Infoabend zur Umgestaltung
Münsterstraße verändert ihr Gesicht

Lüdinghausen -

Die nächste Straße, bitte: Im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes werden nach und nach Teile der Innenstadt umgestaltet. Demnächst ist die Münsterstraße zwischen Markt und Borg/Blaufärbergasse an der Reihe. Bei einem Informationsabend stellten Stadt und Landschaftsarchitekt die Pläne vor. Vieles dürfte den Lüdinghausern bekannt vorkommen.

Samstag, 07.09.2019, 06:00 Uhr
Im Sommer 2021 soll es hier anders aussehen: Im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes wird die Münsterstraße zwischen Marktplatz und Borg/Blaufärbergasse umgestaltet.
Im Sommer 2021 soll es hier anders aussehen: Im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes wird die Münsterstraße zwischen Marktplatz und Borg/Blaufärbergasse umgestaltet. Foto: Anne Eckrodt

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sorgt seit geraumer Zeit dafür, dass einige Straßenzüge in der Lüdinghauser Innenstadt ihr Gesicht verändern. Bald ist auch die Münsterstraße dran. Wie der Abschnitt zwischen Marktplatz und Einmündung Borg/Blaufärbergasse künftig aussehen wird, erläuterte Landschaftsarchitekt Stephan Bracht vom Büro SAL (Münster) bei einer Informationsveranstaltung in der Burg Lüdinghausen am Donnerstagabend. „Es wird schön, aber es wird nicht alles neu“, fasste er die Planungen zusammen.

Bekannt vorkommen werden den meisten Passanten Elemente wie die Fahrradbügel, Abfalleimer und die sechs Spalierplatanen samt begeh- und befahrbarer Baumscheiben. „All das kennen Sie bereits von anderen Bereichen der Innenstadt wie dem Marktplatz oder der Mühlenstraße“, so Bracht an die knapp 30 Zuhörer im Ausschusszimmer gewandt.

Es wird schön, aber es wird nicht alles neu.

Stephan Bracht

Das Thema Barrierefreiheit spielt in den Planungen des Büros SAL eine wesentliche Rolle. So werden künftig auch auf diesem Teil der Münsterstraße taktile Elemente Menschen mit Sehbehinderungen die Orientierung erleichtern. „Diese Streifen sind mit dem Fahrrad allerdings nicht gut befahrbar“, gab Herbert Baur vom ADFC Lüdinghausen zu bedenken. „Wir verwenden hier Elemente mit etwas engeren Rillen als am Markt“, erläuterte Bracht. Und er fügte hinzu: „Zudem glaube ich, dass die Radfahrer hier eher in der Mitte der Fahrbahn fahren.“

Apropos Fahrbahn: Die wird künftig etwas schmaler werden. Davon profitieren die Randbereiche. „Dort haben wir künftig 2,10 bis 2,20 Meter auf jeder Seite und damit eine komfortablere Situation vor den Ladenlokalen“, machte der Landschaftsarchitekt deutlich. Er rechnet mit einer rund viermonatigen Bauphase. Start könnte im Winter 2020 beziehungsweise Frühjahr 2021 sein – „auf jeden Fall nach dem Weihnachtsgeschäft“, wie Bracht auf Nachfrage von Anna Berling, Inhaberin der Buchhandlung „Drei-Burgen-Buch“, betonte.

Sitzgelegenheit einplanen

Andere Zuhörer wollten wissen, wie es mit Sitzgelegenheiten auf dem Stück der Münsterstraße aussieht. „Dort sind viele Menschen mit Rollator unterwegs, und die sind dankbar, wenn sie sich zwischendurch mal hinsetzen können“, regte eine Teilnehmerin der Informationsveranstaltung an. „Wenn das gewünscht wird, nehmen wir das gerne mit auf. Die Frage ist nur, ob hier eine Bank fest installiert werden sollte, die dann immer an der Stelle steht, oder ob – wie es das ja schon gibt – eine mobile Bank besser in das Gesamtgefüge passt“, sagte Bracht. Bürgermeister Richard Borgmann sagte zu, diese Anregung ebenso aufzugreifen wie die, über die Verteilung der Bäume beziehungsweise ein oder zwei zusätzliche Spalierplatanen noch einmal nachzudenken.

Für die Anlieger in den Zuhörerreihen hatte er zum Schluss noch eine gute Nachricht: Sie werden für die Umgestaltung des Straßenabschnitts nicht zur Kasse gebeten.

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