1000 Kilometer bis Nysa
50 Biker starten zur Pilgertour

Lüdinghausen -

1000 Kilometer bis zum Ziele – aber irgendwie ist auch der Weg das Ziel: 50 Biker starteten am Samstagmorgen von der Kirche St. Felizitas aus zu ihrer Pilgerreise ins polnische Nysa.

Montag, 09.09.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 16:26 Uhr
50 Motorradfahrer – unter ihnen auch Pfarrer Benedikt Elshoff – starteten am Samstagmorgen auf die 1000 Kilometer lange Strecke nach Polen.
50 Motorradfahrer – unter ihnen auch Pfarrer Benedikt Elshoff – starteten am Samstagmorgen auf die 1000 Kilometer lange Strecke nach Polen. Foto: Michael Beer

„Fahrt bitte vorsichtig, auch wenn ihr Gottes Reisesegen erhalten habt“, bat Pfarrer Benedikt Elshoff nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Felizitas, an dem neben den Motorradwallfahrern auch einige Wallfahrer teilnahmen, die am Mittwoch mit dem Bus nach Neisse fahren.

50 Biker – der älteste von ihnen 81 Jahre alt – auf 43 Maschinen, begleitet von einem Bulli mit Trailer, in dem weitere vier Personen saßen, machten sich am Samstagmorgen auf den rund 1000 Kilometer langen Weg nach Polen. Elshoff, Josef Entrup und Amandus Petrausch hatten sich bereits im vergangenen Jahr mit der Strecke vertraut gemacht, die nun in mehreren Gruppen, farblich voneinander durch bunte Warnwesten mit der Aufschrift „Pilgerreise Lüdinghausen-Polen 2019“ getrennt, in Angriff genommen wurde.

Fahrt bitte vorsichtig, auch wenn ihr Gottes Reisesegen erhalten habt.

Pfarrer Benedikt Elshoff

Nach einem gemeinsamen Frühstück im Pfarrheim St. Felizitas erhielten alle Teilnehmer neben den bunten Warnwesten ein Liederbuch mit Liedern, Texten und Gebeten, ein Pilgerheft, in das sie ihre Eindrücke dieser Reise eintragen können, sowie eine Kerze und einen kleinen Christopherus.

Im Gottesdienst nach dem Frühstück wies Pfarrer Elshoff in seiner Predigt darauf hin, dass die Warnwesten nicht nur ein Zeichen sind, sicher unterwegs zu sein, „Ihr seid Verkünder, gebt Zeugnis im Gespräch mit anderen Menschen. Wir wollen uns mit Texten befassen, die uns die Kirche geschenkt hat. Lasst euch nicht abbringen von der Hoffnung, die das Evangelium euch schenkt. Wir sind eine Gemeinschaft und haben viel Zeit zu sprechen“, so Elshoff, der zusammen mit Pastoralreferent Reinhold Leydecker die geistliche Leitung der Pilgerreise innehat.

Lüdinghauser Biker-Pilger starten nach Polen

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Die erste Etappe führte am Samstag bis nach Meisdorf im Harz. Weitere 350 Kilometer wurden am Sonntag auf dem Weg nach Görlitz gefahren, mit einem Gottesdienst im Kloster Helfta in Eisleben. Der heutige Montag wird in Marienthal, mit einem Besuch und einem Gottesdienst im Kloster Marienthal verbracht, bevor es am Dienstag über Kloster Haindorf (Hejnice) in Tschechien zum Ziel nach Nysa geht – zur Partnergemeinde St. Jakobus. Dort werden nach dem Gottesdienst am Mittwoch Motorradtouren zum Annaberg oder nach Breslau oder mit Pfarrer Nikolaus Mroz ein Spaziergang durch Nysa angeboten. Abends sollen dann auch die 30 Buswallfahrer aus Lüdinghausen eintreffen, die von Pfarrer Günther Grote und Karl-Heinz Kocar, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, begleitet werden.

Ihr seid Verkünder, gebt Zeugnis im Gespräch mit anderen Menschen.

Pfarrer Benedikt Elshoff

Höhepunkt wird die gemeinsame Fahrt am Donnerstag nach Tschenstochau“ sein, wo nach dem Gottesdienst in der Rosenkranzkapelle die Wallfahrt zur „Schwarzen Madonna“, zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte in Osteuropa, auf dem Programm steht.

Die Motorradfahrer machen sich nach dem Gottesdienst und dem Reisesegen von Pfarrer Mroz am Freitag entweder auf den Heimweg, mit Übernachtungen in Dresden und Reifenstein, oder nach Wien, wo vor der Rückkehr in Eigenregie am Sonntag noch das Stift Heiligenkreuz als Wallfahrtsziel a besucht wird. Die Buswallfahrer kehren am Sonntagabend nach Lüdinghausen zurück.

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