 16 3/6 34 68 46 melden.

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