Ostbevernerin steht an Vereinsspitze
1000 Hügel im flachen Münsterland

Ostbevern -

Die Ostbevernerin Janine Frönd ist erste Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „1000 Hügel“, der sich im afrikanischen Ruanda engagiert. Ziel ist es, die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Langfristige Perspektiven sollen geschaffen werden.

Donnerstag, 08.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 13:38 Uhr
Der Vorstand des Vereins „1000 Hügel“: (v.l.) Annkathrin Borowski (Jugend), Katrin Pottebaum (Kassenwartin), Janine Frönd (erste Vorsitzende), Catrin Hirsch (Schriftführerin) und Lars Frönd (zweiter Vorsitzender).
Der Vorstand des Vereins „1000 Hügel“: (v.l.) Annkathrin Borowski (Jugend), Katrin Pottebaum (Kassenwartin), Janine Frönd (erste Vorsitzende), Catrin Hirsch (Schriftführerin) und Lars Frönd (zweiter Vorsitzender).

Alles neu macht der Mai. Dabei ist das wahre Neue in erster Linie der Verein. Aktiv und engagiert war Janine Frönd schon länger. „Dass wir den Verein ,1000 Hügel’ gegründet haben, hat vor allem damit zu tun, dass wir so weniger auf Partnerorganisationen in Deutschland angewiesen sind und damit schneller und flexibler agieren können“, so die erste Vorsitzende des neu gegründeten Vereins, der zwar seinen Sitz in Ostbevern hat, dessen Mitglieder aber auch aus Telgte, Münster und anderen Städten und Gemeinde der Region kommen.

Im Jahr 2015 hatte Janine Frönd das erste Mal ihren Fuß auf ruandischen Boden gesetzt. Was folgte war ein stetig wachsendes Engagement für das ostafrikanische Land. Als private Einzelperson war sie da immer auf Kooperationen mit anderen Vereinen angewiesen. „Sowohl ,Iriba-Brunnen‘, die Unterstützung von Kinder der Batwa oder auch das Ziegenprojekt ( WN berichteten) – jedes Mal war ich auf der Suche nach immer neuen Kooperationspartnern. Das ändert sich nun nach der Vereinsgründung.“ Und die kommt zu einem guten Zeitpunkt, sind ihre bereits angestoßenen Projekte doch soweit geraten, das, sofern sie nicht schon zu einem guten Abschluss gebracht werden konnten, derzeit kurz davorstehen.

Als sie die Idee der Vereinsgründung weiter durchdacht hatte, fragte Janine Frönd zunächst einmal in ihrem Bekanntenkreis nach, ob wer Interesse hätte, sich bei „1000 Hügel“ zu engagieren. „Die Bereitschaft war unglaublich. Quasi über Nacht waren wir 20 Personen. Diese Unterstützung ist einfach großartig“, freut sie sich noch immer über den guten Start des Vereins, der bereits tätig geworden ist und derzeit einen Wassertank finanziert und die Renovierung eines Wohnheims für 190 Jungen vorantreibt.

Worauf der neue Verein aber besonders stolz ist, sind seine „Junior Member“, die Jugendgruppe von „1000 Hügel“. Ihr erstes Treffen hat im Juni stattgefunden und war, nach eigener Auskunft, sehr produktiv. Erklärtes Ziel der Jugendgruppe ist es, einen regelmäßigen Austausch sowie ein Netzwerk mit Jugendlichen aus Ruanda aufzubauen. So soll es bei den Treffen regelmäßig Videochats mit Jugendlichen aus Ruanda geben die unter dem Titel „#DearFriend4.0“, Projekte initiiert wie zum Beispiel das „#CharityBottle“ und regelmäßige Statusupdates auf ihrem Blog geben. Ein erstes digitales Treffen hat es sogar bereits gegeben. „40 Minuten haben sich die Gruppen ausgetauscht und freuen sich aufs nächste Mal“, berichtet Janine Frönd.

Der Verein „1000 Hügel“ hat sich von Anfang an nur wenige Beschränkungen gesetzt, um möglichst flexibel und handlungsfähig zu sein. „Unser Ziel ist es, die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Wir möchten langfristige Perspektiven schaffen und Jugendliche, insbesondere junge Frauen in den ländlichen Gebieten, effektiv dabei unterstützen ein eigenes Einkommen zu erzielen, um langfristig eigenständig für sich und ihre Familien sorgen zu können“, erklärt Janine Frönd einen von zwei Punkten, die aber stets gewährleistet sein müssen, wenn der Verein sich engagiert. „Neben dem Thema Bildung unterstützen wir Projekte, die der Gesundheit, der Ernährung und der Versorgung mit Trinkwasser zugute kommen.“ Dabei wäre in der Satzung auch bewusst darauf verzichtet worden, dass sich der Verein nur in einem Land engagieren darf. „Zusammengefasst könnte man sagen, dass, wenn das Projekt etwas für die Bildung oder die Verbesserung der Gesundheit in einem Land, das dem „Globalen Süden (Details siehe Infobox)“ zugeordnet wird, bewirkt, dann könnten wir aktiv werden.“ Und jeder der will, sei eingeladen mitzuwirken und etwas zu bewegen, betont sie. Getreu dem Motto der Jugendgruppe: „Machen ist wie wollen, nur krasser!“

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