Labormobil in Lüdinghausen
Dem Brunnenwasser auf der Spur

Lüdinghausen -

Ist das eigene Brunnenwasser zum Gießen oder als Trinkwasser geeignet? Antworten darauf gibt es bald auf dem Lüdinghauser Marktplatz.

Mittwoch, 11.09.2019, 17:00 Uhr
Harald Gülzow (rechts) nimmt die Probe eines Brunnennutzers am Labormobil entgegen.
Harald Gülzow (rechts) nimmt die Probe eines Brunnennutzers am Labormobil entgegen. Foto: Gerhard Seybert

Ist das eigene Brunnenwasser für das Befüllen des Planschbeckens, zum Gießen, als Trinkwasser für Tiere oder sogar für Menschen geeignet? Wer das herausfinden will, ist am 18. September (Mittwoch) auf dem Lüdinghauser Marktplatz genau richtig. Dort kommt von 9 bis 11 Uhr das Labormobil der gemeinnützigen Organisation VSR-Gewässerschutz zum Einsatz.

Projektleiter und Diplom-Physiker Harald Gülzow nimmt am Labormobil, gegen eine Kostenbeteiligung von zwölf Euro Wasserproben entgegen und untersucht sie vor Ort auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Gegen Ende der Aktion können die Untersuchungsergebnisse vor Ort schon wieder abgeholt werden.

Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollten zur Probenahme und zum Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden, so der VSR-Gewässerschutz. Besonders geeignet seien dabei bis zum Rand gefüllte 0,5-Liter-Flaschen aus Kunststoff.

Auch im nächsten Sommer wird der Wasserverbrauch wieder erheblich ansteigen.

Susanne Bareiß-Gülzow

Die Aktion habe einen aktuellen Hintergrund, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation. „Auch im nächsten Sommer wird der Wasserverbrauch wieder erheblich ansteigen“, wird Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz, zitiert. „Spätestens dann stellt das Wasser aus dem eigenen Brunnen eine wichtige Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar. Wer Brunnenwasser nutzt, trägt zu einem nachhaltigen Umgang mit unseren Trinkwasservorräten für die Zukunft bei.“

Der Haken: Verschmutzte Nitrate und Pestizide würden das Grundwasser in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Region verunreinigen. Auch könnten durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten. „Viele Belastungen kann man nicht sehen oder riechen“, betont der VSR.

Auf dem Marktplatz in Lüdinghausen werden auf Wunsch auch umfangreichere Untersuchungen durchgeführt. Gegen weitere Kosten werden umfangreichere Untersuchungen auf Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien angeboten. Das Ergebnis dieser Analysen wird mit einer Bewertung per Post zugesandt.

Die Brunnenbesitzer würden mit ihren Messwerten nicht allein gelassen, so das Team vom VSR-Gewässerschutz. Es empfiehlt anhand der Messergebnisse, wofür das Brunnenwasser geeignet ist.

Darüber hinaus beantwortet Gülzow, der Experte zum Thema Brunnenwasserqualität, immer freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter ✆  02831 / 976 33 42.

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