Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses
Verzögerung sorgt für Unmut

Lüdinghausen -

Die Freiwillige Feuerwehr braucht dringend mehr Platz, vor allem für Umkleiden. Deshalb bekommt das Gerätehaus einen Anbau. Bei den seit Februar laufenden Arbeiten gab es jedoch Verzögerungen – und die sorgen mittlerweile für Unmut bei den ehrenamtlichen Kräften der Wehr.

Samstag, 17.08.2019, 09:00 Uhr
Seit Anfang Februar laufen die Arbeiten zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses – allerdings mit Verzögerungen.
Seit Anfang Februar laufen die Arbeiten zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses – allerdings mit Verzögerungen. Foto: Anne Eckrodt

Seit Anfang Februar haben die Handwerker das Sagen am und im Feuerwehrgerätehaus. Ein Anbau sorgt dafür, dass die Einsatzkräfte künftig knapp 200 Quadratmeter mehr zur Verfügung haben. Platz, der vor allem für Umkleideräume dringend benötigt wird ( WN berichteten). Mittlerweile sind die Fenster eingebaut, Elektriker und Heizungsinstallateure haben im Innern ihre Arbeit aufgenommen. „Ende Oktober soll alles fertig sein“, kündigte Anja Kleykamp , Pressesprecherin der Stadt, auf Anfrage der WN an.

Das war jedoch anders geplant. „Uns wurde anfangs gesagt, dass die Arbeiten im August abgeschlossen sein würden“, machte Wehrführer Günter Weide im Gespräch mit den WN deutlich. Dabei zeigte er durchaus Verständnis dafür, dass es – wie in diesem Fall – durch mehrfach erforderliche Ausschreibungen für die Vergabe der Fenster-Aufträge zu Verzögerungen kommen kann. „Wir hatten jedoch wochenlang kompletten Stillstand auf der Baustelle“, kritisierte er.

Wir hatten wochenlang kompletten Stillstand auf der Baustelle.

Günter Weide

An die Fertigstellung Ende Oktober mag er daher nicht so recht glauben, zumal im Innern beispielsweise noch der komplette Es­trich fehlt. „Es wird schnellbindender Estrich gelegt. Die Arbeiten sind ausgeschrieben, Submissionstermin ist nächste Woche“, teilte der Beigeordnete Matthias Kortendieck am Freitag mit.

Dass es während der Bauphase zu Einschränkungen kommen würde, sei allen vorher klar gewesen, betonte der Wehrführer. Dafür habe auch jeder Verständnis. Doch: „Wir bewegen uns hier in Staub und Dreck – und das bei den immens hohen Einsatzzahlen, die wir derzeit haben. Dass das nun länger als geplant der Fall sein wird, ist mehr als ärgerlich. Zumal wir auch keine Rückzugsräume haben, in denen wir nach schwierigen Einsätzen das Erlebte in Ruhe aufarbeiten können“, hob Weide hervor. Und noch etwas ärgert ihn: die Kommunikation von Seiten der Verwaltung. „So gut die Zusammenarbeit mit der Stadt auch ansonsten läuft, beim Informationsfluss in Sachen Baustelle hat es in den letzten Monaten gehapert.“ Kortendieck versprach, den Ball aufzunehmen und kündigte an, „künftig noch engmaschiger mit der Wehr zusammenzuarbeiten“.

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