Klimaschutz-Demo in Münster
Kein Freibrief für Schüler

Lüdinghausen -

Frei für die „Fridays for Future“-Demos in Münster oder Dülmen? Zumindest nicht mit Genehmigung der Schule. „Wer teilnimmt, fehlt unentschuldigt“, macht Elisabeth Hüttenschmidt, Direktorin des St.-Antonius-Gymnasiums, bei einer WN-Umfrage deutlich.

Freitag, 20.09.2019, 17:32 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 13:57 Uhr
Wer bei der großen „Fridays for Future“-Demo in Münster dabei sein wollte, musste schwänzen. Von den Schulen in Lüdinghausen gab es keinen Freibrief.
Wer bei der großen „Fridays for Future“-Demo in Münster dabei sein wollte, musste schwänzen. Von den Schulen in Lüdinghausen gab es keinen Freibrief. Foto: Oliver Werner

Rund 20 000 Teilnehmer wurden am Freitag bei der „ Fridays for Future “-Demo in Münster gezählt. Unter ihnen sicher auch einige Jugendliche aus Lüdinghausen. Dass diese keinen Freibrief für ihren Einsatz erhalten haben, betonen die Schulleiter der weiterführenden Schulen nahezu gleichlautend – und das unabhängig von ihrer möglichen Sympathie für die Anliegen des Klimaschutzes.

Zwei Abmeldungen

Michael Dahmen, Schulleiter des Canisianums, erklärte auf WN-Nachfrage, dass er keine Anfrage von Schülern gehabt habe. Lediglich zwei Mütter hätten ihre Sprösslinge „wegen Krankheit“ abgemeldet. Eine Freistellung vom Unterricht könne er nicht genehmigen. Aber die Teilnahme an der Demo sei für ihn „okay“.

Elisabeth Hüttenschmidt hatte eine Anfrage zwecks Beurlaubung für die Demo in Münster. Das habe sie aber nicht genehmigt – und auch nicht genehmigen können, so die Direktorin des St.-Antonius-Gymnasiums. „Wer teilnimmt, fehlt unentschuldigt“, da müsse sie sich an die Richtlinien des Schulministeriums halten. Und: „Fridays for Future“ sei ja nun einmal eine Aktion des zivilen Ungehorsams. Da müsse eine gewisse Risikobereitschaft schon dabei sein, sagt die Pädagogin. Hätte etwa eine Klasse oder ein Kurs im Rahmen eines Projekts teilnehmen wollen, „hätte ich Ja gesagt“.

Klassenausflug

Genau das ist an der Sekundarschule passiert. „Eine achte Klasse ist mit Lehrer und Schulsozialarbeiter in Münster unterwegs“, berichtete Schulleiter Mathias Pellmann. Aber: „Freistellen kann ich niemanden. Ich muss die Schulpflicht überwachen.“

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