„Tag der offenen Tür“ auf dem Flugplatz Borkenberge
Die Verlockung des Fliegens

Seppenrade -

Hinter die Kulissen des Segelflugsports guckten jetzt zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz Borkenberge. Neben vielen Infos gab es auch die Möglichkeit, im Flugsimulator mal selbst im Cockpit zu sitzen oder bei einem der 20-minütigen Rundflüge die Heimat aus der Luft zu betrachten.

Dienstag, 17.09.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 15:10 Uhr
Wie es ist, im Flieger selbst im Cockpit zu sitzen, konnten die Besucher des „Tags der offenen Tür“ auf dem Flugplatz Borkenberge im Flugsimulator ausprobieren.
Wie es ist, im Flieger selbst im Cockpit zu sitzen, konnten die Besucher des „Tags der offenen Tür“ auf dem Flugplatz Borkenberge im Flugsimulator ausprobieren.

Außergewöhnlich hoher Betrieb herrschte jetzt am Flugplatz Borkenberge. Nahezu im Minutentakt starteten und landeten Motor-, Segel- und Ultraleichtflugzeuge. „Hier gibt es ja richtig was zu sehen“, staunten da viele Besucher. Sie waren der Einladung des Luftsportvereins Dülmen (LSV) gefolgt, um bei schönstem Wetter einen Einblick hinter die Kulissen der Sportfliegerei zu erhalten.

Blick hinter die kulissen

„Für uns ist der strahlend blaue Himmel schon eine fliegerische Herausforderung“, sagte Rudolf Ernsing , der bereits vor 39 Jahren die Segelfliegerei zu seinem Hobby gemacht hat. „Bei der Blauthermik ist die aufsteigende Luft nicht an Wolken auszumachen.“ Genau das aber seien die Herausforderungen, die für ihn diesen Sport so erlebenswert werden lassen. „Mit langjähriger Erfahrung weißt du, wo du an Höhe gewinnen kannst. Als aufmerksamer Flieger erkennst du das schon an Kleinigkeiten. Und dann gilt es, die gewonnene Höhe in Strecke umzusetzen“, erklärte der leidenschaftlich fliegende Rentner Besuchern am Beispiel eines Motorseglers. „Der Motor macht dich beim Segelfliegen einigermaßen unabhängig – und er macht Flugschülern den Einstieg in den Sport leichter“, lachte der, der auch ohne Motor gut klar kommt.

Flugsimulator ausprobiert

Um Interessierten das Gefühl während eines Segelflugs zu vermitteln, hatte der Deutsche Aero-Club einen Flugsimulator aufgebaut, der dicht umlagert war. Jugendleiter Jens Brockmann spielte bei den Trockenübungen den Co-Piloten und Thorben Wachenfeld, der eigentlich eher auf dem Wasser denn in der Luft segelt, gab den vorwiegend jungen Nachwuchspiloten die wichtigen Tipps, um nicht als Bruchpilot aus der authentischen Flugzeugkabine steigen zu müssen. „Junge Menschen können sich schon mit 15 Jahren den Traum vom Fliegen erfüllen“, informierte Bernd Bleker . „Ständig befinden sich etwa acht bis zehn Flugschüler in der Ausbildung zum Ultraleichtflieger oder zum Erwerb der Privatpilotenlizenz“, berichtete der LSV-Vorsitzende. Hierfür stehen vier Maschinen zur Verfügung, darunter ein nagelneuer zweisitziger Motorflieger. „Unser Verein lebt von der Ausbildung“, betonte Bleker die Wichtigkeit, junge Menschen für den Sport zu begeistern und den LSV jung zu halten.

67 Jahre alte zweisitzige Piper dabei

Das Interesse beim „Tag der offenen Tür“ war groß. Mehr Gäste als erwartet hatten den Weg in die Borkenberge gefunden. Nicht schlecht staunten sie über eine 67 Jahre alte zweisitzige Piper-Maschine, die mit einem Rolls-Royce-Motor ausgestattet ein echter Hingucker für Flugnostalgiker war und einst in Diensten der Royal Airforce stand. Großer Andrang herrschte an den im und vor dem Hangar des Vereins ausgestellten Flugzeugen. So mancher konnte der Verlockung dann nicht widerstehen, bei einem der zahlreichen 20-minütigen Rundflüge die Heimat aus der Luft zu betrachten und das Gefühl der Sportfliegerei selbst zu erleben. Bei all den spannenden Erlebnissen verwöhnten die Vereinsmitglieder ihre Gäste am Kuchenbüfett und am Grillstand mit kleinen Köstlichkeiten und Getränken.

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