Neil Semer und Schüler im Kapitelsaal
Ein internationales Gesangsmosaik

Lüdinghausen -

Zwei Wochen lang arbeiten Neil Semer und 21 internationale Sänger derzeit in Coesfeld an Gesang und künstlerischem Ausdruck. Beim Konzert im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen setzte Michael Scheel neben zahlreichen Auftritten aus den Bereichen Oper und Musical einen besonderen musikalischen Farbtupfer.

Donnerstag, 08.08.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2019, 16:51 Uhr
Die Sänger des „Neil Semer Vocal Institute“ sorgten mit hochklassigen Auftritten aus den Bereichen Oper, Musical, Pop und Rock für Begeisterung bei den zahlreichen Zuschauern im Kapitelsaal.
Die Sänger des „Neil Semer Vocal Institute“ sorgten mit hochklassigen Auftritten aus den Bereichen Oper, Musical, Pop und Rock für Begeisterung bei den zahlreichen Zuschauern im Kapitelsaal. Foto: Bastian Becker

„Das macht so viel Spaß. Dass ich dafür bezahlt werde, ist verrückt“, äußerte Neil Semer, Leiter des alljährlichen „ Neil Semer Vocal Institute “, während des Auftritts seiner Sänger und Sängerinnen im Rahmen des KAKTuS-Sommerfestivals am Mittwochabend im Kapitelsaal. Nicht nur der US-amerikanische Gesangslehrer, der interessant und humorvoll durch den Abend führte, sondern auch die mehr als 100 Zuhörer waren begeistert von dem durchweg hohen Niveau, das die musikalischen Gäste von vier Kontinenten anboten.

Zwei Wochen arbeitet die internationale Gruppe aus 21 Personen noch bis Sonntag in Coesfeld intensiv an Gesang und künstlerischem Ausdruck. Herausgekommen ist in Lüdinghausen ein mit zahlreichen Höhepunkten gespicktes Gesamtkunstwerk. Ob Bariton Christian Hohn mit seiner sanften, wohltemperierten Darbietung von Schumanns „Auf einer Burg“, Alma Samimis energiegeladene Darbietung von „Glück ist ein kurzer Traum“, Jacqueline Enrique Cohens mit einschneidender Stimme und purer Verzweiflung präsentierte Arie „Vissi d‘arte“ aus Puccinis Oper „Tosca“ oder Alexandra Untiedt, die sich mit einer Arie aus der Verdi-Oper „Der Troubadour“ schier die Stimme aus dem Leib sang – schon in dem von Operngesang dominierten ersten Teil kann man etliche Höhepunkte aufzählen und muss dabei noch einige auslassen.

Opern-Glanzlichter

Nach der Pause vermischten sich Musical-Auftritte wie „I didn‘t plan it“ aus „Waitress“, mit dem Charleigh Parker mit Publikum und Stimme spielend für Freude sorgte, und sogar eine Rockballade ( Michael Scheels selbstgeschriebenes und leidenschaftlich gesungenes „Where are you now, my friend?“) mit weiteren Opern-Glanzlichtern („Caro Nome“ aus Verdis „Rigoletto“, eine Arie, in der Amelie Müller scheinbar mühelos durch die höchsten Töne spaziert, und als Finale Nataliia Ulasevychs gewaltige Doppelarie aus Bellinis „La Sonambre“). So entstand ein noch abwechslungsreicheres Mosaik.

Die Reaktionen der Zuschauer, die sich am Ende des zweieinhalbstündigen Programms von ihren Sitzen erhoben, zeigten: Die Künstler haben alle mitgerissen. Umso mehr freuten sich die Anwesenden über Semers Verabschiedung: „Bis hoffentlich nächstes Jahr!“

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