CDU-Landtagsabgeordneter besucht St.-Marien-Hospital
Gesundheit kostet Geld

Lüdinghausen -

Einmal im Jahr „tingeln“ die Landtagsabgeordneten mit dem Rad durch ihre Wahlkreise, um sich direkt vor Ort über die Themen, die die Menschen beschäftigen, zu informieren. Dietmar Panske (CDU) besuchte dabei unter anderem das St.-Marien-Hospital in Lüdinghausen. Diese Visite dauerte länger als geplant.

Donnerstag, 22.08.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 12:06 Uhr
Vor Ort ließ sich der CDU-Landtagsabgeordnete Dietmar Panske (Mitte) vom Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, Tim Richwien (4.v.r.), informieren.
Vor Ort ließ sich der CDU-Landtagsabgeordnete Dietmar Panske (Mitte) vom Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, Tim Richwien (4.v.r.), informieren. Foto: ben

Wenn sich ein Politiker in ein Krankenhaus begibt – nicht um sich behandeln, sondern über die Situation vor Ort informieren zu lassen –, dann kann der Aufenthalt schon mal ein bisschen länger dauern als ursprünglich gedacht. Genau diese Erfahrung machte am Mittwochnachmittag der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Dietmar Panske bei seiner jährlichen Sommer-Radtour durch den Kreis Coesfeld.

Seit Jahren laufen die Ausgaben im Gesundheitsbereich den öffentlichen Fördermitteln auf und davon.

Tim Richwien, Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals

Nach einer Besichtigung der renaturierten Steverauen ging es in Begleitung der Lüdinghauser CDU-Vertreter ins St.-Marien-Hospital, wo Geschäftsführer Tim Richwien , Pflegedirektor Johannes Beermann und die Referentin der Geschäftsleitung, Monika Kleingräber-Niermann, dem Abgeordneten zunächst einen allgemeinen Überblick über das Haus gaben, im weiteren Gespräch dann aber vor allem über die stetig wachsenden Herausforderungen berichteten, denen sich ein eher kleines Krankenhaus im ländlichen Bereich gegenüber sieht. Wenig überraschend ging es dabei in erster Linie um die aus Sicht der Geschäftsführung unzureichende finanzielle Unterstützung durch das Land. „Seit Jahren laufen die Ausgaben im Gesundheitsbereich den öffentlichen Fördermitteln auf und davon“, unterstrich Richwien. Wenn Gelder für den Ausbau einer Straße fehlten, sei das das Eine, wenn aber in Krankenhäusern das Geld fehle, gehe es im Zweifelsfall um Leben und Tod, so der Geschäftsführer.

„Es ist so, wir haben in NRW, und das nicht nur im Gesundheitswesen, einen riesigen Investitionsstau abzuarbeiten“, benannte Panske das Problem. Vor diesem Hintergrund habe die Landesregierung ja auch, zu den regulären Fördermitteln, einen zweiten Fördertopf geschaffen – für das Jahr 2019 beläuft sich dieser auf 65 Millionen Euro –, um darüber zusätzlich Einzelmaßnahmen in den Krankenhäusern zu unterstützen. Für genau solch eine, nämlich die Erweiterung des Bettenhauses A durch einen neuen Gebäudeflügel, habe das Marienhospital aktuell einen entsprechenden Förderantrag gestellt. „Da warten wir aber noch auf den Bescheid“, so Richwien.

Sanierung soll noch im Herbst starten

Bereits bewilligt sind dagegen die Fördergelder für die geplante Sanierung des Bettenhauses B, die noch im Herbst starten soll. „Hier fehlt uns nur noch die Baugenehmigung durch den Kreis“, informierte Richwien. Vor allem die sanitäre Situation auf den Stationen mache eine Sanierung unumgänglich. Sich im Extremfall mit sechs Patienten ein WC teilen zu müssen, sei nicht mehr haltbar.

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