Wohnbebauung auf der Fläche der Astrid-Lindgren-Schule
Kreisausschuss ebnet den Weg

Lüdinghausen -

Das vom Kreis Coesfeld auf dem Gelände der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule geplante Wohnprojekt hat eine erste Hürde genommen. Der Kreisausschuss beauftragte die Kreisverwaltung in seiner Sitzung am Mittwochabend damit, die Idee weiter zu verfolgen. Mit einem Aufwand von rund 15 Millionen Euro sollen dort 71 Wohneinheiten entstehen.

Donnerstag, 19.09.2019, 17:04 Uhr
Auf der Fläche der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule am Nottengartenweg soll eine kleine Wohnsiedlung mit 71 Wohneinheiten entstehen. Das plant der Eigner der Fläche, der Kreis Coesfeld.
Auf der Fläche der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule am Nottengartenweg soll eine kleine Wohnsiedlung mit 71 Wohneinheiten entstehen. Das plant der Eigner der Fläche, der Kreis Coesfeld. Foto: Kreis Coesfeld

Das Abstimmungsergebnis war eindeutig: Mit 15-Ja-Stimmen bei einer Enthaltung sprach sich am Mittwochabend der Kreisausschuss in Coesfeld dafür aus, die Pläne, auf dem Gelände der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule eine Wohnanlage zu errichten, weiter zu verfolgen. Dabei wurden den Kommunalpolitikern bereits konkretere Details des Vorhabens erläutert. So wurde in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (KSG) eine sogenannte „Machbarkeitsstudie zur wohnbaulichen Entwicklung des Grundstücks erstellt“, heißt es in der Vorlage der Kreisverwaltung.

Das Areal umfasst eine Fläche von 7177 Quadratmeter. Darauf könnten 71 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 4331 Quadratmetern entstehen. Gebaut werden sollen neun Einzelhäuser mit jeweils zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss. Die Gebäude sind teils unterkellert oder erhalten eine Tiefgarage. Zudem soll es 60 überirdische Pkw-Stellplätze geben. 22 der Wohneinheiten sollten, so die Empfehlung, „unter Einhaltung der Wohnraumförderbestimmungen (WFB) des Landes NRW realisiert werden.. So könne eine öffentliche Förderung durch die NRW-Bank beantragt werden. Die Pläne dafür hat der Sendener Architekt Eckhard Scholz erstellt.

Ausdrücklich festgestellt wird, dass der Kreis Coesfeld Eigentümer des Grundstücks, das unmittelbar an ein Wohngebiet grenzt, bleibt. Wer als Bauherr des Projekts auftritt, müsse noch geklärt werden. Die kaufmännische Verwaltung der zu vermietenden Wohnungen könne auf den Kreisbauverein, einer Tochter der Wohnbau Westmünsterland, übertragen werden. Diese, so die Kreisverwaltung, verfüge in Lüdinghausen über „langjährige Erfahrungen“.

Um das Vorhaben umzusetzen, sei eine Änderung des Bebauungsplans nötig, so der Kreis. Das sieht dieser allerdings als „unproblematisch“ an. Im weiteren Verfahren soll die Kreisverwaltung in enger Abstimmung mit der Stadt Lüdinghausen die Realisierung vorantreiben. Das Investitionsvolumen für das Projekt wird mit einer Summe von 14 bis 15 Millionen Euro prognostiziert.

Zugleich stellt der kreis in seiner Vorlage für den Kreisausschuss fest, dass eine Alternative „für eine sinnvolle und wirtschaftliche Verwendung des Grundstückes nicht ersichtlich“ sei.

Die Stadt Lüdinghausen wollte sich zu dem Projekt auf WN-Nachfrage nicht äußern. Sie sei bisher nicht über das Ergebnis der Sitzung des Kreisausschusses informiert worden, erklärte Pressesprecher Stefan Geyer.

Die Grünen-Fraktion im Rat der Stadt hat inzwischen beantragt, die Überplanung des Areals in der Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Energie, Planung und Stadtentwicklung am 1. Oktober (Dienstag) zu behandeln. Ein Vertreter des Kreises sollte dort das Projekt vorstellen.

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