Theologisches Forum
Vertrauen am Sterbebett

Lüdinghausen -

Zum letzten Mal leitet Karl-Heinz Kocar die Veranstaltungsreihe des Theologischen Forums, dass diesmal unter dem Titel „Vertrauen“ steht. Zum Auftakt wird Dr. Friederike Rüter erwartet, die einlädt, über Gottervertrauen am Sterbebett zu diskutieren.

Freitag, 13.09.2019, 19:00 Uhr
Dr. Friederike Rüter
Dr. Friederike Rüter Foto: privat

Der Evangelische Kirchentag in Dortmund stand im Juni unter dem Leitwort „Was für ein Vertrauen“. Auf unterschiedlichen Feldern lässt sich heute die Gefährdung dieses Grundwertes humanen Zusammenlebens wahrnehmen, im persönlichen wie im öffentlichen Bereich, bei der Orientierung am Gemeinwohl ebenso wie in der internationalen Politik.

Die Organisatoren im Theologischen Forum haben sich auf drei hochsensible Bereiche konzentriert, um einerseits den Vertrauensschwund und seine Folgen aufzuspüren, andererseits aber auch die Chancen für einen Neuaufbau von Vertrauen auszuloten, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Theaterstück bildet diesmal den Abschuss der Reihe.

Viele Fragen

Das Theologische Forum lädt – wie in den voraufgegangenen 28 Jahren, diesmal zum jedoch zum letzten Mal unter der Leitung von Karl-Heinz Kocar – kritische Zeitgenossen aus Lüdinghausen und Umgebung ein, um über bestimmte Themen zu berichten und anschließend darüber mit den Gästen zu diskutieren.

Zum Theologischen Forum am Dienstag (17. September) um 19.30 Uhr im evangelischen Stephanus-Gemeindezentrum wird Dr. Friederike Rüter von der Evangelischen Kirche von Westfalen aus Schwerte erwartet. Unter dem Titel „Das Schwache stärken und das Starke behüten“ (Buch Ezechiel, Kapitel 16) geht es um Vertrauen am Krankenbett angesichts des Sterbens. Mitsein, Resilienz und Gottvertrauen – angesichts des nahen Todes fragen alle, die am Krankenbett die letzte Wegstrecke gehen oder mitgehen. „Worauf können wir jetzt vertrauen? Was trägt uns? Wo verzweifeln wir? Was hält unsere Hoffnung wach?“ Sterbende fragen so, ihre Angehörigen und Zugehörigen fragen so, ebenso wie Pflegende und Ärzte, Bettnachbarn und Freunde.

Poesie und Gebete

Die Situation kann sehr unterschiedlich sein, ob im Krankenhaus, in einem Hospiz oder Pflegeheim oder in der häuslichen Umgebung. Zwischen falschem, billigem Trost und versteinernder Trauer gilt es, einen vertrauensvollen Weg zu finden, der nicht vertröstet und auch keine falschen Hoffnungen auf Lebensverlängerung verspricht, heißt es in der Presseinformation der Veranstalter weiter.

In der biblischen Tradition gebe es Geschichten von lebendigem, stärkendem Vertrauen angesichts des Todes. Es gebe Poesie und Gebete, die leise oder laut nach einem Vertrauen fragen, das auf den schweren Wegstrecken Halt gibt. In diesem Sinne könnten Christen „Protestleute gegen den Tod“ sein, weil sie sich von einer Hoffnung leiten lassen.

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