LWL-Sozialdezernent Matthias Münning nimmt Stellung
„Träger müssen unbedingt mithelfen“

Lüdinghausen -

Zum Anliegen der Initiative Wohnplatzsuche äußerte sich auf WN-Anfrage LWL-Sozialdezernent Matthias Münning in einer schriftlichen Stellungnahme:

Samstag, 03.08.2019, 08:01 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 08:10 Uhr
LWL-Sozialdezernent Matthias Münning
LWL-Sozialdezernent Matthias Münning Foto: LWL

„Der LWL arbeitet intensiv daran, ein bedarfsgerechtes ortsnahes Angebot auch für den Kreis Coesfeld zu erreichen. Er ist dabei auf die Zusammenarbeit mit den Trägern von Diensten und Einrichtungen, mit dem Kreis und den Betroffenen angewiesen.

Der Kreis Coesfeld hat aktuell eine deutliche Überversorgung an stationären Plätzen, im Moment gibt es insgesamt 1199 Plätze in Wohnheimen. Was dabei nicht wünschenswert ist: Es gibt in den Einrichtungen viele Menschen, die nicht aus dem Kreis stammen und damit weit entfernt von ihrer Herkunftsregion versorgt werden. Der LWL arbeitet daran, auch für die Menschen in den anderen Regionen eine ortsnahe Versorgung anzubieten.

Außerdem wissen wir, dass es im Kreis besonders wenige intensive ambulante Betreuungsangebote für Menschen gibt, die auch selbstständig wohnen könnten. Das Ziel muss sein, diesen Menschen das Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Hier müssen die Träger unbedingt mithelfen.

Die sogenannten Wartelisten stammen nicht vom LWL. Wir raten den Betroffenen, beim LWL einen Antrag zu stellen. Durch diesen Antrag würde dann auch klar, wann der Wechsel von der Familie in ein öffentliches Betreuungsangebot gewünscht wird. Die Erfahrung lehrt, dass häufig Jahre bevor ein Wechsel ins Auge gefasst wird, bereits bei dem Träger angefragt wird, der dann seinerseits eine Warteliste führt.

Der LWL stimmt sich mit allen Beteiligten ab, es gibt eine ganze Reihe von Gesprächen, das nächste im August. Die Geschwindigkeit der Entwicklung wird nur höher, wenn alle mitziehen.“

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