Lüdinghausen
3,5 Millionen Euro investiert

Seppenrade -

Im ehemaligen Teppichhandel an der Seppenrader Straße tut sich was: Auf einer Fläche von dann insgesamt fast 5000 Quadratmetern wird dort ab Anfang 2020 die Caritas ihre Lüdinghauser Werkstätten konzentrieren. Derzeit wird das Gebäude umfangreich umgebaut und saniert. Investor Bernd Klapheck nimmt dafür rund 3,5 Millionen Euro in die Hand.

Samstag, 07.09.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 14:52 Uhr
Ressortleiter Martin Weißenberg (v.l.), Werkstattleiter Markus Döpker und Investor Bernd Klapheck begutachten die Pläne für den Umbau des ehemaligen Teppichhauses zum neuen Domizil der Caritas-Werkstätten an der Seppenrader Straße. Klap­heck investiert dort rund 3,5 Millionen Euro.
Ressortleiter Martin Weißenberg (v.l.), Werkstattleiter Markus Döpker und Investor Bernd Klapheck begutachten die Pläne für den Umbau des ehemaligen Teppichhauses zum neuen Domizil der Caritas-Werkstätten an der Seppenrader Straße. Klap­heck investiert dort rund 3,5 Millionen Euro. Foto: r

Die gute Nachbarschaft hat sich seit Jahren bewährt. Die Caritas-Werkstatt an der Seppenrader Straße arbeitet schon lange intensiv mit der Firma von Bernd Klapheck am selben Standort zusammen. Diese Kooperation wird sich ab dem kommenden Jahr noch verstärken. Ab Januar siedelt die Werkstatt für 130 Menschen mit geistiger Behinderung, Körperbehinderung und schwerstmehrfacher Behinderung aus dem Gewerbegebiet Tetekum an die Seppenrader Straße um. Zurzeit sind dort 84 Menschen mit psychischer Beeinträchtigung beschäftigt.

Über 200 Beschäftigte an einem Standort

Klapheck, der sein Marketing-Unternehmen gemeinsam mit seinen Kindern führt, hat Ende des Jahres 2018 das Gebäude des ehemaligen Teppichhandels erworben. Nach Beendigung der derzeit auf Hochtouren laufenden Sanierungs- und Umbauarbeiten in dem weiträumigen Gebäude werden die Caritas-Werkstätten zu ihren derzeit rund 1800 Quadratmetern weitere 3000 Quadratmeter hinzubekommen. „Wir investieren rund 3,5 Millionen Euro“, sagte Klap­heck, den die Idee für diese Ansiedlung seit rund drei Jahren umtreibt.

Terrassen zum Ausspannen

Bei der Umsetzung der Umzugspläne seien auch die jeweiligen Werkstatträte eingebunden gewesen, betonte Werkstattleiter Markus Döpker . Die Umgestaltung geschehe nach modernsten Gesichtspunkten. So verfüge die Werkstatt künftig neben den Arbeitsräumen über viele Bewegungsflächen, eine große Kantine sowie über eine eigene Turnhalle. Und: Da die Fassade des langgezogenen Gebäudes an vielen Stellen für bodentiefe Fensterflächen geöffnet wird, werden die Räume von viel hellem Tageslicht durchflutet. Zudem werden entlang der Fronten kleine Terrassen angelegt, die von den Beschäftigten für kleine Pausen genutzt werden können. Die gesamte Stromversorgung des Objektes, so Klap­heck, werde über eine eigens installierte Photovoltaikanlage gewährleistet. Außerdem soll eine E-Strom-Tankstelle entstehen.

Fassade in Holzoptik

Den Umfang der Arbeiten beschreibt der Investor so: Es seien rund 350 laufende Meter Wände eingezogen worden, dadurch entstanden circa 50 Räume mit über 100 Türen. Die Wand zum Marderweg hin wurde sogar komplett verglast. Die Fassade selbst soll in einer ansprechenden Holzoptik gestaltet werden. Die Planung der Umgestaltung des Firmengebäudes liegt in Händen des Architekten Hermann Klap­heck – dem Bruder des Investors. Mit den Arbeiten sind nahezu ausschließlich Lüdinghauser Firmen beauftragt worden.

Caritas als professioneller Dienstleister

Froh über die Entwicklung des Standortes ist nicht nur Werkstattleiter Döpker. Auch Martin Weißenberg, Ressortleiter Arbeit und Rehabilitation bei der Caritas, ist rundum zufrieden. Der Umzug sei eine große Chance für die Werkstatt. Im Gewerbegebiet Tetekum seien die Arbeitsstätten bislang auf zwei Gebäude verteilt – ein nicht wirklich befriedigender Zustand. Und: „Die Werkstatt ist über die Jahre ein professioneller Dienstleister geworden. Wir arbeiten mit hoher Präzision und Qualität“, unterstrich er.

Für Klapheck steht fest: Die neue Werkstatt solle für die Menschen mit Behinderung „nicht nur Arbeits-, sondern auch Lebensraum sein“. Zugleich verweist er auf die Öffentlichkeitswirksamkeit des ansprechenden Standortes auf dem Weg nach Lüdinghausen.

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